AMD: Weiter in den roten Zahlen, Hoffnung auf PS4, Kabini und Kaveri
AMD hat nach Intel nun ebenfalls die Zahlen für das abgelaufene erste Quartal 2013 vorgelegt. Ähnlich wie bei Intel schlägt auch bei AMD die PC-Krise durch. Allerdings verliert AMD auch beim Umsatz dramatisch (-31,4% zum Vorjahr) und von einem Nettogewinn ist man erneut weit entfernt. Trotzdem sind die Aussichten dank PS4, Kabini bzw. Temash und Kaveri positiv.
AMD hat die Zahlen für das mit Spannung erwartete erste Quartal 2013 vorgelegt. Auf den ersten Blick gibt es wenig Anlass zur Freude. 1,088 Mrd. US-Dollar konnte man im abgelaufenen Quartal umsetzen, das sind 5,8 Prozent weniger als im Vorquartal und satte 31,4 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahresquartal. Seit dem vierten Quartal 2011 sinkt der Umsatz beständig und nähert sich bedrohlich der 1-Milliarden-Marke. Zuletzt blieb AMD im dritten Quartal 2003 (!) unter dieser Grenze. Operativ verlor man im Q1/2013 98 Millionen US-Dollar, der Nettoverlust betrug 146 Mio. US-Dollar. Damit konnte man zumindest die Verluste wieder etwas eindämmen. Im PC-Bereich sank der Umsatz um 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr, der operative Verlust lag bei 39 Millionen US-Dollar. Im Grafiksegment ging der Umsatz im Vergleich zum Vorquartal um 12 Prozent zurück, operativ erreichte man noch einen Gewinn von 16 Mio. US-Dollar (Vorjahr: 34 Mio.).
AMDs Chef Rory Read sieht trotz der schlechten Zahlen Licht am Horizont und ist dabei mit Noch-Intel-Chef Ottelini in guter Gesellschaft. Man habe operativ diszipliniert gewirtschaftet in einem schwierigen Marktumfeld, so Read. Die interne Restrukturierung sei weitgehend abgeschlossen und man fokussiere sich darauf, ein starkes Produktportfolio für 2013 aufzusetzen. Schwerpunkte sieht Read unter anderem in den Bereichen Ultra Low Power Client, Embedded- und Semi-Custom-Lösungen. Bei Letzterer ist unter anderem die PS4-APU zu erwähnen, auf die AMD viel Hoffnung setzt und die zum Jahresende hin für Umsätze sorgen soll. Die APU kombiniert Jaguar-Kerne mit GCN-Grafik. Zum Jahresende will man ein Fünftel der Umsätze außerhalb des klassischen PC-Marktes erzielen - und noch ist nicht geklärt, ob AMD neben der PS4 nicht auch noch die Chips für die kommende Xbox "720" liefert.
Kabini, Temash und Kaveri sind ebenfalls Hoffnungsträger für AMD. Diese APUs sind die ersten echten x86-SoC (System on a Chip), da neben zwei oder vier Jaguar-CPU-Kernen und einer GCN-Grafikeinheit auch der FCH (Fusion Controller Hub) mit im Chip steckt. Temash ist vor allem für Windows-8-Geräte gedacht, während sich Kabini für günstige Ultrathins sowie SFF-Rechner eignet und laut AMD bereits in größeren Stückzahlen an die Kunden geschickt werden. Zum Abschluss des Jahres will AMD den Richland-Nachfolger Kaveri ins Rennen schicken, diese APU ist voll HSA kompatibel. Man sei "on track", Kaveri im zweiten Halbjahr zu veröffentlichen.
Quelle: AMD, Seekingalpha

" 8- Kern Desktop- CPU ".,mir wird langsam langweilig
Alle drei Konsolen Hersteller nutzen die Chips der Firma amd ob sie erfolgsversprechend verkauft werden wird sich zeigen.
Ich hoffe für AMD das sie mit der PS4 aus den roten Zahlen kommen und wieder ein Plus haben.
Die neue Kaveri Apu (FM2) wird Steamroller Kerne beinhalten soweit bin ich richtig informiert. Werd mir eine Apu kaufen und mal schauen, was Sie so alles kann. Der Chipsatz Bolton-D4 soll ja Teilbesserungen mit sich bringen der Sockel bleibt hoffentlich identisch. Danke für die Info.
Ich persönliche gehe seit der kürzlichen geleakten APU-forcierung im Serverbereich damit, dass AMD das einzig richtige getan hat und in Zukunft nur noch eine Mittelklasseplattform anbieten wird, AM3+ läuft dann nach Vishera aus. Es wären auch weiterhin keine Codenamen oder Eckdaten eines großen Bruders von Kaveri bekannt.