AMD-CPUs: Geleakte Roadmap geht bis Ryzen 7000 und zeigt spannende Details

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AMD-CPUs: Geleakte Roadmap geht bis Ryzen 7000  und zeigt spannende Details
Quelle: AMD

Im Netz sind zwei Roadmaps aufgetaucht, die AMDs Zukunftspläne für die Ryzen-CPUs zeigen sollen. Besonders spannend sind dabei die Informationen zu den Raphael-Prozessoren, die als Ryzen 7000 erscheinen sollen.

Im Zuge der aktuellen Hardware-Knappheit mögen Neuvorstellungen wenig relevant erscheinen, doch natürlich arbeiten AMD, Intel und Nvidia stets an neuen Produkten, um sie in Zukunft auf den Markt zu bringen. Wie die Pläne dabei genau aussehen, ist oftmals nicht bekannt: Offizielle Produktankündigungen gibt es meist nur in den Wochen und Monaten direkt vor dem Release. Wer schon vorher spekulieren will, was die Zukunft bringt, muss sich deshalb auf Gerüchte verlassen.

AMD-Roadmap zeigt CPU-Pläne bis Ryzen 7000

Im Netz sind kürzlich aus zwei Quellen Roadmaps zu AMDs zukünftigen Prozessoren aufgetaucht, die angeblich die Pläne für die kommenden Jahre beinhalten. Woher die präsentierten Informationen genau stammen, ist dabei unklar: Wie es oft bei derartigen Gerüchten der Fall ist, fehlt eine verlässliche Ursprungsquelle. Ob die beiden Roadmaps, die vom Reddit-Nutzer dudulab kombiniert wurden, tatsächlich stimmen, ist somit unklar.

Glaubt man der fusionierten Roadmap, so sollen AMDs Ryzen-6000-Prozessoren auf Zen 3+ und eine 6-nm-Fertigung setzen. Im Desktop ändert sich mit den Warhol-CPUs ansonsten wenig: Es bleibt bei PCI-Express 4 und DDR4. Die parallel geplanten Rembrandt-APUs sollen hingegen erstmals ebenso PCI-Express 4 unterstützen und zugleich eine Unterstützung für DDR5 und LPDDR5 mit sich bringen. Zudem sollen die APUs die RDNA2-Architektur einsetzen und damit die Vega-Architektur verabschieden.
Aus Gerüchten von Twitter und dem Chiphell-Forum wurde eine Roadmap zusammengesetzt, die angeblich alle kommenden Ryzen-Prozessoren bis hin zu Raphael und Phoenix zeigen soll. Quelle: Reddit/dudulab Aus Gerüchten von Twitter und dem Chiphell-Forum wurde eine Roadmap zusammengesetzt, die angeblich alle kommenden Ryzen-Prozessoren bis hin zu Raphael und Phoenix zeigen soll. Ganz verschwinden soll Vega aber offenbar nicht, denn im Notebook-Einstiegssegment sollen die Barcelo-APUs diese noch einsetzen. Die Barcelo-APUs sollen dabei technisch den bereits erhältlichen Cezanne-APUs entsprechen. Womöglich wird derselbe Chip dann einfach umbenannt oder mit einem kleinen Update versehen.

Mit Hinblick auf die Ryzen-7000-Prozessoren, die wohl frühestens 2022 erscheinen werden, soll es laut der Roadmap dann noch größere Änderungen geben. Die Notebook-APUs Barcelo und Rembrandt sollen demnach von den Phoenix-APUs abgelöst werden, die die RDNA3-Architektur mit Zen 4, DDR5, PCI-Express 5 und der 5-nm-Fertigung kombinieren sollen.

Auch spannend: AMD Ryzen 7 5750G Pro: Cinebench-Ergebnis der Cezanne-APU aufgetaucht

Besonders auffällig an der kombinierten Roadmap sind hingegen die Raphael-Prozessoren, die angeblich APUs werden sollen. Während die ursprünglich vom Twitter-Nutzer Olrak geleakte Roadmap keine GPU für Raphael vorsieht, ist in der Chiphell-Roadmap von RDNA2 die Rede. Damit würde Raphael, alias Ryzen 7000, nicht nur den Sockel AM5 einführen, sondern gleichzeitig auch integrierte Grafikeinheiten in allen AMD-Produkten etablieren.

Für Desktop-PCs könnte diese Entscheidung durchaus nützlich sein, da OEM-Hersteller dadurch keine dedizierte Grafikkarte mehr verbauen müssten. Andererseits würde AMD dadurch aber auch auf mehrere Probleme stoßen. Einerseits müsste der bisherige Chiplet-Ansatz auf GPUs ausgeweitet werden, und andererseits würden die verbauten Grafikeinheiten damit auch in den Threadripper - und Epyc-Prozessoren landen, die zumindest bislang immer auf demselben Chip basierten.

