AMD Bulldozer: Fast so schnell wie Intels Gulftown alias Core i7-980X?
Geht es nach der Gerüchteküche Fudzilla, so erreicht ein unbekanntes Bulldozer-Modell fast die Leistung eines Gulftown alias Core i7-980X. Über Details schweigt man sich aber aus.
Er soll AMDs neuer "Hammer" (Athlon 64) werden und die Intel-Konkurrenz - bildlich gesprochen - platt walzen: Der Bulldozer mit seinem innovativen Modulaufbau wird für das erste Halbjahr 2011 erwartet und erscheint mit bis zu acht Integer-Kernen als "Zambezi" im Desktop-Markt.
Nun gibt es erste, wenn auch sehr vage Aussagen zur Leistung: So soll der Bulldozer nahe an die Performance eines Gulftown-Prozessors herankommen, sprich vermutlich an die Sechskern-CPUs Core i7-980X (3,33 GHz) respektive i7-970 (3,20 GHz). Um welchen Bulldozer es sich hierbei aber handelt, bleibt unklar. Bei gleichem Takt und gleicher Kernzahl ist ein Quadcore-Sandy-Bridge derzeit rund 50 Prozent schneller als ein Phenom II X4 - in Anwendungen ähnlich schnell wie ein Phenom II X6. In Spielen aber sind Sandy Bridge und Gulftown uneinholbar.
Sollte der Bulldozer mit vier Modulen sowie acht Kernen ("Zambezi") bei unbekanntem Takt an den Gulftown heran reichen, hätte AMD den größeren und trotz mehr Kernen langsameren Chip. Reichen drei Module und sechs Kerne, ist es aufgrund der Die-Fläche (Gulftown kommt auf 248 mm² und Bulldozer laut Chip-Architect vermutlich auf 320 mm²) bereits ein erfreuliches Ergebnis; AMD wäre in Sachen Performance wieder gleichauf. Schafft jedoch ein Dual-Modul-Bulldozer mit nur vier Kernen den Anschluss an den Gulftown, wäre dies schlicht überragend - da AMD hier vermutlich auf eine eigene Maske setzen wird und die CPU grob eine halbierte Die-Fläche besitzt. Letzteres ist aber sehr unwahrscheinlich, da AMD hier pro-Takt einen Sprung von annähernd 100 Prozent vollführen oder Bulldozer extrem hoch takten müsste.
Da allerdings weder Takt noch Modulanzahl noch der verwendete Benchmark bekannt sind, ist die Performance-Angabe kaum etwas wert. Sie sagt aber eines aus: AMD ist auf dem richtigen Weg, schließlich ist ein Gulftown gerade in Multithreading-Anwendungen eine Hausmarke.
Quelle: Fudzilla
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Hintergrund Bulldozer:
Der im 32-nm-Prozess gefertigte Bulldozer setzt auf sogenannte Module. Ein solches beinhaltet zwei (Integer-)Kerne, diese teilen sich unter anderem den 2 MiByte großen L2-Cache. Alle Module, bis zu vier beim Orochi, greifen auf 4 bis 8 MiByte L3-Cache zu - je nach Ausbaustufe werden die Versionen von AMD mit einer TDP mit 95 bis 125 Watt eingestuft. Ein Modul erreicht laut AMD 80 Prozent der Leistung eines (fiktiven) Bulldozer-Dualcores. Auf dem Financial Analyst Day gab AMD bekannt, dass Bulldozer selbst bei Auslastung aller Kerne per Turbocore 500 MHz hochtaktet. Zum Vergleich: Ein Phenom II X6 1090T legt nur bei drei von sechs Kernen die gleiche Frequenz oben auf, ein Core i7-870 bei Auslastung aller Kerne mit 233 MHz nicht mal die Hälfte. AMDs John Fruehe sagte zudem, mit weniger Kernen könne es gar mehr sein. Offenbar ist auch ein Taktplus bei stillgelegter FPU möglich, da hierdurch das TDP-Budget für die Interger-Kerne wächst.
