Intel Alder Lake: Erste Ergebnisse aus Stresstest und Support durch XTU
Neue Daten zu Alder Lake geistern durch das Internet. Dieses Mal handelt es sich um Resultate aus einem Stresstest. Derweil hat Intel die hauseigene Extreme Tuning Utility um Unterstützung für Alder Lake und DDR5-Arbeitsspeicher ergänzt.
Im Internet sind erste Kennzahlen zu Intels kommenden Alder Lake-CPU-Line-Up aus Stabilitätstests aufgetaucht. Der Gaming Desktop Product Planning Manager von Lenovo China, der auf den gängigen Plattformen in Fernost unter dem Namen "WolStame" unterwegs ist, hat entsprechende Resultate aus AIDA64 via weibo.com geteilt.
Welches Modell genau getestet wurde, zeigen die Screenshots allerdings nicht und auch WolStame nennt keine konkreten Namen in seinem Post, zumal die Produkte noch einem Embargo unterliegen. Somit ist unbekannt, welcher Intel-Chip die gezeigten und genannten Werte erreicht.
Infrage kommen allerdings ausschließlich die K-Modelle aus der Alder Lake-Riege, was auf den Stromverbrauch zurückzuführen ist. So nennt die beigefügte HWiNFO-Statistik eine durchschnittliche CPU Package Power von rund 248 Watt, was wiederum das Laufen unter PL2 (Power Limit 2) erforderlich macht. In diese Schlagweite kommt wiederum, ausgehend von bisherigen Leaks, ausschließlich die 125-Watt-Klasse aus dem Alder Lake-Aufgebot (241 Watt PL2). Somit könnten sich hinter dem durchgeführten Stresstest wahlweise ein Core i9-12900K, Core i7-12700K oder Core i5-12600K befinden.
Bei den Temperaturen kann es derweil recht hitzig zugehen. Im Zuge des fast einstündigen Stresstest verzeichnet HWiNFO eine Durchschnittstemperatur von 86 Grad Celsius, wobei die erreichte Temperaturspitze 93 Grad Celsius betrug.
Auch lesenswert: Intel Alder Lake-S: Geleakte Liste zeigt auch Core i9-12900KF
Unterdessen arbeitet Intel bereits eifrig am Software-Support der kommenden CPUs. Der wurde zwischenzeitlich bei der hauseigenen Extreme Tuning Utility (XTU) ergänzt. Zwar nennt auch Intel keine Namen, erkennbar wird der CPU- und Plattform-Support allerdings an der Nennung der "hybrid Performance and Efficient core architecture". Im gleichen Zuge wurde auch die Unterstützung von DDR5-Arbeitsspeicher implementiert.
Quelle: Intel
Intel Extreme Tuning Utility Changelog 7.5.0.29 - Alder Lake & DDR5
Quelle: via videocardz.com

Vermutlich wird man für 10nm anfänglich einige problematische Designentscheidungen getroffen haben und um die konnte man nun nicht vollends drumherum fixen, so dass man im best case eigentlich den 10nm-Prozess komplett hätte neu entwicklen müssen, was man aber zweifellos nicht getan haben wird. Entsprechend muss der weiterhin mit einem Handicap leben. Sieht man sich die Roadmap an, hat der aber per se nur eine vergleichsweise kurze Verweildauer/Relevanz, denn bereits 2023er-Hardware wird wohl in Intel 4 und bei TSMC gefertigt werden. (Vielleicht abgesehen davon, dass in Abhängigkeit des Designs bspw. das Base oder I/O Tile eines MCM- oder gar Foveros-Designs vielleicht auch in 2023/24 noch in Intel 7 gefertigt werden wird, weil hier einfach nicht mehr notwendig ist.)
Den V-Cache (oder stacked Cache) bei Zen3 sollte man als bestätigt annehmen, ja, denn das war immerhin ein offizieller Teaser von AMD selbst. Der wird zwar primär für den Epyc entwickelt worden sein, jedoch scheint der Druck durch ADL nun so groß zu sein, sodass man auch zwei Consumer-Topmodelle mit den gepimpten und teueren CCDs bringen wird um die Leistungskrone aufbehalten zu können. Darüber hinaus sprach AMD (zumindest bisher) davon, dass es ansonsten aber ein unverändertes Zen3-CCD sein wird, d. h. an der Architektur wird sich nichts ändern. Die Zugewinne werden also vollständig auf den 3x so großen L3$ zurückzuführen sein.
Vermutlich wird sich ADL dennoch im Markt gut platzieren können, denn Intel wird hier Anfang des nächsten Jahres das komplette Portfolio aktualisieren, während es bei AMD nach bisherigem Kenntnisstand nur einen gepimpten 5900X unds 5950X auf dem Desktop geben soll (vermutlich, weil die Mehrkosten durch den zusätzlichen Chip und das komplexere Packaging wahrscheinlich beim 8- und 6-Kerner zur sehr durchschlagen würden).
Man darf gespannt sein, wie es dann bei AMD weitergehen wird. Zur CES werden vermutlich neue APUs vorgestellt werden, die auf dem Desktop aber voraussichtlich nicht vor der Jahresmitte erscheinen werden und gegen Jahresende kommt dann Zen4. Letzteres scheint sich tatsächlich erst in Richtung Jahresende zu verlagern, denn bspw. Ian Cutress sprach kürzlich bzgl. Zen4 tatsächlich erneut grob vom "Jahresende 2022".
