Hot Chips 2023: Intels Next-Gen-Xeon bündelt 288 Effizienz-Kerne bei 410 Watt
Intel hat jetzt in seiner Keynote zur Hot Chips 2023 einen weiteren Ausblick auf seine kommenden Xeon-Prozessoren aus der Familie "Granite Rapids" und "Sierra Forest" gewährt, die im kommenden Jahr erscheinen und im Dual-Sockel mit bis zu 288 Effizienz-Kernen bei einer Verlustleistung von 410 Watt arbeiten und mit Epyc konkurrieren sollen.
Intel hat im Rahmen einer Keynote zur aktuellen "Hot Chips 2023" einen weiteren Ausblick auf seine kommenden Xeon-Prozessoren der Serien "Granite Rapids" und "Sierra Forest" gewährt, welche im kommenden Jahr erscheinen und im Dual-Sockel mit bis zu 288 Effizienz-Kernen ("Crestmont") bei einer Verlustleistung von 410 Watt arbeiten und mit AMDs nächsten Epyc-Prozessoren konkurrieren sollen. Im Fokus stehen dabei eine bessere Skalierbarkeit und eine höhere Effizienz, die Intel im professionellen Bereich - High-Performance Computing ("HPC") - wieder in Schlagdistanz zu AMD bringen sollen. Das Fundament legt Intel 3, als Fertigungsverfahren ("Node") der nahen Zukunft des Herstellers.
Intel Xeon soll wieder zu AMD Epyc aufschließen
Nachdem die aktuell 4. Generation des "Intel Xeon Scalable Processors" mit dem Codenamen "Sapphire Rapids" insbesondere bei der Spitzenleistung und der Effizienz nicht mit AMDs Epyc-Prozessoren der CPU-Serie "Genoa", "Genoa-X" und "Bergamo" mithalten können, soll nach der 5. Generation ("Emerald Rapids"), die im vierten Quartal 2023 erscheinen soll, alles anders werden. Speziell die effizienten Prozessorkerne, die sogenannten Efficiency-Cores, sollen punkten.
Granite Rapids und Sierra Forest im Fokus
Anders als die Xeon-Prozessoren der Generation "Emerald Rapids", die in Form einer Drop-in-Lösung ein Upgrade zu "Sapphire Rapids" darstellt, soll "Granite Rapids" einen echten Nachfolger darstellen. Am interessantesten aber ist die auf hohe Effizienz optimierte Serie "Sierra Forest", die auf bis zu 144 E-Cores ("Crestmont") bei Verlustleistungen ("TDP") von bis zu 205 Watt setzen soll.
Quelle: Intel
Intel Xeon Roadmap mit Sierra Forest und Granite Rapids für 2024
Die neuen Lösungen sind auch bitte nötig, denn Intels Sapphire Rapids sieht gegenüber Genoa-X mit gestapeltem 3D V-Cache und Bergamo mit 128 besonders leistungseffizienten Prozessorkernen ("Zen 4c") kein Land und geht hier aktuell schier hoffnungslos unter. Diesen Umstand möchte Intel korrigieren und mit "Granite Rapids" und "Sierra Forest" entsprechend zurückschlagen. Zwei I/O-Chips und ein, zwei oder drei Compute-Tiles sowie P-Cores oder E-Cores sollen Skalierbarkeit mitbringen.
Wie schon bei den ersten Consumer-CPUs der Serie Core Ultra ("Meteor Lake") werden die neuen Xeon-Prozessoren auf Chiplets - Intel nennt diese "Tiles" - setzen und damit vielfältige "Speziallösungen" auf ein und derselben Plattform bieten können.
Quelle: Intel
Intel Data Center Roadmap mit Sierra Forest und Granite Rapids
Die neue Plattform firmiert unter der Bezeichnung "Birch Stream" und soll Intels Enterprise-Kundschaft die Wahl zwischen möglichst vielen E-Cores ("Sierra Forest") und besonders leistungsstarken P-Cores ("Granite Rapids") bieten. Beide Server-Chips sind für den neuen Sockel LGA7529 ausgelegt und sollen in denselben Mainboards betrieben werden können. Außerdem sollen neue Xeon-Max-CPUs mit HBM2 für Speicherbandbreite "en masse" sorgen.
Intel hat insbesondere auch das Speicherinterface deutlich aufgebohrt, was sich in einem Support für Speichermodule vom Typ MCR ("Multiplexer Combined Ranks") mit insgesamt 30 bis 40 Prozent mehr Speicherbandbreite und zwölf anstatt acht Speicherkanälen für DDR5-Arbeitsspeicher niederschlägt.
Quelle: Intel
Support für MCR ("Multiplexer Combined Ranks") sorgt für deutlich mehr Bandbreite
Ab Ende 2023 gegen Turin und Turin-X mit Zen 5
Nachdem bereits erste Engineering Samples von Epyc 9005 ("Turin") in der freien Wildbahn gesichtet wurden, steht mittlerweile fest, dass AMD bereits Ende 2023 die Zen-5-Architektur für Server-CPUs erster Großkunden einführen möchte. In 2024 soll mit Turin-X dann der nächste Ableger mit Zen 5 und AMDs 3D V-Cache sowie eine Abwandlung mit Zen 5c folgen. Gegen dieses Mitbewerberumfeld müssen sich kommende Xeon-Prozessoren entsprechend behaupten.
