Hands-on-Test: Bioshock Infinite auf der Gamescom angespielt - Update: Interview mit Creative Director Ken Levine

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Nachdem 2k Games Bioshock Infinite angekündigt hat, kann die Fachpresse sich auf der Gamescom 2010 selbst von der Qualität des Spiels überzeugen. Entwickler Irrational Games hat für Spieler einige Screenshots und Artworks im Gepäck.

Update vom 20.08.2010: Interview mit Creative Director Ken Levine

Ken Levine, der Creative Director von Irrational Games, stand uns in einem Interview Rede und Antwort zu Bioshock: Infinite, dem Nachfolger, der ganz neue Wege gehen soll.

Frage: Das Spiel sieht jetzt schon fantastisch aus. Warum erscheint es erst 2012? Ken Levine: Creative Director für Bioshock Infinite Quelle: PC Games Ken Levine: Creative Director für Bioshock Infinite

Ken Levine: Es gibt neben der Grafik noch weitere Dinge, die Zeit kosten. Zum Beispiel das Balancing. Blizzard nimmt sich für sowas immer sehr viel Zeit, auch Valve. Die besten Spiele sind die, bei denen man genügend Zeit für das Polishing hat. Die Leute geben 60 bis 70 Euro für ein Spiel aus und wir wollen ihnen ein komplett fertiges Produkt anbieten.

Frage: Wie groß ist Columbia im Vergleich zu Rapture?

Ken Levine: Die beiden Städte lassen sich schwer vergleichen. Wenn man in Rapture ein Gebäude am Horizont gesehen hat, war das oft nur Kulisse. In Columbia kannst du jedes Gebäude auch erreichen und betreten, das du siehst.

Frage: Seit wie vielen Jahren arbeitet ihr an BioShock: Infinite und wie viele Leute gehören dem Entwickler-Team an?

Ken Levine: Wir arbeiten inzwischen seit zweieinhalb Jahren an dem Projekt. Mittlerweile sind mehr als 100 Leute an der Entwicklung beteiligt. Größer sollte das Team aber nicht werden, denn irgendwann ist es unmöglich jeden Mitarbeiter zu kennen und auf ihn eingehen zu können. Wir nehmen lieber in Kauf, eine längere Zeit für das Spiel zu benötigen - natürlich ohne unnötig Geld zu verbrennen - als das Team zu groß werden zu lassen.

Frage: Was macht die Entwicklung von BioShock: Infinite so speziell?

Ken Levine: Das Aufregende ist, dass wir den Begriff Sequel neu definieren. Die Leute sind es gewohnt, dass ein Nachfolger fünf neue Waffen und so weiter bringt. Das ist bei BioShock: Infinite ganz anders. Die Engine ist neu, der Inhalt ist neu und es gibt neue Gameplay-Features. Aber trotz allem ist es immer noch ein BioShock, mit geheimnisvollen Charakteren wie Booker de Witt und Elizabeth und einer außergewöhnlichen Stadt.

Frage: Ist die Story von BioShock: Infinite auf irgendeine Weise mit dem ersten BioShock verknüpft?

Ken Levine: Ja. Die Leute werden dies im Verlauf des Spiels erkennen.

Original Artikel vom 18.08.2010: Hands-on-Test: Bioshock Infinite auf der Gamescom angespielt und neue Screenshots

Bioshock Infinite wird das neue Bioshock von Irrational Games. Zur Gamescom hat man nun einige wenige neue Screenshots und Artworks mitgebracht, die Sie in der Bildergalerie finden. Zudem gab es eine Präsentation, von der wir Ihnen gerne berichten möchten.

Zu Beginn kann man gleich mit einem Gerücht aufräumen: Columbia ist keine geheime Stadt. Sie wurde von der amerikanischen Regierung mithilfe der besten Denker der Zeit erstellt und soll als Ausdruck der amerikanischen Größe dienen. Dann wurde Columbia aber zum "Schlachtschiff" Amerikas, sollte anschließend abgeschaltet werden, verschwand aber und wurde infolge dessen zum Mythos.

Bioshock Infinite: Präsentation
Der Spieler steuert Booker DeWitte, ein früheres Mitglied der Söldnergruppe Pinkerton Agents. Die haben früher die Drecksarbeit für reiche Leute gemacht. Aber Booker war selbst für die Typen zu hart und wurde rausgeschmissen. Ein mysteriöser Mann heuert ihn an, um in Columbia über den Wolken das Mädchen Elizabeth zu retten (bereits aus dem Trailer bekannt). Bald schon stellt sich aber heraus, dass Elizabeth selbst im Zentrum eines Konflikts steht und magische Kräfte hat.

Die Präsentation startete damit, dass Booker auf einem Platz in der Stadt aufstand, der von Propagandaplakaten übersät war. Anscheinend herrscht in Columbia Wahlkampf und der wird mit rassistischen Mitteln und Slogans geführt. Die Stadt wird von den politischen Kräften auseinandergerissen und außerdem trachten seltsame Viecher Elizabeth nach dem Leben, die mal wie ein Adler, mal wie ein Gorilla aussehen und zudem ein menschliches Herz, aber mechanische Gliedmaßen haben.

Der Spieler soll Elizabeth finden, die von einem der Gegner entführt wurde. Er läuft durch die Straßen, Häuser stürzen ein, ein lahmer Gaul schlurft mit schweren Schritten durch die Gassen. Tote Pferde liegen herum. Es gibt wieder einen Kontrast zwischen der farbenfrohen Umgebung und den Sachen, die man sieht. In einem Garten trifft Booker einen vor sich hin sprechenden Typen, der eine große Menge Vögel füttert. Als Booker sich eine Waffe vom Boden nimmt, werden die Figur und einige andere anscheinend von Dämonen besessen und hetzen die Vögel auf ihn. Dann ist die beschauliche Stille vorbei und die Action beginnt.

Während des Gefechts erscheint Elizabeth und entfesselt einen Sturm, um die Leute aufzuhalten. Ab da wird die Mission fast schon koopmäßig. Zusammen mit Elizabeth beseitigt man einen riesigen Gorilla, doch die Probleme werden noch größer, als ein mechanischer Adler erscheint. So endet die Präsentation.

Bioshock Infinite: Erstes Fazit
Bioshock Infinite soll anscheinend den aufstrebenden amerikanischen Imperialismus um 1900 darstellen und kritisieren. hat genau denselben künstlerisch-literarischen Anspruch wie das erste Bioshock, liefert spielerisch aber nur wenige Neuerungen. Die Koop-Elemente mit Elizabeth sind jedoch gut umgesetzt und außerdem hoffen wir auf eine extrem coole Story.

Weitere Informationen zu Bioshock 2 Infinite finden Sie in einem gesonderten Artikel.

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Bildergalerie

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