Dass die am Ende nicht mit dem N7 vollends konkurrieren können werden, zeichnete sich doch schon von langer Hand ab. Grundsätzlich jedoch dennoch ein deutlich er Schritt in die richtige Richtung und ich würde erwarten, dass ADL i. V. z. seinen letzten beiden Vorgenerationen bei gleicher Leistung grundsätzlich sparsamer zu Werke gehen wird, vermutlich stellenweise gar deutlich.
Darüber hinaus kann man vermuten, dass bspw. in breitgefächerten Consumer-Workloads der Nachteil des 10nm-Prozesses keine nennenswerte Rolle spielen wird, falls sich Zen3 hier in dieser Hinsicht überhaupt noch abzusetzen vermag (sofern man hier nicht gerade einen 5800X gegen einen 12900K vergleicht). EInfach mal abwarten. Ende Oktober wird sicherlich in vielerlei Hinsicht interessant und vermutlich zum Jahreswechsel kommt dann ja gleich der nächste Schwung mit dem letzten AM4-Aufbegehren in Form der beiden V-Cache-Modelle, bevor man dann zu AM5 übergeht.
"breitgefächerten Consumer Workloads" - was verstehst du darunter?
Ich denke wir sind uns alle recht schnell einig, dass der "normale" Workload der Vielzahl der Menscheit, nicht einmal einen Quadcore älteren Datums fordern wird. Da wird man am besten und effizientesten mit Atoms unterwegs sein.
Für mich geht es hier um die Freaks unter den Hardwarefetishisten, zu denen ich mich auch zähle. Neben dem Gaming, kommen dann aber immer mehr und mehr extrem fordernde Aufgaben, wie Videoschnitt dazu. In dem Sektor wachsen derzeit täglich die Anforderungen um ein vielfaches, 8K, HDR, usw., dazu Fotobearbeitung mit abstrusen Dateigrößen und Auflösungen, die für ein flüssiges Arbeiten eben auch entsprechend Power benötigen. Klar, dies betrifft, unter 1% der User, aber wie oben geschrieben, 99% der User sollten und werden auch nie über einen 12900k oder 5950X nachdenken.
Sind die V Caches jetzt bestätigt?
Hab echt erwartet, dass die Leaks der letzten Wochen übertrieben sind, aber über 240W für eine CPU, die auf Grund Ihrer Architektur eher auf das Stromsparen angelegt ist, schon eine Menge!
Bin mal gespannt, von der Effizienz her muss die Little Architektur ja sehr gut sein, bei der Big Architektur scheint dann aber eher das Gegenteil der Fall zu sein. Die Benches die man sieht, deuten darauf hin, dass der große AL mit dem 5950X mitschwimmen kann, aber dann zu Verbräuchen die rund 30W (15%) unterhalb von Alder Lake liegen dürfte. Das ist schon enorm, wenn man bedenkt, dass Zen 3 ja schon ein gutes Jahr auf dem Buckel hat und dann wohl dennoch im gesamten einen AL schlagen kann. Vieleicht wirklich sinnvoll, dass man bei der nächsten Generation dann 16 Littlekerne auf den Die packen möchte, wird in meinen Augen die Effizienz massiv boosten. Sollte AMD den 3D Cache noch zeitnah bringen, dürfte Intel mit AL dann tatsächlich wieder an die zweite Stelle rücken, sogar sehr deutlich, wenn die wirklich 15% draufpacken können, ohne groß was an der TDP zu regeln, wird AMD damit sogar deutlich an den bisherigen Gerüchten vorbeiziehen.
P.S.
Bevor hier wieder jemand was in den falschen Hals bekommt, meine Aussagen beziehen sich explizit nicht auf nur Gaming Performance, sondern overall, bedeutet für mich, dass Anwendung hier zu gleichen Teilen bewertet werden.
Dass die am Ende nicht mit dem N7 vollends konkurrieren können werden, zeichnete sich doch schon von langer Hand ab. Grundsätzlich jedoch dennoch ein deutlich er Schritt in die richtige Richtung und ich würde erwarten, dass ADL i. V. z. seinen letzten beiden Vorgenerationen bei gleicher Leistung grundsätzlich sparsamer zu Werke gehen wird, vermutlich stellenweise gar deutlich.
Darüber hinaus kann man vermuten, dass bspw. in breitgefächerten Consumer-Workloads der Nachteil des 10nm-Prozesses keine nennenswerte Rolle spielen wird, falls sich Zen3 hier in dieser Hinsicht überhaupt noch abzusetzen vermag (sofern man hier nicht gerade einen 5800X gegen einen 12900K vergleicht). EInfach mal abwarten. Ende Oktober wird sicherlich in vielerlei Hinsicht interessant und vermutlich zum Jahreswechsel kommt dann ja gleich der nächste Schwung mit dem letzten AM4-Aufbegehren in Form der beiden V-Cache-Modelle, bevor man dann zu AM5 übergeht.
Intel muss wirklich eine komplette neue Architektur raushauen um den verbrauch unter Kontrolle zu bekommen. Little Kerne sind vllt eine nette Lösung bringt aber wenig wenn man große Kerne braucht und die so viel Verbrauchen. Nova Lake wurde bisschen geleaked, Name und was es im Grunde sein soll.
Komplett neuer Start und soll einen ähnlichen Effekt haben wie als Intel Core einführte. Man kann nur Hoffen.
Will Competition und Intel sieht zurzeit schwach aus. Ryzen 5000 kam etwa mit Intel 10gen raus. 11gen kann trotzdem nicht mithalten.
AL scheint die erste CPU gen zu sein, seit Zen bei dem Intel wohl wieder etwas auf die Reihe bekommen und aus dem Schlaf aufwachte aber es braucht noch Arbeit