CPU-Support-Liste von Gigabyte zeigt sechs Bulldozer-Modelle im B2-Stepping mit Takt und TDP - Update: Verschiebung?
Die CPU-Support-Liste des Gigabyte GA-990FXA-UD5 bestätigt, was lange Teil der Gerüchteküche war: Der Bulldozer tritt im B2-Stepping an, das Flaggschiff FX-8150 erreicht einen Basistakt von 3,6 GHz bei einer TDP von 125 Watt. Hinzu kommen weitere fünf Modelle.
Update vom 1.9.2011
Die Kollegen von den Xbitlabs berufen sich auf eine industrienahe Quelle, die von einem deutlich verspäteten Start der Server- und Desktop-CPUs mit Bulldozer ausgeht. Die Rede ist vom vierten Quartal 2011, möglicherweise sind Lieferungen in Stückzahlen gar erst im ersten Quartal 2012 zu erwarten. Das wäre ein herber Rückschlag für alle PC-Besitzer, die aufrüsten wollen. Gesichert sich diese Aussagen natürlich nicht, aber eine Veröffentlichung spätestens im Ende August, wie ursprünglich auf der Computex anvisiert, ist nach aktuellem Status nicht wahrscheinlich - dies stützen weitere Quellen.
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Original-Artikel vom 31.8.2011, 20:06
Die Gerüchteküche hat gut gekocht, vor allem die türkische weiß durchweg zu gefallen: Die Kollegen von Donanim Haber veröffentlichten Ende Juli (!) die Modellpalette der Bulldozer-FX-CPUs für das dritte Quartal 2011. Wie nun die CPU-Support-Liste des Gigabyte GA-990FXA-UD5 bestätigt, tritt der Zambezi-Chip im B2-Stepping an, das Flaggschiff FX-8150 mit vier Modulen respektive acht Kernen erreicht einen Basistakt von 3,6 GHz bei einer TDP von 125 Watt. Darunter siedeln sich zwei Varianten des FX-8120 an, beide laufen mit 3,1 GHz - die TDP aber beläuft sich auf 125 sowie 95 Watt. Der FX-8100 kommt auf 2,8 GHz und 95 Watt, letzteres trifft auch auf den FX-6100 zu. Allerdings sind hier nur drei Module aktiv, der Takt beträgt 3,3 GHz. Nach unten hin rundet der FX-4100 mit zwei Modulen und 3,6 GHz bei 95 Watt TDP das Portfolio ab. Der L3-Cache fasst bei allen Chips 8 MiByte, es soll allerdings eine OEM-Variante namens FX-3150 ohne L3 geben.
| Modell | Module/Kerne | Takt | L2-Cache | L3-Cache | TDP |
|---|---|---|---|---|---|
| FX-8150 | 4/8 | 3,6 GHz | 8 MiByte | 8 MiByte | 125 Watt |
| FX-8120 | 4/8 | 3,1 GHz | 8 MiByte | 8 MiByte | 125/95 Watt |
| FX-8100 | 4/8 | 2,8 GHz | 8 MiByte | 8 MiByte | 95 Watt |
| FX-6100 | 3/6 | 3,3 GHz | 6 MiByte | 8 MiByte | 95 Watt |
| FX-4100 | 2/4 | 3,6 GHz | 4 MiByte | 8 MiByte | 95 Watt |
Wenn diese Modelle schon vor über einem Monat gesetzt waren und entsprechende B2-Samples von OBR und corescn.com bereits angetestet werden, ist fraglich, warum die Bulldozer-Chips Gerüchten zufolge erst im Oktober erscheinen sollen. Eventuell sind die Kapazitäten bei Global Foundries sehr gering und AMD möchte keinen Paper-Launch riskieren - was definitiv lobenswert ist, denn ein Hard-Launch und vorab genügend Zeit für die Tester ist erstrebenswert. Ob die bisher veröffentlichten Benchmarks durch die Bestätigung der Bulldozer-Modelle realistischer erscheinen, steht auf einem anderen Blatt. Zumindest scheinen die sich um Umlauf befindlichen B2-Chips in Sachen Stepping und Takraten final zu sein, ob die Engineering Samples aber in irgendeiner Weise künstlich beschnitten sind, ist unklar - dies könnte die für den ein oder anderen ernüchternden Werte erklären. Nimmt man aber die bisherigen Resultate von OBR, so dürfte der FX-8150 im (Multithreading-)Mittel den Core i7-2600K klar schlagen. Interessantes Detail am Rande: Damit die FX-CPUs auf dem Gigabyte GA-990FXA-UD5 laufen, ist die BIOS-Version F5 erforderlich, welche zugleich die AGESA (AMD Generic Encapsulated Software Architecture) auf 0.0.9.2 erhöht - möglicherweise steigert dies die Leistung.