Die ISSCC 2011 verriet zudem, dass zwei Bulldozer-Kerne 213 Millionen Transistoren fassen, das Design ist für 0,8 bis 1,3 Volt ausgelegt. AMD spricht davon, dass ein 8-kerniger Bulldozer weniger Die-Fläche verbraucht als ein Thuban (346 mm²), Hans de Vries von Chip-Architekt schätzt derzeit 320 mm². Das Bulldozer-Design soll 3,5 GHz und mehr erreichen, inklusive Turbocore. Der Cache bzw. die CPU-Northbridge des Bulldozer läuft mit 1,1 Volt und erreicht mehr als 2,4 GHz - ein Phenom II kommt auf nur 2,0 GHz.. All diese Informationen sprechen zusammen mit der neuen, teils sehr mächtigen FPU für eine massiv gesteigerte Pro-Takt-Leistung gegenüber dem Phenom II. Der Bulldozer mit seinem innovativen Modul-Aufbau wird für das erste Halbjahr 2011 erwartet.

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Bei Intel kommt Sockel um Sockel heißt immer wieder neues Board, bei AMD kann man aufrüsten ohne jedes mal groß Geld ausgegeben zu müssen. Hinzu kommt das AMD weniger Treiberprobleme hat als Intel.
Ich bleibe bei AMD meine Rechner sind vielleicht nicht die schnellsten aber dafür habe ich mit diesen kaum Probleme - laufen sehr konstant!
Auch wenn der Bulldozer nur 35% mehr Leistung als der 2600 haben sollte und dieser bis 300€ kostet, würde ich Ihn mir kaufen.
Irgend wie ist mir AMD sympatischer - woher das wohl kommt ?
Das erste Zitat sieht in meinen Augen aber nach Übermut aus.....
kann jemand (mit Ahnung) vielleicht eine art Aufstellung mit Features von Bulldozer machen in denen drin steht, in welchem Bereich diese dann Leistung bringen?
Quasi Was ist Wofür?
Dann könnte man vielleicht einfacher sehen, ob viele Features dabei sind die Spieleperformance bringen oder halt nicht.
AVX: Programme, die es beherrschen (Spiele meist mit 2 Jahren Verzögerung, siehe diverse SSE)
Großer 2nd lvl cache: Programme, deren Kerncode für bisherige 2nd lvl zu groß war, in die neuen aber noch vollständig reinpasst (stark schwankend. Die P4 z.B. konnten mir ihren relativ großen Caches ihre meisten Schwächen in Q3-basierten Spielen wettmachen - aber in keinem anderen)
CMT: Gegenüber einem echten Octacore ist es billiger. Gegenüber einem Quadcore bringt es Vorteile in Anwendungen, die mehr als 4 x86-Kerne nutzen können und sonst weder SIMD noch Cache noch RAM noch vom Decoder noch... limitiert wären. (Tests abwarten)
SIMD Einheit "pro Modul": Gegenüber einem Quadcore siehe CMT, gegenüber einem Octacore gesteigerte Leistung in Anwendungen, die <8 Kerne nutzen können und SIMD-limitiert sind. (Tests abwarten. SSE/AVX Optimierung und Anteil dürften stark schwanken)
SIMD Einheit beherrscht fMAD: Anwendungen, deren SEE/AVX Code oft eine Multiplikation und eine Addition vor dem nächsten Schritt benötigt (Tests abwarten. Generell ist mir die absolute Leistung der SIMD Einheit im Vergleich zu konventionellen Quad- oder Octacores unklar. Kann nicht Abschätzen, ob die Vorteile einen Vorsprung in bestimmten Situationen bei gleichen Kosten oder einen Nachteil nur in den anderen Situationen bei geringeren Kosten bringen)
Sonst fällt mir gerade nichts besonderes ein, es bleiben aber eine Reihe Vor/Nachteile aus dem Vergleich SB vs. K10 erhalten.
Klar muss dabei aber sein: der Bulldozer ist einfach anders...
1) Man darf CMT nicht mit SMT gleichsetzen
2) Man darf einen Bulldozerkern nicht direkt mit einem "klassischen" Intel oder AMD K10 Kern vergleichen
3) Man darf auch ein Bulldozermodul nicht direkt mit einem "klassischen" Intel oder AMD K10 Kern vergleichen
-> Am Ende zählen nur Benchmarks
-> Eine Objektive Vergleichsmöglichkeit der IPC/Kern fällt damit weg
Macht Intel aber nicht, wohl wissend, dass sie Probleme bekommen, wenn AMD ganz weg vom Fenster ist.
Ich denke, das hat andere Gründe wirtschaftlicher Natur; klar ist jedenfalls: je mehr AMD bringt desto mehr bringt auch Intel, daher sind schnelle AMD CPUs auch für den hinterletzten Intel FB wünschenswert