Bericht: Stabilitätsprobleme bei Intel-CPUs helfen AMD, keine Lösung in Sicht
Laut einem Bericht des Youtube-Kanals Level1Techs haben die Stabilitätsprobleme von Intels Raptor-Lake-Prozessoren inzwischen wirtschaftliche Folgen. Auch im Datacenter gibt es demnach auffällig viele Ausfälle - und Empfehlungen für AMD.
Schon seit Monaten gibt es Berichte über Programmabstürze von Intel-Prozessoren auf Basis von Raptor Lake, also allen Modellen der Reihen Core 13000 und Core 14000. Insbesondere bei den Flaggschiffen Core i9-13900K und Core i9-14900K sollen diese häufig auftreten. Intel scheint das Problem dabei nicht in den Griff zu bekommen. Zwar gibt es inzwischen ein neues "Baseline"-Profil im UEFI, durch das eine Übertaktung durch das Mainboard ausgeschlossen und damit die Stabilität erhöht wird. Angeblich ist das Problem damit aber noch nicht vom Tisch.
Spiele und Datacenter
Dafür spricht eine Analyse des Youtube-Kanals Level1Techs, der aus verschiedenen Quellen Informationen zu den Stabilitätsproblemen gesammelt hat. Ein Zugang zur Crash-Datenbank zweier Spiele soll dabei eine auffällig hohe Crash-Rate der Raptor-Lake-Modelle zutage gebracht haben. In einem der Titel gab es demnach insgesamt 1.584 Fehler bei der Dekompression, die in 1.431 Fällen bei Raptor Lake auftraten. Gleichzeitig gab es nur vier entsprechende Vorkommnisse mit AMD-CPUs, während sich die übrigen Fehler auf andere Intel-Generationen verteilen. Gleichzeitig wurde das Spiel zwar zu rund 70 Prozent auf Intel-Systemen gespielt, die Häufung ist aber dennoch auffällig.
Dass Prozessoren kleinere Fehler enthalten, die zu bestimmten Crashes führen, ist dabei nicht ungewöhnlich. Raptor Lake sticht hier aber offenbar trotzdem deutlich hervor. Auch die zweite Spieldatenbank zeigt pro Spielzeit etwa eine deutlich höhere Crash-Rate bei Core 13000 und Core 14000. Das hilft wiederum dem Konkurrenten AMD: Im Datacenter-Bereich verlangt mindestens ein Anbieter für Intel-Systeme auf Basis der Core i9-14900K aufgrund der Crashes angeblich drastisch höhere Wartungsgebühren. Zudem rät er inzwischen zum Einsatz des Ryzen 9 7950X.
Parallel äußert in dem Video auch ein Spielentwickler seinen Unmut. Dieser erwartet durch die Crashes seiner Server, die auf Raptor Lake laufen, Auswirkungen auf die Zufriedenheit der Spieler und damit einen möglichen, sechsstelligen Umsatzverlust. Die Ryzen-Prozessoren dürften in der Industrie dadurch tendenziell an Ansehen und Verbreitung gewinnen, zumal Intel sich mit offiziellen Informationen zu den Stabilitätsproblemen weiterhin zurückhält.
Auch interessant: Zen-5-Flaggschiff Ryzen 9 9950X getestet: Ergebnisse werfen Fragen auf
Eine einfache Lösung scheint es dabei tatsächlich nicht zu geben. Denn da die Crashes laut Level1Techs auch im Datacenter-Bereich auftreten, in dem W680-Mainboard ohne automatische Übertaktung zum Einsatz kommen, kann es kaum an überhöhten Taktraten und Spannungen liegen. Wie lange Intel noch brauchen wird, um die Crashes endgültig zu beheben - und ob das überhaupt möglich ist - bleibt daher abzuwarten.
Hatten Sie schon Probleme mit Raptor Lake? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Zum Kommentieren müssten Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln.
Quelle: via Videocardz

Hast du meinen eigentlichen Post überhaubt mal gelesen ??
Ich habe das System bei einem Online-Händler nach meinen Wünschen zusammenbauen lassen.
Da ist Garantie drauf . Das Ding ist noch keine 5 Monate alt. Wenn du keine vernünftige Antwort parat hast, Lass es doch auch bitte
Ich habe das System bei einem Online-Händler nach meinen Wünschen zusammenbauen lassen.
Da ist Garantie drauf . Das Ding ist noch keine 5 Monate alt. Wenn du keine vernünftige Antwort parat hast, Lass es doch auch bitte
Zumindest letzteres passt aber nicht so recht ins technische Bild, denn bislang galten die kleinen Taktsteigerungen bei RPL-R gegenüber RPL als angemessen im Rahmen de Taktpotenzialsteigerung, welche im Laufe der Fertigungsoptimierung erzielt wurde, und bei den Mainboard-Defaults hat sich auch nichts geändert. Insbesondere wenn die aus Intels Zwischenbilanz herauslesbare Elektromigration tatsächlich ein größeres Thema ist, müssten also viel mehr der älteren 13900K denn der neueren 14900K betroffen sein. Genauso wären relativ zum Marktanteil mehr KS denn K auf der Abschussliste zu erwarten.
Stattdessen steht ganz klar der i9-14900K im Zentrum der Primärberichterstattung. Das könnte jetzt ein kurioser, sehr spezieller, nur dort auftretender Fehler sein und alle 13600K wären sicher. Oder es könnte sein, dass sensationsgierige Shitstormtreiber mit der allgemein meist beachtesten Intel-CPU am Clickbaiten sind, anstatt seriösen Technik-Journalismus zu betreiben. Auch dann könnten 13600K aber recht sicher sein, einfach weil das Problem allgemein viel kleiner als dargestellt ist.
Redaktionsintern ist der Stand leider weiterhin "Problem tritt nicht auf". Wir lesen und schauen also auch nur, was andere so verbreiten – ohne deren Fälle selbst überprüfen zu können.