Quelle: Gigabyte (THX @ Ende August aus dem HWL-Forum!)
Bildergalerie
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Hintergrund Bulldozer:
Der im 32-nm-Prozess bei Global Foundries gefertigte Bulldozer setzt auf sogenannte Module. Ein solches beinhaltet zwei (Integer-)Kerne, diese teilen sich unter anderem den 2 MiByte großen L2-Cache und die "Flex FPU" genannte doppelte Gleitkomma-Einheit, welche pro Takt den Kernen neu zugeordnet werden kann. Ein Modul ist laut AMD schneller als ein Zweikerner mit K10-Architektur. Alle Module, bis zu vier beim Orochi-Die (Zambezi für Desktop und Valencia für Server), greifen auf 8 MiByte L3-Cache zu - je nach Ausbaustufe werden die Versionen von AMD mit einer TDP mit 95 bis 125 Watt eingestuft. Ein Modul erreicht laut AMD 80 Prozent der Leistung eines (fiktiven) Bulldozer-Dualcores. Auf dem Financial Analyst Day 2010 gab AMD bekannt, dass Bulldozer per Turbocore bis zu 500 MHz hochtaktet.
Auf der ISSCC 2011 verriet AMD, dass ein Modul 213 Millionen Transistoren auf 30,1 mm² fasst, das Design ist für 0,8 bis 1,3 Volt ausgelegt. AMD spricht davon, dass ein 8-kerniger Bulldozer weniger Die-Fläche verbraucht als ein Thuban (346 mm²), der exakte Wert beläuft sich auf 315 mm². Das Bulldozer-Design soll 3,5 GHz und mehr erreichen, inklusive Turbocore - allerdings ist es von Haus eher hochtaktend ausgelegt, die Frequenzen lassen sich also nicht direkt mit einem Phenom II vergleichen. Auch sagt der Takt nicht zwingend etwas über den Stromverbrauch des Designs aus. Der L3-Cache bzw. die CPU-Northbridge des Bulldozer läuft mit 1,1 Volt und erreicht 2,4 GHz und unterstützt bis zu DDR3-1866 - ein Phenom II kommt auf nur 2,0 GHz und DDR3-1333. All diese Informationen sprechen zusammen mit der neuen, teils sehr mächtigen FPU für eine gesteigerte Pro-Takt-Leistung gegenüber dem Phenom II, dies propagiert auch AMDs John Fruehe. Der Bulldozer mit seinem innovativen Modul-Aufbau wird für Oktober 2011 erwartet und setzt den neuen Sockel AM3+ für volle Kompatibilität zwingend voraus.



2. Wo bitte soll dann QPI merklich schneller sein? BD hat also 10,8 GB/s pro Richtung ein Core i7 mit 6,4 GT/s 16 GB/s mit Overhead (Brutto) und 12,8 GB/s ohne Overhead (Netto). Ich weiß leider nicht wie große der Overhead bei HT ist, aber die maximale Nettobandbreite von QPI entspricht exakt der maximalen Bruttobandbreite von HT. Das sind 25% mehr also nicht so viel.
Davon abgesehen scheint PCIe-Coprocessing massiv im Kommen zu sein. Nicht umsonst verwenden die kommenden Intel-Plattformen QPI nur noch für die CPU-Verbindung, integrieren PCIe aber direkt in die CPUs.
