AMD Ryzen (AI) 9000G: Desktop-APUs nehmen jetzt Formen an

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AMD Ryzen (AI) 9000G: Desktop-APUs nehmen jetzt Formen an
Quelle: AMD

AMDs nächste Generation der Desktop-APUs aus der Serie Ryzen (AI) 9000G mit Zen 5 und RDNA 3.5 nimmt endlich Formen an. Neben kleineren Varianten auf Basis von Krackan Point sollen die großen Modelle wohl auf Strix Point setzen.

AMDs nächste Generation der Desktop-APUs aus der Serie Ryzen (AI) 9000G, basierend auf Zen 5 ("Nirvana") und RDNA 3.5 ("GFX115X"), steht möglicherweise unmittelbar vor dem Marktstart und nimmt jetzt endlich Formen an. Während kleinere Varianten voraussichtlich auf Krackan Point setzen werden, könnten die größeren Modelle wohl auf Strix Point basieren, die neue AM5-Firmware verraten hat.

Nachdem erst vor wenigen Tagen AMD Krackan Point, welches auch als Basis für die mobilen AMD Ryzen AI 7 350 und AMD Ryzen AI 5 340 darstellt, in der aktuellsten AM5-Firmware AGESA ComboAM5PI 1.2.7.0 aufgetaucht ist, hat @9550Pro inzwischen auf AMD Strix Point im Microcode der Firmware gefunden.

Strix Point Quelle: HXL (@9550pro) Da AMD auch bei den mobilen Zen-5(c)-APUs bei den großen Modellen auf Strix Point setzt, während die kleineren Varianten auf Krackan Point aufbauen, ist wohl davon auszugehen, dass auch das APU-Portfolio für den Desktop dementsprechend aufgebaut sein wird. Demnach könnte das Lineup der Ryzen (AI) 9000G folgendermaßen aussehen, sollten sich diese Indizien bestätigen.

  Codename Prozessorkerne Cache Grafikeinheit cTDP
Ryzen (AI) 7 9700G Strix Point 4× Zen 5
8× Zen 5c
36 MiB RDNA 3.5
16 Compute Units
1.024 Shader-Einheiten
45 - 65W
Ryzen (AI) 5 9600G Strix Point 4× Zen 5
6× Zen 5c
34 MiB RDNA 3.5
12 Compute Units
768 Shader-Einheiten
45 - 65W
Ryzen (AI) 5 9500G Krackan Point 4× Zen 5
4× Zen 5c
24 MiB RDNA 3.5
8 Compute Units
512 Shader-Einheiten
45 - 65W
Ryzen (AI) 3 9300G Krackan Point 3× Zen 5
3× Zen 5c
22 MiB RDNA 3.5
6 Compute Units
384 Shader-Einheiten
45 - 65W

Sollten die Ryzen (AI) 9000G in dieser Form erscheinen, würde es sich dabei um Desktop-Versionen des AMD Ryzen AI 9 HX 370, Ryzen AI 9 365 alias Strix Point sowie des AMD Ryzen Al 7 350 und Ryzen AI 5 340 alias Krackan Point handeln, welche mit einer von 15 bis 54 Watt auf 45 bis 65 Watt angehobenen cTDP an den Start gehen dürften. Im Notebook beträgt die Standard-TDP aktuell 28 Watt, im Desktop lässt AMD die APUs ab Werk meist mit 65 Watt von der Leine.

Noch viele offene Fragezeichen

Die Modellbezeichnungen sind anders als die grundlegenden technischen Spezifikationen noch reine Spekulation. Einige Quellen gehen davon aus, dass das Topmodell Ryzen AI 9 9900G heißen wird, andere sprechen von einem Ryzen 7 9700G mit traditioneller Nomenklatur, wiederum andere gehen momentan von einer neuen dreistelligen Modellbezeichnung wie bei den aktuellen mobilen Zen-5-APUs aus.

CPU, GPU, NPU Quelle: AMD Zen 5 ("Nirvana"), Zen 5c ("Prometheus") und RDNA 3.5 ("GFX115X") gelten hingegen ebenso als gesichert, wie der Einsatz einer NPU ("Neural Processing Unit") auf Basis von XDNA 2, um auch KI-Workloads mit 50 TOPS zu beschleunigen. Damit würden außerdem auch Microsofts Copilot+ PCs mit den APUs adressiert werden.

