AMD hat laut Bericht keine Eile mit 5 nm

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AMD hat laut Bericht keine Eile mit 5 nm (1)
Quelle: AMD

AMD hat laut einem Bericht der China Times keine Eile mit 5 nm. Hier und da gabs zuletzt unter anderem Gerüchte, Vermeer könnte so produziert werden. Das stimmte aber nicht. Die Produkte für dieses Jahr erscheinen alle in 7 nm.

In den vergangenen Wochen gab es immer wieder Gerüchte darum, AMD könnte schon bald auf 5 nm bei einigen Produkten umsteigen. Das scheint aber nicht die oberste Dringlichkeit zu sein. Wie die China Times meldet, hat man bei AMD keine Eile bezüglich des Wechsels auf 5 nm von TSMC, wo der Prozess gerade angefahren wird. Zen 3 und RDNA 2 kommen gesichert in 7 nm - das hatte AMD bereits bestätigt. Bis Zen 4 wird es dann ohnehin etwas dauern und mit RDNA 2 wird man wohl auch eine Zeitlang auskommen. Das ist zumindest die Hoffnung.

Im Mai gab es Gerüchte, Vermeer könnte bereits in 5 nm produziert werden. Damals hieß es, dass die Aussichten auf hohe Ausbeuten so gut waren, dass man sich eine Produktion von Vermeer in 5 nm vorstellen kann. Der Wechsel von 7 nm auf 5 nm solle den Release von Vermeer etwas verzögern. Laut Digitimes waren die CPUs für September/Oktober geplant und rutschen nun auf Ende des Jahres 2020. Die 5 nm werden so nicht passieren - ein Release gegen Ende des Jahres für Ryzen 4000 ist nach wie vor realistisch.

Auch lesenswert: AMD Ryzen 4000: Vermeer schon mit 5 nm Plus?

Für Zen 4 hatte AMD bereits größere Änderungen angekündigt, die auch etwas mehr Zeit beanspruchen. Ryzen 5000 soll dann angeblich neben einem neuen Sockel auch 1 MiB L2-Cache pro Kern bekommen und AVX-512 unterstützen. Zudem will AMD wieder etwas mehr zu einem monolithischen Design, das schon bei Zen 3 durchschlägt. So attraktiv das Chiplet-Design auch ist, es hat ein paar Nachteile wie Latenzen und Bandbreiten des Infinity Fabric, mit dem die Rechenkerne verbunden sind. Da ist due gesamte Branche wohl auf der Suche nach der goldenen Mitte, denn Intels Ringbus im Mainstreamsegment scheint andersherum nicht gut über 8 Kerne zu skalieren.

Außerhalb eines Chiplet-Designs könnten 5 nm noch etwas weiter weg sein, weil große monolithische Chips schlechtere Ausbeuten erreichen und dann zu teuer werden. Bei Nvidia ist für Hopper 5 nm im Gespräch - wir haben aber jetzt noch nicht einmal Ampere auf dem Markt.Dazu soll in den USA auch ein 5-nm-Werk von TSMC zusammen mit Nvidia entstehen.

Quelle: China Times

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    • Kommentare (71)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von JanJake
        Inzwischen weiß man das es belichtete Chips sind, aber wieso sollte AMD die nicht einfach nehmen können?

        SInd die defekt würden man die so sonst weg werfen. Und so haben die eben noch eine Funktion. Ob die jetzt wirklich notwendig sind auf den CPUs weiß ich nicht, das weiß eben nur AMD. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass die das deswegen machen, weil eben somit eine Fertigungsstraße für alle genutzt werden kann. Am Ende ist nur der Name der CPU ein anderer.
        Das AMD so viel Ausschuss hatte, wird bezweifelt. Für teildefekte Chips bis runter zu vier funktionierenden Kernen gab es schon diverse andere Einsatzgebiete. Threadripper dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit deaktivierte Chips erhalten haben.

