Mögliche Xbox 720-Chip AMD Jaguar: Informationen zur Größe und den Stromsparmodi

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Auf der ISSCC 2013 erläuterte AMD weitere Details zur Jaguar-Architektur, welche den CPU-Teil in den Kabini- und Temash-SoCs bilden wird. So bringt es ein Modul samt vier Kernen und L2-Cache auf 26,2 Quadratmillimeter. Gerüchteweise soll die kommende Xbox ("Xbox 720") auf Jaguar-Kerne setzen.

AMD Jaguar auf der ISSCC 2013 (3) Quelle: AMD AMD Jaguar auf der ISSCC 2013 (3) AMD Jaguar auf der ISSCC 2013 (6) Quelle: AMD AMD Jaguar auf der ISSCC 2013 (6) Auf der aktuell in San Francisco stattfindenden International Solid-State Circuits Conference (ISSCC) sprach AMD über die kommende Jaguar-Architektur und ergänzte den bisherigen Informationsstand durch neue Details. Die Jaguar-Technik ist der Nachfolger der Bobcat-Architektur (C- sowie E-Serie) und wird in den beiden SoCs (System on a Chip) Kabini sowie Temash eingesetzt, beide sollen Ende des ersten Halbjahres 2013 erscheinen.

Ein einzelner Jaguar-Kern bringt es dank der 28-nm-Fertigung laut AMD auf nur 3,1 Quadratmillimeter und ist damit deutlich kleiner als ein Bobcat-Rechenherz mit 4,9 Quadratmillimetern (40 nm). Wie bei Bulldozer- oder Piledriver-basierten CPUs sowie APUs spricht AMD auch bei mehreren Jaguar-Kernen samt Caches von einer Compute Unit (CU). Ein solches mit vier Recheneinheiten samt zwei MiByte shared L2-Cache und dem L2-Interface bringt es auf 26,2 Quadratmillimeter. Im Vergleich zu Bobcat-basierten Chips bietet eine Jaguar-CU nicht nur die doppelte Kernanzahl gegenüber Bobcat, sondern auch eine 128-Bit-Gleitkomma-Einheit, breitere Register und mehr Befehlssatz-Erweiterungen (u.a. AES, SSE 4.2 und AVX).

Gegenüber Bobcat, der mit bis zu 1,75 GHz taktet (E2-2000), sollen es bei Jaguar dank 28 nm mehr als 1,85 GHz werden - allerdings bei einer erwarteten durchschnittlichen Erhöhung der IPC (Leistung pro Takt) von 15 Prozent oder mehr. Zuletzt sprach AMD noch von zehn Prozent mehr Takt, was knapp zwei GHz entsprechen würde. Da Kabini sowie Temash in erster Linie für Ultrathin-Notebooks sowie Tablets gedacht sind (TDP von 5 bis 25 Watt) hat AMD das bekannte Power Gating (C6 und Core-C6) implementiert, zudem wurden die Umschaltzeiten zwischen den Stromsparmodi drastisch reduziert.

Im Falle von Kabini sowie Temash kombiniert AMD die Jaguar-Kerne mit einer GCN-Grafikeinheit, aber auch andere SoC-Varianten seien möglich ... beispielsweise der Chip der kommenden Xbox (720), welcher zwei Jaguar-CUs (acht Kerne) nutzen soll.

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