Der taiwanische Hersteller Gigabyte hat die neue APU-Serie bereits auf der Support-Webseite seiner AM5-Mainboards eingepflegt.

AMD Ryzen 9000G Quelle: Gigabyte Ob die Ryzen (AI) 9000G noch zum Jahresende oder erst zum Jahresbeginn 2026 vorgestellt werden, ist allerdings bislang ebenfalls noch nicht bekannt. Es heißt also auch weiterhin Geduld bewahren und schauen, was AMD wann präsentieren wird.

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Quelle: HXL (@9550pro) und Zhe Chen via VideoCardz

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    • Kommentare (19)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Bob7 Schraubenverwechsler(in)
        Hallo, ich brauche einen neuen PC für Grafik und Animations Anwendungen. Wenn ich mir einen mittleren Windows PC zusammenstelle, komme ich auf ca 1000€. Mit einem 9000g könnte ich die Grafikkarte sparen. Gleichzeitig höre ich von Kollegen: hol dir einen Mac Mini, da ist alles drin für 600€ bei hoher Singlecore Leistung. Ich arbeite mit Photoshop und Animate = mostly Singlecore.
        Wäre euch dankbar für eine Einschätzung
        Edit! Entscheidend wäre für mich die Frage, ob der kommende 9700g zb16gb ram genau so effektiv für die Grafik einsetzt wie der Mac?
      • Von Bob7 Schraubenverwechsler(in)
        Hallo, ich brauche einen neuen PC für Grafik und Animations Anwendungen. Wenn ich mir einen mittleren Windows PC zusammenstelle, komme ich auf ca 1000€. Mit einem 9000g könnte ich die Grafikkarte sparen. Gleichzeitig höre ich von Kollegen: hol dir einen Mac Mini, da ist alles drin für 600€ bei hoher Singlecore Leistung. Ich arbeite mit Photoshop und Animate = mostly Singlecore.
        Wäre euch dankbar für eine Einschätzung
        Edit! Entscheidend wäre für mich die Frage, ob der kommende 9700g zb16gb ram genau so effektiv für die Grafik einsetzt wie der Mac?
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Deine Ableitung ist falsch.
        Abgesehen davon, dass Lakefield als Erst-Experiment sowie vieles suboptimal gemacht hat, gilt für Intel-Mobile-CPUs, wie bereits geschrieben, teils anderes respektive öfters mal gegenteiliges. Ausprobiert habe ich das, als Mainboard-Fachredakteur, nie selbst. Aber wenn ich mich richtig erinnere, soll Meteor Lake beispielsweise die LP-E-Cores bevorzugen, erst bei Überschreitung von deren Leistungsgrenzen auf die normalen E-Cores wechseln und erst wenn die 100 Prozent Last durch einen Thread melden die P-Kerne zur Hilfe nehmen. Idealerweise landet ein fordernder Thread dann zwar auch da, wo er hingehört, aber es gibt Latenzen und Potenzial für Fehler – aus Sicht der Performance. Für mobile Architekturen ist es aber halt wichtiger, nicht ständig Energie zu verschwenden.

        Die Alder Lake/Raptor Lake und Arrow Lake als Desktop Architekturen arbeiten dagegen "P first", wie beschrieben, und AMD hat halt gar keine Priorisierungsmöglichkeiten jenseits der Windows-Funktionen. Und Windows kennt nur priorisierte Kerne und dann durchzählen.
      • Von Rhino_Cracker Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Nein. Die beiden "guten" Kerne werden priorisiert genutzt. Das kann Windows nativ, seitdem Intel es mal entwickelt und reingedrückt hat (meiner Erinnerung nach für Sandy Bridge E für besonders gute Kerne mit leicht höherem Turbo-Multiplikator). Du startest also eine Single-Core-Anwendung und sie landet auf dem gut taktbaren Kern, fertig. Solange es dabei bleibt, gibt der auch Gas. Erst wenn du weitere Anwendungen (oder eine Multi-Core-Anwendung) startest, werden irgendwann auch die Zen-4c-Kerne zur Hilfe genommen. Die können dann nicht so hoch takten. Aber: Mit drei oder vier aktiven Kernen kann dass die APU sowieso nicht mehr, weil das Power Limit früher greift. Als (mobile-)User hast du also einfach einen Prozessor, dessen Allcore-Takt deutlich unter dem maximalen Boost-Takt liegt. Aber das ist für mobile-CPUs sowieso typisch.

