AMD trennt sich von Globalfoundries-Anteilen [Update]
Wie Auftragsfertiger Globalfoundries bekannt gab, hat sich AMD von seinen verbliebenen Anteilen getrennt. Die ehemalige Produktion von AMD ist damit nun vollständig in der Hand des arabischen Investors ATIC.
Update 17:50: An der Börse sind die Neuigkeiten nicht besonders gut angekommen. Nachdem die Aktie eigentlich seit Jahresbeginn auf einem Höhenflug ist (von rund 4 auf nun 5,50 Euro), ging es heute fast vier Prozent runter.
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Der arabische Investor ATIC übernimmt die restlichen Anteile von Globalfoundries, die bisher bei AMD gelegen haben. Damit trennen sich die Texaner endgültig von ihrer ehemaligen Fertigung. In einer Pressemitteilung lässt Globalfoundries wissen, dass dieser Schritt nach drei Jahren geplant gewesen sei, um ein unabhängiges Unternehmen zu werden. Globalfoundries gehört nun vollständig Scheich Muhammad bin Zayid Al Nahyan, Chairman of the Board von Mubadala, Besitzer von ATIC.
Zuletzt besaß AMD noch 8,8 Prozent der Anteile an Globalfoundries. Im Rahmen des Anteilstransfers wurden auch die Verträge mit AMD neu ausgehandelt. Die 2011 vereinbarten Quartalszahlungen wurden ersatzlos gestrichen, für 2012 ein Vertrag mit Preis pro Wafer ausgehandelt und für 2013 ein Rahmenvertrag. Weiterhin fällt der Exklusivvertrag für die Fertigung von APUs in 28 nm. Damit positioniert sich AMD neu, wohl auch im Zuge der geplanten Roadmaps für die kommenden Jahre. Aufträge können nun auch an andere Zulieferer vergeben werden- Nutznießer dürfte unter anderem TSMC sein, wo schon heute 40-nm-Modelle vom Band laufen (Ontario, Zacate).
Für AMD entstehen neben den Einnahmen durch den Anteilsverkauf aber auch hohe Kosten von insgesamt 703 Millionen US-Dollar, die im ersten Quartal 2012 verbucht werden sollen. Bei Globalfoundries indes wirbt man mit sehr großen Stückzahlen im 32-nm-Prozess, laut Pressemitteilung ein Drittel des AMD-Produktmixes. Weiterhin laufen in Fab 8, eine Kooperation mit IBM, erste Testprodukte vom Band. An den angekündigten Investitionen von 3 Milliarden US-Dollar in Dresden, New York und Singapur hält man fest und auch mit ARM ist man weiterhin gut verbunden. So wurde jüngst der Cortex A9 mit einer Taktfrequenz von mehr als 2,5 Gigahertz vorgestellt.
In der Galerie: CPU-Fertigung bei Globalfoundries

Einziger Ansporn für mich, bei AMD zu kaufen, war bis jetzt die Tatsache, dass (zumindest ein kleiner Teil) in Dresden hergestellt wird und damit deutsche Arbeitsplätze sichert/schafft. Das ist damit jetzt hin und wenn keine Bahnbrechenden Innovationen mehr von AMD kommen, wird die nächste Grafikkarte von Nvidia und die nächste CPU von Intel sein.
Ja, der ist schon etwas krass ausgedrückt, ich glaube das ist etwas zuu heftig, und so nicht gewollt
Entschuldigung, so über die Strenge schlagen wollte ich nicht, sind doch alles bloß Menschen.
Ist eigentlich gleich, ob sie jetzt bei GF oder TSMC produzieren lassen, Lokalität ist dank Globalisierung naiv, da ist es egal ob in Taiwan oder in Dresden, steht doch auf jeder AMD CPU (Diffused in Germany) - Assembled Malaysia.
Minimal aber für die Umwelt besser, wenn Waferfertigung und Packaging näher beisammen liegen. Anstatt die Chips rund um die Erde schippern bzw. fliegen müssen. Da kann ein bißchen eingespart werden, was man an den Kunden weiterreichen oder die Arbeiter in Malaysia und der chin. Republik besser zu bezahlen.
mfg