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Quelle: Intel

Du darfst gerne die Vermutung anstellen, dass Intel effizienztechnisch hier vorne liegen wird, aber das ganze hier als Fakt darzustellen ist grob fehlerhaft und führt wieder einmal dazu, dass man dir hier den Paulaner Garten vorwerfen muss, samt blauer Unterwäsche.
Meine persönliche Meinung dazu ist, dass Intel hier im Rahmen der Effizienz sogar leicht vorne liegen wird, aber leistungstechnisch nicht mit Epyc 9004 mithalten kann. Allerdings wird der Chip nun auch direkt gegen Zen 5 antreten müssen, wo auch nochmal 15% Effizienz erwartet wird und spätestens damit wird AMD und Intel effizienztechnisch wieder auf Augenhöhe sein, während AMD aber vermutlich einen deutlichen Leistungsboost, dank vollwertiger Kerne bieten wird.
Bereits der 9684X also der N5 96 Kerner hat bei Phoronix (hier auch als Artikel) die aktuellen Xeons vernichtet, nichts anderes würde zutreffen, die doppelte Leistung bei signifikant weniger Verbrauch. Wie, ich frage wie wahrscheinlich ist es, dass Intel einen Chip raushaut, der die dreifache Effizienz liefert? Vor allem hat man dem 9480 Platinum ja sicherheitshalber noch HBM zur Seite gepackt um gewisse Nachteile zu kompensieren.
Also deine These ist sowas von an den Haaren herbeigezogen, dass man einfach nur müde drüber lächeln kann, ja Intel wird mit den E-Core und Tiles eine Menge aufholen können, aber ob man damit Zen 4 überholen kann, steht sowas von in den Sternen und ist am Ende komplette Kaffeesatzleserei. Du stellst dies hier aber als absolut unwiederlegbaren Fakt dar, dabei musst du doch selber merken, dass sowohl die Wortwahl als auch die Satzstellung komplett an den Fakten vorbei geht. Intel muss liefern und davon nicht zu wenig um Epyc 9004 zu kontern (mir egal ob Bergamo, Genoa, Genoa-X), mit viel Optimismus kann man dran gehen und hoffen, dass man in diesen Bereich kommt, aber wer ehrlich ist, wird selbst das als Überaschung ansehen. Nochmal, 244 Threads laufen hier in der Spitze auf 512 Threads zu, 640 W (cTDP kann ja auf 320W je CPU limitiert werden) laufen dann auf 410W zu, dennoch bleibt es ja dabei, dass aktuell keinerlei Voraussagen zu treffen sind, welche Taktraten bei einer Limitierung auf 410W zu erwarten sind, nehmen wir aktuelle E-Cores, würde man behaupten, 2,2Ghz - 2,5Ghz sind drin (inkl. Intel 3), dann wird man aber keinen Stich sehen, gegen Zen 4, diese laufen mit ähnlichen Taktraten, aber eben als vollwertiger Chip!
Und kleiner Spoiler für dich AMD hat RDNA 1 und 2 beides in 7nm gefertigt und einen beachtlichen Effizienzsprung hingelegt.
Es gibt diesbezüglich auch ein Interview von AMD, dass das meiste eben aus der Architektur und nicht der Fertigung kommt. Letztere sollte halt nicht ganz grottig sein, vor allem wenn man wie im Desktopbereich nötig hohe Taktfrequenzen benötigt, was man bei den Servern ja nicht tut...
Und wenn intel sich dort vor AMD hinsichtlich der Leistung sieht, hätten sie das bestimmt irgendwie geteasert.
Von daher schauen wir mal wie es ausgehen wird.
Zu beachten ist lediglich, dass Intel hier nicht schon harte Specs erklärte, sondern nur teaserte und in dem Zuge erwähnte, dass die TDP eines solchen Chips bis hinunter zu 200 W gehen kann. Vermutlich werden Sie damit die maximal effizienteste CPU herausgepickt haben. Will der Kunde etwas mehr Performance, wird es möglicherweise noch höher getaktete Varianten geben, die absehbar noch etwas mehr ziehen können.
Zu beachten ist lediglich, dass Intel hier nicht schon harte Specs erklärte, sondern nur teaserte und in dem Zuge erwähnte, dass die TDP eines solchen Chips bis hinunter zu 200 W gehen kann. Vermutlich werden Sie damit die maximal effizienteste CPU herausgepickt haben. Will der Kunde etwas mehr Performance, wird es möglicherweise noch höher getaktete Varianten geben, die absehbar noch etwas mehr ziehen können.
Die Zen4-CPUs werden da gesichert nicht mehr mithalten können, d. h. man wird abwarten müssen was Turin & Co abliefern können werden. Turin selbst wird es absehbar gegen Granite Rapis SP schwer haben, weil man hier bereits prozesstechnisch im Nachteil ist.
Richtig spannend wird es dagegen beim Nachfolger von Bergamo, zumal zumindest der noch ein gewisse Chance darauf hat, dass die Zen5c-CCDs möglicherweise doch noch in 3 nm (und nicht nur in 4 nm) gefertigt werden.
bei einer Verlustleistung von 410 Watt arbeiten