        Das Muster gilt, wenn auch mit viel komplexeren Mechanismen, übrigens auch für Intels P-E-Hybrid-Designs. Auch da priorisieren alle Desktop-Modelle die P-Kerne (Mobile ist z.T. anders!) und lagern erst auf E-Kerne aus, wenn es die P-Kerne zu entlasten gilt oder wenn insgesamt überhaupt nichts zu tun ist. Nur muss man bei so viel mehr Kernen halt auch den Overhead berücksichtigen und das vergessen einige Spiele.
        Können wir da noch etwas ins Detail gehen?

        Ich hatte die Info, Single-Thread-Anwendungen würden auf Little-Cores laufen, aus einem Artikel von Golem über den heterogenen i5-L16G7 (1+4 cores)
        Core i5-L16G7 (Lakefield) im Test: Intels x86-Hybrid-CPU analysiert (damals frei, jetzt als guter Alt-Artikel paywalled, lesbar über archive.org und (besser) über archive.ph)

        Daraus ein paar Absätze:
        Zitat

        Ob der einzelne Sunny Cove oder aber bis zu vier Tremonts rechnen, wird durch eine Mischung aus Hardware und Firmware sowie den Scheduler des Betriebssystems (Windows 10) gelöst. Wir haben überprüft, wie Last auf welchem Kern landet.

        Windows-10-Scheduler macht, was er soll

        Grundsätzlich sieht Intel vor, dass bei interaktiven und responsiven Aufgaben der SNC-Kern rechnet, etwa beim Öffnen einen Programms oder eines Tabs im Web-Browser. Bei leichter Vordergrundlast und bei Hintergrund-Threads springen hingegen die TNT-Kerne ein.

        Der SNC-Kern springt durchgehend beim Starten von Anwendungen, aber regelmäßig auch beim Web-Browsing, bei Video-Konferenzen und bei Office an. Beim interaktiven Bearbeiten von Fotos und Videos läuft er dauerhaft mit über 2,5 GHz - so wie es sein soll. Sobald Raytracing via POV-Ray ansteht, wird er hingegen abgeschaltet und die vier Tremont-Kerne takten konstant mit 1,9 GHz - ebenfalls wie vorgesehen. In der Spitze sahen wir über 2,9 GHz (SNC) respektive über 2,7 GHz (TNT), was unter Berücksichtigung der C-States für die spezifizierten 3 GHz und 2,8 GHz spricht.

        Interessant ist hierbei, dass die Core Rotation Policy von Windows 10 umgesetzt wird: Ein Singlethread-Workload wie Cinebench 1T wird zwischen den vier TNTs herumgereicht, nicht aber auf den SNC verlagert. Das passt zu Intels Aussage, denn Rendering ist keine interaktive Aufgabe. Wollen wir sehen, wie schnell der einzelne Sunny Cove rechnet, müssen wir den Prozess per Affinity-Mask auf den entsprechenden Kern #4 pinnen (#0 bis #3 sind die Tremonts).

        Zwei unterschiedliche Mikroarchitekuren zu verwenden, hat signifikante Vorteile, erfordert allerdings einen entsprechend vorbereiteten Scheduler. Von der Hardware über die Firmware bis hin zum Betriebssystem müssen alle Stellschrauben ineinander greifen, sonst scheitert der Ansatz des heterogenen Designs. Intel und Microsoft ist es gelungen, dass Lakefield im Zusammenspiel mit Windows 10 von Beginn an alle anfallenden Lasten auf die richtigen Kerne verteilt.

