Intel Ivy Bridge: Neue Details zum Technologieträger
Ivy Bridge ist die nächste CPU-Generation von Intel und obwohl Informationen hierzu unter NDA stehen, ist es wie so häufig: Der Kahn hat ein Leck, wenn nicht gleich etliche. Bei den neuesten Informationen sind es aber nicht türkische oder chinesische Webseiten, die aus Folien zitieren, sondern die Kollegen von Computerbase, denen das Material zugespielt wurde.
Die Leaks von Folien ins Internet nehmen kein Ende. Intel scheint seinen Informationsstrom kaum im Griff zu haben. Nachdem gestern weitere Details zu Sandy Bridge E bekannt wurden, ist es nun Ivy Bridge. Für Wenigleser sei an dieser Stelle erklärt, dass Ivy Bridge die kommende CPU-Generation von Intel ist, in 22 nm gefertigt wird und Sandy Bridge beerbt. Einige Details in den kommenden Ausführungen waren bereits bekannt, werden aber der Vollständigkeit halber noch einmal genannt.
Kommen wir zu den neu veröffentlichen Folien, die es ausnahmsweise nicht bei einer chinesischen bzw. türkischen Webseite gab, sondern bei den Kollegen von Computerbase. Diese bestätigen SATA 6 GBit/s und USB 3.0, was schon etwas länger bekannt ist. Auch PCI Express 3.0 ist an Bord, wie auch bei Sandy Bridge E. Die Lanes für die Grafikkartenanbindung können auf 1x 16, 2x 8 Lanes oder 1x 8 und 2x 4 Lanes verteilt werden. Theoretisch erreicht man so die doppelte Bandbreite des aktuellen Standards.
Aus dem Material geht auch hervor, dass die in Ivy Bridge integrierte IGP mit DirectX 11, OpenGL 3.1 und OpenCL 1.1 klar kommt. Von den 16 Ausführungseinheiten (Execution Units, EU) hatte man bereits gelesen. Das soll die maximale Ausbaustufe sein, kleinere Modelle sollen mit sechs Ausführungseinheiten ausgestattet werden. Der IMC von Ivy Bridge wird mit schnellerem Speicher klar kommen. Das dürfte auch grundsätzlich keine Überraschung sein. Aber auch beim Cache soll es Änderungen geben: Zweikerner sollen künftig mit 4 MiByte L3-Cache ins Rennen gehen, während die Vierkerner 8 MiByte L3-Cache in den Ring werfen. Für die Dual-Cores ist das ein ordentliches Upgrade um 1 MiByte.
Mit dem 22-nm-Prozess sind nach Folienangaben viele kleine Verbesserungen an Architektur und Fertigungsprozess vorgesehen, die die Ivy-Bridge-Prozessoren schneller machen sollen. Der 22-nm-Prozess dürfte vermutlich auch den Taktraten zugutekommen. Hier wird Intel aller Voraussicht nach einfach auf die Konkurrenz reagieren können. So gut wie sicher ist auch, dass sich an den TDP-Werten nichts ändert. Intel deckt das Portfolio ab, das man schon jetzt bei Sandy Bridge hat. Mit Ivy Bridge muss Intel auf die Abwärtskompatibilität achten, da man ja die Sandy-Bridge-Infrastruktur weitestgehend weiterbenutzen will. Damit der Nutzer aber dennoch ein neues Mainboard in Erwägung zieht, ist Ivy Bridge vor allem eines: Technologieträger. Neben den eingangs erwähnten wichtigen Schritten mit USB 3.0, SATA 6 GBit/s und PCI Express 3.0 soll es auch Thunderbolt und Wireless Display 3.0 geben. Bei gutem Wetter könnte Ivy Bridge noch im vierten Quartal landen.2 Sollte es sich zuziehen, dürfte es das erste Quartal 2012 werden.
Quelle: Computerbase

Intel Ivy Bridge mit Tri-Gates
Schönes Video das das ganze erklärt : http://www.youtube.com/wa...
der boxed kühler is doch nur für den normalen Betrieb gedacht...
bei übertaktungen sind doch andere Lüfter da...sonst bräuchten ja andere Hersteller keine Lüfter herstellen...
mfg
@ xe85
der boxed kühler is doch nur für den normalen Betrieb gedacht...
bei übertaktungen sind doch andere Lüfter da...sonst bräuchten ja andere Hersteller keine Lüfter herstellen...
Ja, für jeden der eine k CPU hat und Gamer ist, bleibt da aber dann eigentlich nur noch die Stromersparnis über, und dafür lohnt sich absolut keine Aufrüstung.
hab ich auch nicht behauptet - technisch wird sich wohl nur die GPU verändern. Mehr Takt für den CPU Kern ist dennoch nicht unrealistisch. Zum einen ist es unwahrscheinlich das die 50% größere GPU die komplette freiwerdende TDP braucht - möglicherweise braucht die neue GPU durch die 22nm sogar weniger TDP als die aktuelle - zum anderen tauchten schon mehrmals gerüchte von +20% Leistung auf, da die offenbar nicht durch mehr Kerne zustandekommen bleibt praktisch nurmehr der Takt - das wären dann etwa 4,2GHz. Vorrausgesetzt die 20% stimmen.
mfg