AMD und Globalfoundries vereinbaren neues Abkommen: Grafik- und Custom-Chips bald aus Dresden?
AMD und Globalfoundries haben sich auf neue Vertragsdetails geeinigt. Die ehemalige Produktion von AMD wird dieses Jahr Produkte im Wert von 1,2 Milliarden US-Dollar liefern. Darunter sind fortan nicht mehr ausschließlich Prozessoren, sondern auch Grafik- und Custom-Chips.
AMD hat Details zum Abkommen mit Globalfoundries bekannt gegeben. Der Chiphersteller wird bei seiner ehemaligen Fertigungsstätte, die 2008 ausgegliedert wurde, dieses Jahr Produkte im Wert von 1,2 Milliarden US-Dollar abnehmen. Am interessantesten ist aber die Tatsache, dass AMD bei Globalfoundries künftig nicht nur reine Prozessoren ordern will, sondern auch Grafikchips und Semi-Custom-Chips, worunter die Recheneinheiten für die Playstation 4 und die Xbox One zu verstehen sind. Diese Chips wurden bisher von TSMC geliefert, AMDs derzeit wichtigstem Auftragnehmer für die Produktion.
Diese Änderung dürfte auch auf die Langzeitvereinbarungen bis 2024 zurückzuführen sein, die AMD mit Globalfoundries hat. Vergangenes Jahr etwa wurde eine Abnahme von Produkten im Wert von 1,15 Milliarden US-Dollar vereinbart. AMD nahm aber nur Produkte im Wert von 960 Millionen US-Dollar ab. Das führt in der Regel zu empfindlichen Konventionalstrafen, die AMDs Kasse belasten. So stehen derzeit immer noch die letzten 200 Millionen US-Dollar Strafzahlung aus. Das neue Abkommen soll die wirtschaftlichen Ziele von AMD für 2014 nicht beeinflussen.
Welche Grafikchips genau Globalfoundries fertigen wird, geht aus der Mitteilung nicht hervor. AMD spricht lediglich von "gewissen GPUs". Bei den Konsolenchips könnte AMD vom Gate-First-Produktionsverfahren profitieren, das unter idealen Voraussetzungen die Die-Fläche verkleinern könnte und damit Kosten senkt, weil so mehr Chips auf einem Wafer unterbracht werden können und die Ausbeute pro Wafer steigt.
Quelle: AMD
