Black Widow: Scarlett Johansson wollte 80 Millionen US-Dollar für frühen Start bei Disney Plus
Scarlett Johansson soll schon im März 80 Millionen US-Dollar von Disney verlangt haben, damit diese Black Widow zum Start auch auf Disney Plus anbieten dürfen. Von Disney gab es bis zu Johanssons nachfolgender Klage aber keine Antwort.
Ende Juli sorgte ein Streit zwischen Disney und Scarlett Johansson für eine Klage der Schauspielerin. Laut Vertrag sollte Johansson an den Kino-Einnahmen des Anfang Juli veröffentlichten Marvel-Films Black Widow beteiligt werden, in dem sie die Hauptrolle spielt. Zeitgleich zum Kinostart veröffentlichte Disney den Film aber gegen eine Zusatzgebühr auch beim Streaming-Dienst Disney Plus. Dadurch wurde das Interesse, den Film im Kino anzusehen, natürlich gedämpft. Laut Johansson war dieser Schritt zudem ein Vertragsbruch: Ihr wurde angeblich ein exklusiver Kinostart zugesagt.
Erstes Angebot im März
Zur Klage kam es zwar erst vor eineinhalb Monaten, doch die Forderung von Johansson gab es offenbar schon länger. Schon im März sollen Johanssons Anwälte Disney kontaktiert und für den nicht-exklusiven Kinostart eine Summe von 80 Millionen US-Dollar verlangt haben.
Der Betrag wurde dabei anhand ihrer vereinbarten Gewinnbeteiligung und des Einspielergebnisses anderer Marvel-Filme berechnet. Diese wurden aber vor der Corona-Pandemie veröffentlicht und konnten daher höhere Kino-Einnahmen erreichen als derzeit möglich. Die Annahme war, dass Black Widow im Kino einen Umsatz von 1,2 Milliarden US-Dollar generieren würde. Bislang wurden dort allerdings nur 370 Millionen US-Dollar verdient, wobei hier natürlich noch die parallele Veröffentlichung bei Disney Plus zu beachten ist.
Inwiefern die Forderungen von Johanssons Anwälten gerechtfertigt sind, werden wohl die US-Gerichte klären müssen. Interessant ist aber, dass Disney auf die Forderung im März offenbar gar nicht reagierte. Ein Gegenangebot gab es angeblich nicht, da Disney unklar war, wer die Verhandlungen führen sollte. Nach der Anklage war das aber offenbar kein Problem mehr: Dann bot Disney eine außergerichtliche Einigung an, die von Johansson ausgeschlagen wurde.
Passend dazu: "Black Widow": Scarlett Johansson verweigert außergerichtliche Einigung mit Disney
Auch mit Hinblick auf die gesamte Filmbranche dürfte der anstehende Gerichtsprozess spannend werden. So sollen Disney-Verhandlungen mit Anthony und Joe Russo, die bei einigen sehr erfolgreichen Marvel-Filmen Regie geführt haben, momentan feststecken. Die beiden Brüder sollen sich derzeit zu unsicher sein, wie ihr nächster Film vertrieben wird, und wie die entsprechende Vergütung aussehen wird.
Quelle: Golem

Ich würde mal vermuten, dass hinter der ganzen Geschichte eher ein Präzedenzfall für/gegen Disney geschaffen werden soll, an denen sich sowohl Studios als auch Schauspieler orientieren können. Dass das Disney nicht schmeckt, ist offensichtlich, denn in einer Gerichtsverhandlung müssten dann entsprechende Einnahmen, als auch Praktiken für die Onlinevermarktung veröffentlicht werden. Schließlich gilt es ja auch zu klären, wie entsprechende Stream-Joint-Ventures, Vermietung des alleinigen Streamrechts (siehe DP2) und ähnliches den Schauspielern vergütet werden. Und ich denke, genau darum gehts hier (der Schauspielerin).
Was die 80Mio angeht; von vielen wurden die RA-Kosten überlesen .. von den 80 Mio bleiben der Johansson nicht mehr viel ...(sicher, immer noch genug für uns alle ... und evtl. auch weit über 20Mio, aber deutlich weniger als 80 ^^)
Wir haben uns BW noch nicht angeschaut, wir sind halt geduldig und warten bis er im normalen Stream verfügbar ist. Der Film wird ja nicht schlechter ...
Edit: Apropos Kampfoma
Edit: Apropos Kampfoma
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Aber auch das ist möglich. Siehe z.B. Harrison Ford. Der war u.a. Han Solo, Indiana Jones und Dr.Kimble.
Oder Keanu Reeves: Neo und John Wick. Wobei man nach dem neuesten Matrix Trailer den Eindruck hat die Rollen würden verschmelzen.
Sie muss jetzt halt schnell neue Rollen finden in anderen Filmgattungen. Deswegen hoffe ich für sie, dass sie sich nicht zu lange mit dem Rechtsstreit beschäftigen wird und sich eher auf ihre Karriere konzentriert!