AMD Deccan: Brazos-Nachfolger angeblich ersatzlos gestrichen
AMD hat mit seiner Brazos-Plattform einen potenten Konter auf Intels Atom-Riege im Programm. 2012 wollte AMD eigentlich eine neue Plattform namens Deccan auf den Markt bringen. Angeblich hat AMD die Entwicklung eingestellt, weil Probleme mit der 28-nm-Fertigung das Produkt zu nah an dessen Nachfolger positionieren.
AMD mag auf dem Desktop-Markt zurzeit nicht viel gegen den Konkurrenten Intel reißen, doch im mobilen Sektor sieht das anders aus. Die E-Serie in Form der Brazos-Plattform kann sich gut gegen Intels Atom-Reihe behaupten. In Kürze wird ein aufgebohrter Nachfolger erscheinen, der als Brazos 2.0 in erster Linie nur ein Taktupdate darstellt. Der echte Nachfolger soll dagegen mehr CPU-Kerne und eine deutlich schnellere Grafikeinheit liefern. AMD hatte angedacht, die sogenannte Deccan-Plattform respektive deren APUs im 28-nm-Format fertigen zu lassen. In letzter Zeit ist es aber recht still um diese geworden. Schenkt man Semiaccurate Glauben, hat das einen einfachen Grund: Die Plattform wurde ersatzlos gestrichen.
Der Anlass für den Verzicht ist unklar. Semiaccurate vermutet allerdings, dass Probleme bei der 28-nm-Fertigung die Chips verzögern. Dadurch würden die Chips erst einige Monate später erscheinen – und auch die Lebensspanne mindern. Denn schon Anfang 2013 steht mit Kerala wieder eine neue APU-Plattform vor der Tür. Mit einer Lebensspanne von nur sechs Monaten würde sich wohl kein OEM-Anbieter auf Deccan einlassen. Mit dem Verzicht auf die Chips müsste AMD allerdings auch bis 2013 mit Brazos 2.0 auskommen und käme damit eventuell wieder ins Hintertreffen.
Quelle: Semi Accurate

Das ist nach wie vor aktuell der Nachfolger von Bobcat 2.0, nur eben sinnigerweise mit 2 Kernen anstatt mit 4.
Macht ja auch weniger Sinn für den Low Budget Markt irgendwie auf multithreading zu setzen.
Niemand kauft ein Netbook wegen der Leistung. Sollten die kommenden Dualcore-Atoms "ausreichend" schnell sein (und damit ist zu rechnen), könnten Preis und Verbrauch zum wichtigeren Faktor werden. Bei ersteren bekommt AMD zumindest Probleme mit der Gewinnspanne (denn ein Atom ist halt einfacher und auch wenn Intel massig Kohle damit scheffelt, bleiben die Endpreise recht niedrig), für letztere wären 28 nm sehr wichtig gewesen. Denn (ggf. mehr-als-)doppelte Verbrauch (bei doppelter Leistung) von Brazos bedeutet doppelte Akkukapazität, was bei einem sehr kompakten (=Display frisst auch nicht soviel), ultramobilen (= leicht und trotzdem ausdauernd) Gerät schnell weit mehr als eine Verdoppelung der Akkukosten bedeutet, weil man extrem gute Technik braucht. Dazu preist Intel Cedarview als passiv kühlbar an - das bringt nicht nur weniger Aufwand mit sich, das erspart vor allem potentiell rund 5-10 mm Gehäusedicke. Und das ist verdammt viel in dem Segment und nur sehr schwer wieder rauszuholen. Im Tabletmarkt hat AMD gleich gar keine Chance.
Die kommende 2.0 Generation wird Intel in Schach halten, zumal Intel es weder geschafft hat DX11 zu
implementieren, noch die Leistung nennenswert zu steigern. Ich denke, dass AMD mit dem Update 2.0
Intel ohne Probleme die Stirn bieten kann. Eventuell kann Intel im Bereich Verbrauch punkten, aber AMD
wird sicherlich die Beine hochlegen
Basieren die Brazos nicht auch auf der Athlon/Llano Architektur?
Das würde die Mehrleistung der CPU-Seite erklären?!
Wie ich schonmal gesagt habe, im Bereich der APUs, auch bei den kleinen Varianten, sehe ich riesen
Potenzial für AMD und auch deren Zukunft.
MfG
Eben, und da Intels nächste Atoms auch nix reissen werden, kann AMD sich die Ressourcen sparen, hier noch eine Zwischengeneration einzuschieben. Mangelnde Konkurrenz hemmt den Fortschritt - vom High-End bis hinunter zum Mobile, nur eben mit anderen Vorzeichen.