Aber auf Server wollte ich eigentlich gar nicht hinaus, sondern nur an die mangelhafte Verbindung zwischen GPU/Chipsatz und Speichercontroller/CPU. Wenn man einen NF200 an einen Sandy Bridge dranhängt, wird -vollkommen zu Recht- darauf hingewiesen, dass es eben doch nur 16 Lanes bleiben. Nimmt man einen HT-Link mit der (freien) Bandbreite von 16 Links und hängt einen 990FX dran, wird von vollwertigen 32 Lanes gesprochen. (genauso wie bei einem X58, der eigentlich nur PCIe2 x16 + x4 mit maximaler Leistung bedienen kann)
Schon allein der Ausfall des L3 dürfte größere Einbußen zur Folge haben, als hier zu sehen ist. So oder so ist keine Ursache eine Entschuldigung, solange AMD dieses Stepping auf den Markt bringt - und davon spricht die Gerüchteküche.
Aber beim Zocken habe ich keinerlei Probleme. Da ich auch über ein extrem getuntes Windows verfüge, kann ich auch aktuelle Titel noch sehr angenehm zocken. Das CPU-Limit wird meist nur bei Strategiespielen wie SOASE deutlich. Gut, dieser Luxus wird nur durch ein OC auf 2x3,5GHz möglich. Außerdem läuft alles nur noch mit 100% CPU-Auslastung. Dieser Zustand ist noch erträglich, jedoch muss der Bulldozer jetzt wirklich mal kommen. Das ist der einzige Flaschenhals in meiner Kiste! AMD, es wird Zeit!
Für alle, die sich in Kürze mit leistungsfähigerer Hardware eindecken möchten würde ich im Moment eher den 2600k mit einem ordentlichen Board und empfehlen, wenns um Games geht.
Die AM3+ Boards könnten jedoch trotzdem interessant sein, wenn man mal bedenkt dass sie teilweise SLI und CF unterstützen, wer also einen PhenomII mit <3GHz und 4 Kernen oder mehr besitzt und SLI nutzen möchte, weils bei ihm halt mehr Sinn macht als ein CPU-Upgrade, der könnte auch jetzt schon mit einem AM3+ Board liebäugeln.
Letztendlich ist die individuelle Ausgangssituation des Users maßgeblich für die sinnvollste Lösung.
Wer da einfach alles über einen Kamm schert, könnte u.U. viel zu viel Geld für zu wenig oder gar keine Mehrleistung in den persönlichen Anwendungen/Spielen ausgeben.
Und für alle, die nicht aufs Geld schauen müssen: Das teuerste Produkt ist nicht immer das beste oder möglicherweise sogar (teilweise) inkompatibel zu anderen Komponenten.
damit sinkt mein vertrauen in die cpu immer mehr.
naja der bulli kommt bei mir rein ob die erste oder zweite cpu generation muss ich noch abwägen.
ein vorteil hat die ganze sache nun hab ich das geld schon zusammen zum sparen war ja lang genug zeit.
Wie kann man auf etwas vertrauen, von dem es noch keine offiziellen, verläßlichen Daten gibt?
Aber ich finds schon klasse: Ich hätte mich ja so schwarz geärgert, wenn ich
- gewartet hätte (denn in der Zwischenzeit habe ich mehrere Filme mit meinem 2600k geschnitten, das ist mehr Geld wert gewesen, als ich mit BD vielleicht gespart hätte)
- oder so blöd gewesen wäre, mir ein AM3+ - Board samt "Übergangs-CPU-bis-der-BD-da-ist" gekauft hätte
Was bin ich froh.
Und irgendwie flacht meine Spannung auf den BD auch stark ab. Na und, dann kommt er eben irgendwann. Mal schaun, was es dann bringt.
Wie war das auf den AMD-Folien bei Präsentationen immer: "Alle Informationen können ohne Vorwarnung von AMD geändert werden" oder so ähnlich, eben auch das Release-Datum.
Gruß
Zweiblum
Es wurde ja mal über Inkonsistenzen beim cache geredet. Könnte ja sein, das der bei bei dem Bench total failt, sodass dieser so berechnet wurde, als hätte er gar keinen On-Die Cache (nicht mal die L1 caches). Sowas würde jeden aktuellen Prozessor extremst ausbremsen