Intel: Bestes Geschäftsjahr mit Umsatzrekorden trotz Chipkrise

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Intel: Bestes Geschäftsjahr mit Umsatzrekorden trotz Chip-Krise
Quelle: Intel

Wie auch andere Hersteller hat Intel nach wie vor mit der weltweiten Chipknappheit zu kämpfen, aber dennoch konnte man das beste Geschäftsjahr aller Zeiten verbuchen. Alder Lake spielt dabei eine wichtige Rolle.

Intel hat kürzlich seine Zahlen für das vierte Quartal 2021 vorgelegt und konnte dabei die höchsten Quartals- und Jahresumsätze aller Zeiten in Höhe von 19,5 beziehungsweise 74,7 Milliarden US-Dollar vorweisen sowie noch vier weitere Umsatzrekorde bekannt gegeben. Die Gewinne fielen derweil nicht ansatzweise so hoch aus, denn der Nettogewinn sank im Quartal um 21 Prozent und im Jahresvergleich um 5 Prozent auf 4,6 Milliarden Dollar beziehungsweise 19,9 Milliarden Dollar.

CEO Pat Gelsinger hatte bei der zurückliegenden Bekanntgabe der Geschäftsergebnisse für das dritte Quartal 2021 im Oktober mit Hinblick auf die anhaltende Chip-Krise davor gewarnt, dass die Chips anderer Anbieter das Wachstum des Unternehmens einschränken könnten, was sich auch seinerzeit in gesunkenen Einnahmen der Client Computing Group (PC-Sparte) um 2 Prozent zeigte.

Intel: Bestes Geschäftsjahr mit Umsatzrekorden trotz Chip-Krise Quelle: Intel Intel: Bestes Geschäftsjahr mit Umsatzrekorden trotz Chip-Krise

Nicht genug Laptops

Auch die Ergebnisse des vierten Quartals zeigen nun, dass sich die Lage dahingehend nicht verbessert hat, wie theverge.com berichtet: Die PC-Sparte ist im Vergleich zum Vorjahr um 7 Prozent gesunken, was wiederum auf Laptops zurückzuführen sei. Intels Quartalspräsentation zeigt, dass der Umsatz mit Laptops im Jahresvergleich um 16 Prozent gesunken ist, weil das Unternehmen nicht annähernd so viele Laptops ausliefern kann wie gewollt, während der durchschnittliche Verkaufspreis der Laptop-Komponenten um 14 Prozent gestiegen ist.

Andere Bereiche besser

Unterdessen sind Desktop-Rechner im Aufwind und die anderen Geschäftsbereiche des Unternehmens haben den Einbruch mit Hinblick auf die Einnahmen mehr als ausgeglichen, wobei Intels Data Center Group (Server-Sparte) im Jahresvergleich um 20 Prozent auf 7,3 Milliarden Dollar gestiegen ist. Kleinere Geschäftsbereiche wie Intels Internet of Things Group (IOTG) und Mobileye (selbstfahrende Autos) verzeichneten ebenfalls eine höhere Nachfrage, die im vierten Quartal 2021 um 36 Prozent beziehungsweise 7 Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2020 stiegen. Sie wuchsen in diesem Jahr um 33 Prozent respektive 43 Prozent.

PC-Renaissance gebremst

Im Oktober deutete CEO Gelsinger an, dass die Chip-Knappheit nicht vor 2023 enden wird. Unterdessen verzeichnete das Jahr 2020 das erste große Wachstum der PC-Industrie seit einem Jahrzehnt und Anfang dieses Monats berichteten die Marktforscher von Gartner und IDC, dass die Verkäufe im Jahr 2021 um weitere 10 bis 15 Prozent steigen würden (mit über 340 Millionen ausgelieferten PCs), was nach Ansicht der IDC-Analysten ohne die Knappheit sogar noch hätte größer ausfallen können.

