AMD Ryzen 5000G: Cezanne startet endlich, aber nicht für den Komponentenmarkt
Die Ryzen 5000G von AMD mit dem Codenamen Cezanne starten endlich, bringen Zen-3-Technik und Vega 11 in den APU-Markt, werden aber zunächst nicht auf dem Markt für Einzelkomponenten angeboten.
Man musste etwas Geduld haben, aber nun sind die Cezanne-Prozessoren von AMD offiziell verfügbar. Ohne große Aufmerksamkeit ging der Marktstart des Ryzen 3 5300G, des Ryzen 5 5600G und des Ryzen 7 5700G über die Bühne. Auch offiziell starten die APUs aber (erst einmal) nicht in den Markt für Einzelkomponenten, sondern sind Systembauern vorbehalten. Die Entscheidung ist wohl diskussionswürdig. Einerseits sind die drei Modelle (6 mit Energiesparmodellen GE) für AMD recht wichtig, um den Markt für Bürorechner zu bedienen, andererseits hätte es wohl kaum nennenswert geschadet, ein paar Einheiten auf den Consumer-Markt zu lotsen - was in der Wahrnehmung geholfen hätte. So muss man sich die APUs nun über Umwege beschaffen.
Technisch gibt es zu den drei Prozessoren wenig zu sagen: Cezanne bringt die bereits besprochene Zen-3-Technik in dieses Segment, sowie eine Vega-11-GPU. Die drei Modelle sind sauber gestaffelt nach 4, 6 und 8 Kerne samt SMT, liegen allesamt zwischen 3,8 und 4,6 GHz CPU-Takt und führen 6, 7 und 8 Ausführungseinheiten mit 1,7 bis 2,0 GHz GPU-Takt ins Feld. Das verpackt AMD in 45 bis 65 Watt TDP. Außerdem gibts drei GE-Modelle, die auf 35 Watt gestaucht sind. Die Chips sind monolithisch und haben nicht wie Vermeer einen I/O-Die. Im Zuge dessen wird der L3-Cache verkleinert.
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AMDs offiziellen Angaben zur Leistungssteigerung schwanken je nach Anwendung und sind wie bei allen Anbietern üblich handverlesen. Generell ist die Aussage, dass man ein Drittel Mehrleistung zur Vorgeneration erwarten kann; bei der Compute-Performance zieht man einen Wert von 80 gegen Comet Lake S Prozent aus dem Hut, der potenziell stimmen mag, aber natürlich herausgepickt ist. Generell hat AMD nur Vergleichswerte zur 10. Core-Generation, die noch auf ältere Technik setzt. Mit der 11. Generation hatte Intel einen Sprung gemacht, insbesondere bei der GPU.
Die Verfügbarkeit der Cezanne-Prozessoren könnte derweil noch ein Thema werden. Da AMD seine Computing-Produkte bei TSMC fertigen lässt, ist man da durch das Kontingent eingeschränkt und muss Produkte hin- und herschieben. Immerhin verspricht man, dass die Ryzen 5000G noch im Laufe des Jahres auch auf den Markt für Einzelkomponenten kommen. Preise und Verfügbarkeit gibt es entsprechend nicht. In den kommenden Wochen sickern vermutlich aber zumindest die OEM-Preise durch.
Quelle: AMD

Es wäre halt zumindest wenn amn nicht viel Leistung braucht eine möglichkeit ein System zu bestücken.
Renoit kommt ja sicher nicht mehr für AM4-Retail und Cezanne wohl erst gegen Jahresende, wenn überhaupt:\
Picasso wird wohl auch nicht mehr gefertigt?
Ich hoffe dass es zumindest wieder so Bundles zu kaufen gibt.
Generell finde ich es aber absoluten Schwachsinn von AMD, diese APU´s nur für OEM´s anzubieten - das Kaufinteresse wäre aus meiner Sicht vorhanden.
Man könnte meinen das CPUs mit iGPU eine absolute Seltenheit sind
Picasso wird wohl auch nicht mehr gefertigt?