AMD EntrySign: Forscher entdecken neuen CPU-Exploit

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AMD EntrySign: Forscher entdecken neuen CPU-Exploit
Quelle: AMD

Google-Forscher haben einen neuen Exploit bei AMDs Zen-Prozessoren entdeckt. Die Sicherheitslücke "EntrySign" erlaubt es, Mikrocodes an die CPU zu senden.

Google-Forscher, die mit AMD zusammenarbeiten, sind kürzlich auf eine schwere Sicherheitslücke bei einigen CPUs des Unternehmens gestoßen. "EntrySign" soll alle AMD Zen-Prozessoren bis Zen 4 betreffen. Das Sicherheitsteam hat eine vollständige Anleitung zu dem Exploit veröffentlicht und gibt an, dass damit jeder seine AMD-CPUs effektiv "jailbreaken" kann.

Schwachstelle setzt auf Mikrocode

Wie das Sicherheitsteam von Google schreibt, sei es durch die Schwachstelle für Angreifer mit lokalen Administratorrechten möglich, eigene Mikrocode-Updates auf betroffene CPUs zu installieren. Dadurch kann die Funktionsweise des Prozessors geändert werden und Aggressoren erhalten Zugriff auf verschiedene Prozesse.

Mikrocode-Updates werden anhand einer Reihe von Zeichenfolgen und Schlüsseln überprüft. Dazu werden diese von AMD signiert und anhand eines in der CPU selbst fest codierten öffentlichen Schlüssels bestätigt. Der nun gefundene "EntrySign"-Exploit funktioniert, weil AMD AES-CMAC als kryptografische Hash-Funktion verwendet. CMAC wurde jedoch eigentlich als Nachrichtenauthentifizierungscode konzipiert.

Das Team von Google hat nun ein Open-Source-Toolkit veröffentlicht. Betroffene Nutzer können damit ihre Zen-1- bis Zen-4-CPUs selbst jailbreaken und ihre Erkenntnisse und Anwendungsfälle mit den Forschern teilen. Die Mikrocode-Updates bleiben nach einem Neustart nicht bestehen, so dass diese Experimente weitgehend harmlos bleiben sollten.

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Quelle: TechPowerUp, Tom's Hardware

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    • Kommentare (12)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von latiose88 BIOS-Overclocker(in)
        Ja das sind eher Kriminelle die an Geld durch Daten und so weiter machen wollen interessiert.DIe kleinen User wie die Privatuser sind nicht ganz so interessant.Da gibt es weniger zu holen für die Kriminellen.Hart es es also für die großen.Da steigt das interesse für die Kriminellen.Die werden also lieber solch Angreifen.Interesse an Videos oder was wir so machen,ist langweilig.
        Wobei auch nicht zu 100% sicher sein kann.Lücke hat ja hoffentlich AMD geschlossen.
      • Von latiose88 BIOS-Overclocker(in)
        Ja das sind eher Kriminelle die an Geld durch Daten und so weiter machen wollen interessiert.DIe kleinen User wie die Privatuser sind nicht ganz so interessant.Da gibt es weniger zu holen für die Kriminellen.Hart es es also für die großen.Da steigt das interesse für die Kriminellen.Die werden also lieber solch Angreifen.Interesse an Videos oder was wir so machen,ist langweilig.
        Wobei auch nicht zu 100% sicher sein kann.Lücke hat ja hoffentlich AMD geschlossen.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Homerclon
        Ist bei vielen allerdings einfacher als es sein sollte, und das nur deshalb weil die Leute nicht hinterfragen wenn Windows eine Bestätigung haben will, weil irgendwas Adminrechte anfordert.
        Wie von [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] angemerkt: Bei Zielpersonen, die einem so einfach Adminrechte gewähren, braucht man die Lücke nicht. Aber für (AMD-)Cloud-Umgebungen könnte sie die bislang schwerste überhaupt sein. Ich sehe keine Dokumentation, wie die Interaktion zwischen x86-Microcode und der Ansteuerung von TPM sowie anderen integrierten Security-Funktionen läuft. Aber wenn AMD keinen Weg findet, auf diese Zuzugreifen und eine AGESA-Prüfung durchzuführen, ohne x86 zu nutzen (und das stelle ich mir auf einer x86-CPU wirklich schwer vor), dann haben sich soeben vier komplette Epyc-Generationen aus dem Markt für gesicherte Cloud-Umgebungen verabschiedet.

