AMD steigert Marktanteil für Prozessoren - Desktop-Markt und Festplattenkrise helfen
Die Markt-Zahlen zum ersten Quartal im Prozessor-Segment sind durchgesickert. Demnach konnte AMD dem Konkurrenten Intel knapp ein Prozent Marktanteile rauben. Laut Mercury Search sei die starke Präsenz im Desktop-Markt und die Flut-Katastrophe in Thailand verantwortlich.
Am Mittwoch berichtete Mercury Search über die aktuellen Markt-Zahlen von Intel und AMD. Der Marktanteil von Intel reduzierte sich von 81 Prozent im Vorquartal auf nun 80.2 Prozent. Gleichzeitig konnte AMD ein leichtes Plus von 0,9 Prozent verbuchen. Der Anteil stieg von 18,2 Prozent auf 19,1 Prozent. Aufwind bekam AMD durch die Festplatten-Krise, ausgelöst durch die Flut-Katastrophe in Thailand. Der Rückgang der Festplatten-Verkäufe stabilisierte den Desktop-Markt. Dort sei AMD mit 43 Prozent stark aufgestellt. Dass AMD vor allem im Niedrig-Preis-Sektor unterwegs ist, half den Verkäufen von günstigen Notebooks. AMDs A-Serie (Llano) verkaufte sich gut, nach der Beruhigung der Festplatten-Verkäufe.
Intel selbst habe keine spezifischen Schwachstellen. Die Low-End-CPUs Atom und Celeron verkauften sich ebenfalls gut, trotz der Präsenz von AMD-Prozessoren. Es wird erwartet, dass der Release der neuen CPU-Generationen einen Neustart im Kampf um Marktanteile initieren könne. Im Fokus stehen Intels Ivy Bridge und AMDs Trinity und Brazo 2.0 (C und E-Serie). AMD liege in der Fertigungstechnik hinter Intel, sei aber dabei, umzustellen. E sei zwingend erforderlich, dass AMD mit neuen Produkten kontern könne.
Für AMD sieht jedoch auch der Server-Markt rosig aus. Auf 6,8 Prozent stieg der Marktanteil. Notebook- (0,1 Prozent) und Desktop-Markt (0,4 Prozent) stiegen ebenfalls leicht. Gemessen an den verlangten Preisen wird deutlich, dass AMD über den Preis versucht, klarzukommen. Im Schnitt verkaufe AMD seine Prozessoren für 52 US-Dollar, Intel hingegen mit mehr als dem doppelten Preis (119 US-Dollar). Es überrascht daher auch nicht, dass der Marktanteil bemessen am Umsatz klar für Intel spricht (90,5 Prozent versus 9,4 Prozent).
Quellen: Investorvillage, Computerworld