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    • Kommentare (11)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von hofetob PC-Selbstbauer(in)
        Gelsinger will über ein Jahrzehnt hinweg in Europa für rund 100 Milliarden Dollar Produktionen errichten. Dafür verlangt er etwa 40 Milliarden Dollar an Subventionen.
        TSMC hat Intel abgehängt, der Gewinn pro Aktie sank und Gelsinger sagte, Intel wird 5 Jahre brauchen um wieder mit TSMC gleich auf zu sein.

        Die Europa Werke werden nichts, di EU ist schon lange von Asien abhängig und nicht von Russischen Gas.
        China usw haben in der EU Griechenland, Italien Osteuropa soviel investiert, die Intel Werke werden nie in dem Umfang kommen.
      • Von hofetob PC-Selbstbauer(in)
        Gelsinger will über ein Jahrzehnt hinweg in Europa für rund 100 Milliarden Dollar Produktionen errichten. Dafür verlangt er etwa 40 Milliarden Dollar an Subventionen.
        TSMC hat Intel abgehängt, der Gewinn pro Aktie sank und Gelsinger sagte, Intel wird 5 Jahre brauchen um wieder mit TSMC gleich auf zu sein.

        Die Europa Werke werden nichts, di EU ist schon lange von Asien abhängig und nicht von Russischen Gas.
        China usw haben in der EU Griechenland, Italien Osteuropa soviel investiert, die Intel Werke werden nie in dem Umfang kommen.
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Pu244
        Was heißt hier trotz Chipkrise?

        Intel stellt die Dinger her und kauft sie nicht etwa ein. Eine Krise ist da sehr gut für das Geschäft, da sie steigende Preise und einen sicheren Absatz bedeutet. Es müßte also "durch" statt "trotz" heißen.
        Sorry, aber der Handel läuft anders.
        Da werden längerfristige Verträge mit Lieferanten (intel; AMD, ...) mit Festpreisen durch den Großhandel gemacht.
        Der erhört dann kurzfristig die Marge und verdient sich eine goldenen Nase.

        Ausbaden tut es der Käufer, ausnahmsweise mal mit höheren Preisen - entgegen des 40jährigen Elektroniktrends.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Bärenmarke
        Naja das sollte man doch differenzierter betrachten, wenn der gesamte Markt wächst ist es ja fast schon logisch, dass man mitwächst, zumal AMD das gar nicht kompensieren kann. Sprich der Markt ist um mehr Units gewachsen, wie AMD liefern konnte, wodurch automatisch ein Plus für intel besteht.

        Interessanter sind doch die gesunkenen Margen und auch die Verspätungen seitens PV und SR. Vor allem das SR dann mit Genoa und nicht mehr mit Milan konkurrieren muss, macht die Sache im Serverumfeld jetzt nicht gerade besser.
        Ich glaube 2022 wird sehr spannend hinsichtlich wer wird wann was liefern.

        Das habe ich damit ja eben gemeint. Intels Rekord ist angesichts der Rekorde der anderen Firmen eigentlich wenig beeindruckend
      • Von Bärenmarke BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Pu244
        Dann verdienen sie insgesamt aber weniger. Das ist ja das schöne, wenn es eine Angebotskrise gibt und man selbst der Anbieter ist.
        Nein das muss eben nicht zwingend sein. Wenn ich von 100% ausgehe und plötzlich eine Nachfrage von 130% herrscht, ich aber nur meinen Output auf 115% hochschrauben kann, so habe ich mehr umgesetzt, konnte die Nachfrage, aber nicht bedienen.
        Ich würde zudem nicht von einer Angebotskrise sprechen, da die Hersteller ja keine Kürzungen vorgenommen haben (bewusst), sondern zu einem teilweise massiven Nachfrageüberhang. Am besten macht sich dies im Bereich GPUs durch Mining bemerkbar.

        Zitat von Pu244
        Die Margen in Prozent steigen durch eine Krise so richtig.
        Das tun sie bei intel eben nicht. Und mir ging es darum, dass Margen immer in % angegeben werden, da du letztens mit Dollar um die Ecke kamst...