        Responsive Workloads wie das Starten von Anwendungen oder das Bearbeiten von Fotos erledigt der einzelne Performance-Kern. Bei längeren Aufgaben wie Raytracing-Rendering hingegen springen die vier sparsamen Atom-Kerne an, da diese bei gleicher Leistungsaufnahme eine absolute höhere Geschwindigkeit aufweisen und während der Berechnung ohnehin keine Interaktivität durch die Person vor dem Notebook gefragt ist.
        Ich hatte daraus für mich festgehalten: "Single-Threading wird bei diesem Prozessor von den Little-Cores erledigt."
        Und daraus abgeleitet: "Das ist vermutlich bei allen heterogenen Prozessoren so."

        Die Annahmen von mir sind dann falsch?
        Weil es nicht bei allen, sondern nur bei Core i5-L16G7 und Core i3-L13G4 so ist?
        Oder weil eine Single-Thread-Anwendung nicht immer wie der Cinebench1T als nicht-responsive Anwendung eingestuft wird und auch auf den beiden i#-L##G#-Prozessoren prinzipiell auf dem Big-Core (SNC, SunnyCove) laufen würden?
      • Von Hagal Software-Overclocker(in)
        Bei Mini PC´s sind die AMD Varianten seit jeher extrem teuer und diese billig Bewinwangbang Kisten würde ich niemals kaufen, alleine der Biossupport etc. gruselig. Ich selbst habe ein Lenovo ThinkCentre M70q Gen 3 11T3005MGE mit HDMi 2.1 als Server und Kodimaschine in einem. Das Ding reicht für diese Aufgaben kostete 297€. Auf so eine APU und modernere Architektur hätte ich Bock, aber ich zahle keine 519€ für ein ThinkCentre M75q Gen 5 mit 8300GE oder 529€ für ein Lenovo ThinkCentre M70q Gen 5 mit Intel 300T (Der 300T scheint einfach nur ein 1zu1 rebrand oder refresh den 7400T zu sein, ich lach mit tod) mit dem gleichen Unterbau intel670 chipset und UHD710 was beides echt ok ist aber halt eben nix neues und dann Preis x2?!

        Ein neuerer 9000 z.b., gerne den Kleinen.
        Der 8300 des M75q scheint mit 4nm wenigstens neueres zu sein, kein Plan wie gut die C Kerne sind von AMD. Schaut mir beides/alles nicht besonders nach Leistungssteigerungen aus Gen 3 zu Gen 5, außer bei den Wucherpreisen.

        Also wird nichts gekauft und gehoffe der alte Mini hält ewig, wenn später die mit 9000G kommen, wo gehen die dann los? Bei 1.599€ mit 8GB RAM wie bei denen von mir genannten? pff... Wahnsinn!
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Nein. Die beiden "guten" Kerne werden priorisiert genutzt. Das kann Windows nativ, seitdem Intel es mal entwickelt und reingedrückt hat (meiner Erinnerung nach für Sandy Bridge E für besonders gute Kerne mit leicht höherem Turbo-Multiplikator). Du startest also eine Single-Core-Anwendung und sie landet auf dem gut taktbaren Kern, fertig. Solange es dabei bleibt, gibt der auch Gas. Erst wenn du weitere Anwendungen (oder eine Multi-Core-Anwendung) startest, werden irgendwann auch die Zen-4c-Kerne zur Hilfe genommen. Die können dann nicht so hoch takten. Aber: Mit drei oder vier aktiven Kernen kann dass die APU sowieso nicht mehr, weil das Power Limit früher greift. Als (mobile-)User hast du also einfach einen Prozessor, dessen Allcore-Takt deutlich unter dem maximalen Boost-Takt liegt. Aber das ist für mobile-CPUs sowieso typisch.

        Das Muster gilt, wenn auch mit viel komplexeren Mechanismen, übrigens auch für Intels P-E-Hybrid-Designs. Auch da priorisieren alle Desktop-Modelle die P-Kerne (Mobile ist z.T. anders!) und lagern erst auf E-Kerne aus, wenn es die P-Kerne zu entlasten gilt oder wenn insgesamt überhaupt nichts zu tun ist. Nur muss man bei so viel mehr Kernen halt auch den Overhead berücksichtigen und das vergessen einige Spiele.
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