Speicherkrise: AMD bringt wohl Ryzen-CPUs für AM4 zurück
AMD hat im Rahmen der CES 2026 offiziell bestätigt, dass das Unternehmen daran arbeitet, die altehrwürdige AM4-Plattform wiederzubeleben um Spielern auch während der Speicherkrise günstige CPU-Upgrades anbieten zu können.
Wie AMD in Person von David McAfee, Vice President und General Manager für die Ryzen-CPUs and Radeon-GPUs, im Rahmen der CES 2026 jetzt gegenüber der Website Tom's Hardware zu Protokoll gegeben hat, prüft das Unternehmen "definitiv alles", um die AM4-Plattform wiederzubeleben und Spielern auch während der aktuellen Speicherkrise günstige CPU-Upgrades anbieten zu können. Über welche CPUs nachgedacht wird, sagte AMDs General Manager dabei jedoch nicht. Eine Wiederbelebung des Ryzen 7 5800X3D oder 5700X3D wäre ideal.
Wir prüfen definitiv alles, was wir tun können, um noch mehr Angebot bereitzustellen und sozusagen Produkte wieder in das [AM4]-Ökosystem einzuführen, um die Nachfrage von Gamern zu bedienen, die vielleicht ein deutliches Upgrade auf ihrer AM4-Plattform möchten, ohne ihr gesamtes System neu aufbauen zu müssen.
— David McAfee, VP & GM, AMD
Dass dieser Prozess inzwischen über ein reines Gedankenspiel hinausgeht, betonte David McAfee auf Nachfrage von Tom's Hardware noch einmal explizit.
Das ist definitiv etwas, woran [AMD] sehr aktiv arbeitet.
— David McAfee, VP & GM, AMD
David McAfee sagt, dass mehr Ware ("more supply"), also mehr CPUs, ein möglicher Ansatz für mehr Angebot wäre. Bereits eingestellte CPUs, wie beispielsweise den Ryzen 7 5800X3D/5700X3D, wiederzubeleben ("reintroducing products back") hingegen wäre ein anderer. Welchen Weg AMD geht, ist bisher noch offen.
Spieler wollen ihre AM4-Plattform upgraden
AMD habe "das Verlangen von Spielern nach dem signifikanten Upgrade auf ihrer AM4-Plattform" erkannt, während die Telemetriedaten der AMD Software: Adrenalin Edition darauf hinweisen, dass viele Spieler noch mit Ryzen 2000 oder Ryzen 3000 unterwegs sind. Hier böte sich ein Upgrade auf Ryzen 5000 förmlich an.
Während die Preise für DDR5-Speicherkits im Zuge der historischen Speicherkrise immer weiter steigen, sehen viele Spieler und Beobachter die alte AM4-Plattform und insbesondere den AMD Ryzen 7 5800X3D in Kombination mit dem aktuell noch immer vergleichsweise günstigen DDR4-Arbeitsspeicher als eine mögliche Lösung. Denn wenngleich der neuere Ryzen 7 7800X3D ab 320 Euro in der Tray-Version gehandelt wird, machen die DDR5-Preise die AM5-Plattform unattraktiv.
PCGH-X-Community will den Ryzen 7 5800X3D zurück
"Hey AMD, wir Spieler wollen den Ryzen 7 5800X3D zurückhaben!", sagen deshalb auch rund 70 Prozent der aktuell mehr als 400 Spieler aus der aktiven Community des PCGH-X-Forums, welche sich an der aktuellen Umfrage zu diesem spannenden Thema beteiligt haben. Viele, welche noch keine X3D-CPU besitzen, sehen in der Gaming-CPU eine günstige Möglichkeit ihre alte AM4-Plattform letztmalig aufzurüsten, während andere einen 5800X3D oder 5700X3D mit DDR4 insbesondere in der aktuellen Speicherkrise als vergleichsweise günstige Einstiegslösung ansehen.