        Zitat von Pu244
        Beispiel Laptopsparte: Der Umsatz ist zwar um 16% gesunken, die Preise für die Komponenten sind aber um 14% gestiegen. D.h. es wird sowohl prozentual als auch absolut mehr Gewinn gemacht Zudem hat Intel die Fertigungskapazitäten nur verschoben, in Bereiche, in denen noch mehr Gewinn gemacht wird.
        Ähm einfach nein. Zumal das hier doch sehr fragwürdige mathematische "Künste" sind die hier dageboten werden. Wie soll der Gewinn steigen, wenn der Umsatz sinkt und die Komponentenkosten steigen?
        Ansonsten sagt ein Blick in intels Ergebnisse das genaue Gegenteil aus, um bei den harten Fakten zu bleiben. Die operative Marge sank in der Clientsparte von 41% auf 34% und das ist schon ein sehr deutlicher Rückgang!
        Von daher nein, aufgrund der sinkenden Margen hat intel eben nicht mehr Gewinn gemacht, im Vergleich zu früher ging ihnen hier sehr viel durch die Lappen.

        Zitat von Pu244
        Für Intel ist das eine Win-Win-Win Situation (geringere Fertigungskosten, höherer Gewinn, zusätzlicher Gewinn in anderen Bereichen.
        Das Märchen der günstigen intel Fertigung wurde doch jetzt deutlich durch die Zahlen widerlegt... Was auch nur logisch ist, da ihre Fertigung massive Verspätungen hatte und dies zu höheren Kosten führt.
        Denn wenn man sich nicht selber bescheißt, berechnet man die Herstellkosten der CPU (nur Produktionstechnisch) so:
        Herstellkosten (Material,Personal für die Herstellung usw.) + die Forschungs- und Entwicklungsaufwände die für die Fertigungsstufe nötig waren + Marktübliche Marge.
        Und wenn die F/E Aufwände für intel aufgrund von Verzögerungen usw. höher werden, werden automatisch die Herstellkosten der CPU höher.
        Und wir reden nur von den Herstellkosten der CPU, für den entgültigen Verkaufspreis müsste man noch die Entwicklungs und Validierungskosten des CPUdesigns und noch weitere Gemeinkosten mit einkalkulieren.

        Zitat von Pu244
        Die Umsatzrekorde sind durch die Chipkrise zustande gekommen, nicht trotz.
        Das kann man so oder so sehen, wenn man schaut wie andere Unternehmen von der Chipkrise profitiert haben und wie intel kaum profitieren konnte, dann passt trotz sehr gut. Dazu gab es auch auf computerbase erst einen guten Artikel.
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Bärenmarke
        Chipkrise bedeutet, dass auch intel durch Lieferengpässe in manchen Bereichen betroffen ist und man eventuell hätte noch mehr liefern können.
        Dann verdienen sie insgesamt aber weniger. Das ist ja das schöne, wenn es eine Angebotskrise gibt und man selbst der Anbieter ist.

        Zitat von Bärenmarke
        Ansonsten, da du ja der einzige bist der Margen in Dollar berechnet, hier sieht man im übrigen wieder, dass diese ausschließlich in Prozent angegeben werden... Anders könnte man auch nicht sinnvoll vergleichen...
        Die Margen in Prozent steigen durch eine Krise so richtig.

        Beispiel Laptopsparte: Der Umsatz ist zwar um 16% gesunken, die Preise für die Komponenten sind aber um 14% gestiegen. D.h. es wird sowohl prozentual als auch absolut mehr Gewinn gemacht Zudem hat Intel die Fertigungskapazitäten nur verschoben, in Bereiche, in denen noch mehr Gewinn gemacht wird.

        Für Intel ist das eine Win-Win-Win Situation (geringere Fertigungskosten, höherer Gewinn, zusätzlicher Gewinn in anderen Bereichen.

        Die Umsatzrekorde sind durch die Chipkrise zustande gekommen, nicht trotz.
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