        Für den gesamten Finanzsektor, ggf. auch für Versicherungen und sicherlich bei sämtlichen Entwicklungsabteilungen mit Sorge um Industriespionage sind die Administratoren angemieteter Cloud-Software potenzielle Angreifer. Die brauchen abgesicherte Ausführungsumgebungen, um auf angemieteter Hardware zu arbeiten. Schon die bisherigen Sicherheitslücken ab Spectre waren in der Hinsicht brisant, weil sie die externe Ausnutzung von Schwachstellen innerhalb dieser Ausführungsumgebungen erlaubten. Aber nur punktuell, in geringem Umfang und unter Ausnutzung von Schwachstellen in der Ziel-Software, die es erst geben musste und die man dann auch noch finden musste – von außen. Aber mit dieser Lücke hier könnte ein Server-Betreiber schlichtweg die Existenz einer sicheren Umgebung vortäuschen (inklusive eines vermeintlichen gepatchten AGESAs?.), während er weiterhin alles im Klartext protokolliert oder gar in Echtzeit manipuliert.
      • Von G4mest3r BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Captayne
        Warum veröffentlichen diese Chaoten jedesmal, wie man etwas hackt, anstatt mit den Herstellern im Stillen die Lücken zu schließen??
        Stellt Euch vor ich weiss, wie man Nachbars Tür knackt und poste es öffentlich.
        Wie bekloppt soll es eigentlich noch werden?
        Als wenn wir nicht schon genug Ärger mit Viren und Ramsomware hätten.
        Warum schmähst Du jemand anderes einfach negativ als Chaot, davon ausgehend, dass er sich "selbstverständlich" nicht korrekt verhalten hätte?
        Gehst wie selbstverständlich davon aus, dass er nicht mit den Herstellern kommuniziert haben sollte und einfach, ohne Rücksicht auf die Konsequenzen, Schwachstellen in die Welt hinausposaunen würden?

        Keine Ahnung über die Hintergründe, Sachverhalte und Hergang, aber schön eine auf Basis falscher Vorstellungen vorurteilbehaftete Meinung in die Welt hinausposaunen und jemand anderes fehlerhaften Verhaltens bezichtigen - da sieht man, wie bekloppt es schon geworden ist.

        Stellt Euch vor, mich interessiert, wie eine verbreitete Tür eines Herstellers funktioniert und welche Sicherheitsmechanismen und etwaigen Schwachstellen diese haben könnte - womöglich allein schon deshalb, weil ich selber auch diese Tür oft einsetze.
        Ich kaufe mir so eine Tür und untersuche sie, teste sie, nehme sie auseinander, etc.
        Dabei erlange ich einige Erkenntnisse, die evtl. auch für andere Kunden und hoffentlich auch für den Hersteller dieser Tür interessant sein könnten.
        Ich trete mit dem Hersteller der Tür in Kontakt und informiere ihn über meine Entdeckungen. Darauf findet ein regelmäßiger Austausch und Kommunikation über die Erkenntnisse, Testreihen und mögliche Gegenmaßnahmen statt, so ich solche auch schon dazu hätte.
        Man einigt sich über ein Vorgehen und eine Veröffentlichung der Befunde nach einer gewissen Zeit.
        Die interessierten Käufer (darunter evtl. auch mein Nachbar) können sich nun informieren und adäquat für sich potentiellen Handlungsbedarf abwägen.

        ... und dann kommt jemand von der Seite, der den ganzen Vorgang nicht mitbekommen hat und bezichtigt mich eines Fehlverhaltens und dass ich doch meinen armen Nachbarn jetzt in eine doofe Situation gebracht hätte, beschimpft mich als Chaoten und wirft mir Dinge vor, die ich so gar nicht gemacht habe. Wir hätten doch schon genügend Ärger mit Einbrechern.

        Erst informieren, dann nachdenken, dann entscheiden.
      • Von Gast1754557804
        Zitat von Captayne
        Warum veröffentlichen diese Chaoten jedesmal, wie man etwas hackt, anstatt mit den Herstellern im Stillen die Lücken zu schließen??
        Weil Hersteller, wenn es im Stillen kommuniziert wurde, oft untätig blieben. Wenn es öffentlich gemacht wird, baut das Druck auf und die Hersteller reagieren.
      • Von TausendWatt
        Benötigt wird ein lokales Adminkonto, d.h. Warum sollte ich dann noch die CPU "jailbraken" wenn ich mir schon Zugriff verschaffen konnte und mit lokalen Adminrechten unterwegs bin. Iwie eine Schwachstelle die man recht weit unten ansiedeln kann, wenn es um die Gefahreneinschätzung, die davon ausgeht, geht... Da sollte man mehr Zeit in die Sicherheit des eigenen Netzes investieren.
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