EVGA auf der CES: GTX 980 Ti VR, Monster-Gehäuse, OC-Tastatur, erstes Gaming-Notebook und mehr
EVGA ist auf der CES 2016 mit fünf neuen Produktgruppen vertreten. Die spannendste dürfte das SC17 sein, mit der EVGA in den Notebook-Markt eintreten wird. Darüber hinaus winken eine Geforce GTX 980 Ti VR mit einem beiliegenden Front-Panel, neue modulare Wasserkühlungssysteme, ein Monstergehäuse sowie eine erste Soundkarte.
Wo andere Hersteller auf Updates bestehender Systeme setzen, startet EVGA gleich eine Handvoll komplett neuer Produkte. Auf der CES in Las Vegas konnten wir sie näher unter die Lupe nehmen.
Vielleicht das größte Gehäuse der Welt
Großer Blickfänger in EVGAs Suite in Las Vegas war ein neues Monstergehäuse namens Gaming Case, das nicht wie bisher längs, sondern quer auf oder besser unter den Tisch gestellt wird. Das mächtige Geschoss ist komplett auf gute Belüftung der Innereien getrimmt - auch, wenn die vier Grafikkarten und die CPU im konkreten Fall eigentlich keine so wilden Luftzüge bräuchten. Denn bei ihnen kommt eine Wasserkühlung zum Einsatz, die auf EVGAs neuentwickelten QR-Connector setzt. QR steht in diesem Fall für Quick Release: Die Verbindungen lassen sich ohne viel Gefrickel zusammenstecken beziehungsweise auseinanderziehen und dadurch beliebig erweitern - bis eben zur vorgeführten 4-fach-SLI-Grafiklösung. Wird dem PC der Boden unter den Füßen zu heiß, lässt sich auch ein zweiter Radiator zuschalten. Unter den Namen Quick Release CPU (QRC) und Quick Release GPU (QRG) wird EVGA auch ein Produktportfolio an Wasserkühlungskomponenten aufbauen, mit denen sich Grafikkarten und Prozessoren kühlen lassen. Die Kühlkörper selbst stammen von Asetek, wobei an allen Schläuchen Schnellkupplungen zum Erweitern des Wasserkreislaufs angebracht sind.
Zurück zum Gaming Case: Neben der Wasserkühlung ist wie schon erwähnt auch eine Luftkühlung möglich. Dazu verlegt es Kabel und andere den Luftstrom störende Elemente auf den Boden des Gehäuses. Meldet die Messsoftware dennoch eine ansteigende Temperatur im Innern des Gehäuses, lassen sich die Geschwindigkeiten der Ein- beziehungsweise Auslasslüfter mit Drucktasten nach oben regeln. Diese Tasten wie auch das Display sind noch nicht final - das serienreife Gehäuse mag noch eine Spur cooler beziehungsweise mit einheitlicheren Schriftsätzen versehen sein. Auf der linken Case-Seite werden die Kabel in einer einzigen Öffnung herausgeführt, um der warmen Abluft nicht im Wege zu stehen.
Overclocking per Tastatur
Gleich neben dem Gaming Case steht eine Tastatur - aber nicht irgendeine. Bei dem guten Stück handelt es sich um das Z10-Keyboard, das sich besonders an Overclocker richtet. Bislang gab es von EVGA den EVBot: ein kleines Kästchen, mit dem sich Spannungen und Frequenzen von bis zu vier Grafikkarten oder CPUs im laufenden Betrieb ändern lassen. Dieses Produkt gibt es nicht mehr, doch seine Funktionen leben im Z10 weiter, in das ein entsprechender EVBot-Chip eingebaut wurde. Mit einem Kabel, das an eine GTX 980 angeschlossen wird, greifen PC-Tuner entweder manuell oder mit der Precision-X-Overclocking-Software auf ihre Grafikkarten zu.
VR ohne Kabelsalat
Im Desktop-Bereich wird EVGA die Geforce GTX 980 Ti VR wahlweise mit hauseigener ACX-2.0- oder Nvidia-Referenzkühlung anbieten. Im Gegensatz zu den Standard-Grafikkarten haben die Modelle mit Nvidias VR-Ready-Logo einen HDMI-Anschluss an der Innenseite bei den Stromanschlüssen verlötet. Der wird mit einem 5,25-Zoll-Frontblende verbunden, das einen HDMI- und zwei USB-Anschlüsse bietet. Damit lässt sich wiederum bequem eine Oculus Rift anschließen, die ebendiese Ports benötigt.
Rasantes Gaming-Laptop
EVGA wird dieses Jahr in den Notebook-Markt expandieren. Den Anfang macht das SC17 (SC = Super Clocked) als "100 Prozent eigenes EVGA In-House-Design". Dabei konkurriert der Hersteller vor allem mit Razers Blade-Notebooks als vergleichsweise schlankes Gaming-Notebook: Auf einer Dicke von 2,65 cm werden ein Core i7-6820HK (Skylake, standardmäßig 4 × 2,7 GHz Basistakt, SMT, übertaktbar) und eine übertaktbare Geforce GTX 980M (GM204, 1.536 Shader, standardmäßig 1.127 MHz Boost) untergebracht. Der DDR4-Speicher stammt von G.Skill, taktet mit 1.333 MHz (DDR4-2666) und umfasst bis zu 32 GiByte im Dual-Channel. Alle drei lassen sich mit EVGAs Tuning-Software übertakten. Als Massenspeicher steht eine M.2-SSDs mit maximal 256 GByte nebst einer 2-TB-Festplatte zur Verfügung.