Produktname Codename Architektur Fertigung RAM PCI-E
Ryzen 5000 Vermeer Zen 3 7 nm DDR4 Gen 4
Ryzen 5000G Cezanne Zen 3 7 nm DDR4 / LPDDR4X Gen 3
Ryzen 6000 Warhol Zen 3+ 6 nm DDR4 Gen 4
Ryzen 6000G Rembrandt Zen 3+ 6 nm DDR5 / LPDDR5 Gen 4
Ryzen 7000 Raphael Zen 4 5 nm DDR5 Gen 5
Ryzen 7000G Phoenix Zen 4 5 nm DDR5 / LPDDR5 Gen 5

Quellen: Twitter / Chiphell via Reddit

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    • Kommentare (55)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Ich warte dann auf "Raphael" in 5nm und mit DDR5.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Ich warte dann auf "Raphael" in 5nm und mit DDR5.
      • Von BuzzKillington Freizeitschrauber(in)
        Finds gut, wenn noch ein Zen3-Refresh kommt. Das Ende von AM4 wird ja immer prophezeit aber ich will nicht wieder meine Plattform wechseln müssen
      • Von plusminus BIOS-Overclocker(in)
        Amd lässt einfach TSCM kleiner fertigen vorausgesetzt es klappt auch mit 6 und 5 nm , das wars im grossen und ganzen dann auch .

        Das wird nicht reichen .....
      • Von tom_111 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von efes
        AMD(TSMC) soll zuerst genug 5000er CPUs produzieren.
        Zum Glück geht es nicht nach dir, sonst würde sie pleite gehen.
        Die nächsten Generationen müssen jetzt schon entwickelt werden.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Broow
        Mir wäre ein Datum zum Warhol Release viel lieber
        Mir wären die Quellen für die hier verbreitete Aussage, was Warhol eigentlich ist, deutlich lieber. Leaks gab es dazu bislang nämlich arg wenig (und die, die es gab, spracehn teilweise eine andere Sprache – 7 nm, Zen-3-ohne-plus, keine Angabe zur Plattform), was Anlass zu sehr viel Spekulationen, Interpretationen und Wunschvorstellungen lieferte. Eine Auswahl letzterer zusammenfassen und "Roadmap" drüberschreiben kann ich auch selber. Interessant wäre, warum hier auf einmal überarbeitete CPU-Kerne und unveränderte Plattform als gesichert dargestllt werden.

        Zitat von simosh
        Das mit Warhol nochmal was für AM4 kommt ist mir neu. Was an Zen3+ dann das + wäre, wäre interessant.
        Word!

        Zitat von Hackfleischhirn
        Ich bin mir da jetzt nicht sicher, aber die Transistoren sind doch bestimmt wie bei aktuellem Flashspeicher auch zigfach gestapelt. Könnte man die Layerzahl nicht einfach verringern bei gleichen Core/Chiplet und Cache/Chiplet Zahlen?
        Transistoren lassen sich nicht stapeln, sondern müssen direkt in unterster Lage im Silizium aufgebaut werden. Auch bei Flash werden nur die Speicherzellen gestapelt, während sämtliche Transistoren darunter liegen. Wäre das nicht so, gäbe es vermutlich schon gar keine Flash-Chips mehr, sondern man könnte dauerhaften Speicher einfach überall anders als zusätzliche Lage draufpacken.

        Allerdings halte ich die hiesigen Aussagen zu einer Mindest-Chip-Größe für überzogen. Zum einen trägt das Silizium nur einen kleinen Teil zur Wärmeverteilung bei, das ergibt sich schon rein rechnerisch aus der sehr geringen Chip-Querschnittsfläche (Dicke: <1 mm) im Vergleich zum Heatspreader (2-3 mm), der über die vergleichsweise große Chip-Oberfläche auch gut Wärme aufnehmen kann. Dank des Chiplet-Designs hat AMD auch nicht das Problem monolithischer Prozessoren, deren Abwärme bei Schrumpfung unter einem immer kleineren Teil des Heatspreaders konzentriert wird. In der Handhabung sind kleinere Chips ebenfalls kein Problem, wie HBM1 bewiesen hat. Wenn AMD sich also für Kerne pro CCD entscheidet, dann aus Kostengründen – weniger Handling, weniger Verschnitt. Aber: Auch weniger Flexibilität und mehr verschwendete Fläche, wenn man kernarme Prozessoren anbieten möchte. Aktuell liegt der Sweet Spot des Marktes immer noch bei 6- und 8-Achtkernern, während 16-Kerner oder gar darüber eine extreme Nische sind. Ein 12-Kern-CCD im Desktop würde sich für AMD aktuell nur lohnen, wenn alles bis einschließlich 8 Kerne auf APUs umstellt wird. Das wiederum lohnt sich mit den heutigen IGP-Größen nicht und wie genau die Änderungen dieser Verteilung mir Raphael aussehen werden, müssen wir abwarten.
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