        Zitat von Tech_Blogger
        Silizium ist nicht verlötbar, deswegen würde das nicht einfach nur mit zerschnittenen Waferstückchen funktionieren.
        Man müßte die unbelichteten Wafer zumindest an der zu verlötenden Seite genau so wie die belichteten Wafer erst mal mit diversen Metallen bedampfen/beschichten.
        Bedampfen/beschichten ist ein sehr günstiger Massenprozess, insbesondere wenn mangels elektrischer Funktion relativ große Variationen in der Schichtdicke tolleriert werden. Reine Dummys hätte man vermutlich einfach zusätzlich zu den normalen Wafern an den Rand der entsprechenden Kammern stellen können und sich so 99,9 Prozent der Arbeitsschritte für eine belichtete CPU sparen können, darunter sämtliche Schritte die teure oder überhaupt moderne Maschinen erfordern.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von JanJake
        Inzwischen weiß man das es belichtete Chips sind, aber wieso sollte AMD die nicht einfach nehmen können?

        SInd die defekt würden man die so sonst weg werfen. Und so haben die eben noch eine Funktion. Ob die jetzt wirklich notwendig sind auf den CPUs weiß ich nicht, das weiß eben nur AMD. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass die das deswegen machen, weil eben somit eine Fertigungsstraße für alle genutzt werden kann. Am Ende ist nur der Name der CPU ein anderer.
        Das AMD so viel Ausschuss hatte, wird bezweifelt. Für teildefekte Chips bis runter zu vier funktionierenden Kernen gab es schon diverse andere Einsatzgebiete. Threadripper dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit deaktivierte Chips erhalten haben.

        Zitat von Tech_Blogger
        Silizium ist nicht verlötbar, deswegen würde das nicht einfach nur mit zerschnittenen Waferstückchen funktionieren.
        Man müßte die unbelichteten Wafer zumindest an der zu verlötenden Seite genau so wie die belichteten Wafer erst mal mit diversen Metallen bedampfen/beschichten.
        Bedampfen/beschichten ist ein sehr günstiger Massenprozess, insbesondere wenn mangels elektrischer Funktion relativ große Variationen in der Schichtdicke tolleriert werden. Reine Dummys hätte man vermutlich einfach zusätzlich zu den normalen Wafern an den Rand der entsprechenden Kammern stellen können und sich so 99,9 Prozent der Arbeitsschritte für eine belichtete CPU sparen können, darunter sämtliche Schritte die teure oder überhaupt moderne Maschinen erfordern.
      • Von Technologie_Texter BIOS-Overclocker(in)
        Silizium ist nicht verlötbar, deswegen würde das nicht einfach nur mit zerschnittenen Waferstückchen funktionieren.
        Man müßte die unbelichteten Wafer zumindest an der zu verlötenden Seite genau so wie die belichteten Wafer erst mal mit diversen Metallen bedampfen/beschichten.
      • Von JanJake BIOS-Overclocker(in)
        Inzwischen weiß man das es belichtete Chips sind, aber wieso sollte AMD die nicht einfach nehmen können?

        SInd die defekt würden man die so sonst weg werfen. Und so haben die eben noch eine Funktion. Ob die jetzt wirklich notwendig sind auf den CPUs weiß ich nicht, das weiß eben nur AMD. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass die das deswegen machen, weil eben somit eine Fertigungsstraße für alle genutzt werden kann. Am Ende ist nur der Name der CPU ein anderer.
      • Von Technologie_Texter BIOS-Overclocker(in)
        Zitat
        Das wurde für Threadripper 1000/2000 behauptet, tatsächlich waren es aber belichtete Chips.
        Diese Chips könnten aber teilweise ziemlich defekt sein, also kann man das schon als Dummy bezeichnen.

        Unbelichtete Chips könnte man auch nicht verlöten
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von DKK007
        Wie meinst du das?
        Bei Threadripper werden teilweise ein paar DIEs durch Dummys ersetzt, um den Kontakt zum HS herzustellen.
        Das wurde für Threadripper 1000/2000 behauptet, tatsächlich waren es aber belichtete Chips. Für Threadripper 3000 und die Rome-Epycs gibt es solche Aussagen meinem Wissen nach nicht mehr, aber es eine Package-Variante mit vier und eine mit acht CCDs. Durch Aktivierung verschiedener Kerne in den CCX kann man damit alle verfügbaren Modellvarianten generieren.
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