Wie Apples Laptops ist auch das SC17 aus einem einzigen Aluminiumblock gefräst und ist mit einem 4K-17-Zoll-Monitor ausgestattet - auf Wunsch auch mit G-Sync-Support. Das Display misst 17,3 Zoll und löst mit Ultra-HD (3.840 × 2.160) auf. Die Pixeldichte liegt somit bei 254,7 ppi. Als Anschlussmöglichkeiten winken USB 3.0 (Typ A), USB 3.1 (Typ C), Mini-Displayport 1.2, HDMI 1.4 und Audio-Anschlüsse. EVGA verspricht eine effiziente Kühlung, die bei den leistungsstarken Komponenten auf dem kleinen Raum auch nötig sein wird. Einen Preis nennt der Hersteller noch nicht, die Auslieferung soll im Laufe dieses Jahres beginnen.
Guter Klang - nicht nur - für Gamer
Ins Reich der Audiophilen wagt sich EVGA mit einer noch namenlosen High-End-Soundkarte, die entweder als Steckkarte oder als externe Box ausgefertigt werden wird. Sie entsteht in Zusammenarbeit mit Audio Note, einem renommierten Entwickler von Verstärkern, Tonabnehmern und Lautsprechern aus England. Andrew Han, Präsident und CEO von EVGA war persönlich anwesend, um uns die Vorzüge der Karte zu demonstrieren. Der bekennende Musikfan mit einer Stereoanlage, deren Komponenten nach eigenen Angaben im siebenstelligen Bereich liegen, legte zunächst eine schnelle House-Nummer auf, bei der die Bässe mächtig wummerten, doch dabei dennoch klar und verständlich waren. Wir wollten eine etwas transparenteren Track hören und bekamen eine Jazz-Nummer serviert, die wir auf unseren eigenen In-Ear-Kopfhörern von Sennheiser anhörten - einmal direkt aus dem MacBook und dann über die externe Karte. Was ein Unterschied. Die Becken des Schlagzeugers waren klar räumlich positioniert, die Felle der Trommeln raschelten wie im Jazz-Club. Die Sängerin, deren Stimme auf dem Mac inmitten der Instrumente verschwand, schwebte förmlich vor den Musikern. Die Soundkarte wird gewiss kein Massenprodukt, doch Freunde des guten Klangs sollten sie definitiv im Auge behalten.


Bin voll bekleistert von diesem Konzept von Gehäuse und WaKü. Dann werde ich mich auch endlich erstmals an WaKü wagen. Das Case sieht sehr vielversprechend aus, auch wenn es wohl (noch) nicht, wie schon >>-CRYPTIC-<< bemerkte, an Lian Li oder in meinem Fall an Thermaltake's Spitzenmodelle heran reichen dürfte, wie gesagt, noch nicht. Es ist ja ihr erster Versuch!
Ich hoffe sehr, dass sie das Gehäuse, bevor es auf den Markt kommt, ordentlich auf Robustheit testen, denn bei Thermaltake's ersten 'Gehversuchen' in Richtung Case-Bau, die Erfahrung musste ich machen, waren die Ideen zukunftsweisend und haben begeistert, aber dessen Umsetzung klemmte und einige verbauten Teile gaben schon nach kurzer Zeit der täglichen Beanspruchung nach, was für ein wertiges Produkt mit mehr als 200,- € nicht sein darf. Aber man bessert nach, entwickelte sich und die Nachfolger erfüllen heute alle meine Ansprüche.
Wenn es denn soweit ist, werde ich mich mit weinenden Augen trennen und nun gänzlich auf EVGA setzten, vorausgesetzt, sie schaffen es auf den deutschen Gamer-Markt!
Witzig find ich nur, das der Sprecher immer noch von "vorn" und "hinten" sprach, obwohl es ja korrekterweise "links" und "rechts" heißen müsste! -> Alte Gewohnheiten bekommt man eben schwer wieder raus!
Leider war der Ton miserabel, der Sprecher sehr schlecht zu verstehen, da die Umgebungsgeräusche schlecht bis überhaupt nicht ausgefiltert waren.
einzige frage ist wann das case auf dem deutschen markt sein wird o.o
würde es sofort kaufen
Ich hoffe nur das die Tastatur sowie das Case hier in Europa verfügbar sein wird .Beide Sachen hören sich nicht schlecht an.Dann bin ich mir am überlegen ob ich wirklich alles auf EVGA Hardware setze
Das Case finde ich von der Idee und Anordnung her richtig klasse!
In Sachen Wertigkeit wird es garantiert nicht an mein Lian Li herankommen, aber das ist hier sogar erstmal nebensächlich wenn die Preise sich tatächlich in dem genannten Rahmen bewegen. Das mit der WaKü und den Schlauchverbindungen ist wirklich spitze, da kann man sich viel Arbeit ersparen.
Bin mal auf die ersten Tests gespannt.
Das ganze Konzept der Wasserkühlung finde ich auch interessant. Das dürfte es vielen Laien (wie ich einer bin) Wasserkühlungskreisläufe zu bauen ohne allzuviel basteln zu müssen.