Biomutant im Benchmark-Test: Ge-fellige Mischung aus Just Cause, Zelda und Borderlands

Was erhält man, wenn man die im Titel genannten Spiele zusammen in einen Topf wirft, einen Esslöffel WoW Mists of Pandaria dazugibt und anschließend mit einer Prise Max Payne sowie schrägen Figuren abschmeckt? Biomutant! Das quietschbunte Action-RPG ist nach vielen Entwicklungsjahren endlich fertig und punktet mit einem großartigen Stil. PCGH testet, welche Hardware in Biomutant Spaß aufkommen lässt - und welche nicht.

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Biomutant im Benchmark-Test: Ge-fellige Mischung aus Just Cause, Zelda und Borderlands
Quelle: PC Games Hardware

Biomutant wurde von Experiment 101 entwickelt, einem 20 Mann starken schwedischen Team, das im Jahr 2015 von ehemaligen Mitarbeitern der Avalanche Studios gegründet wurde. 2017 kündigten die Just-Cause-Veteranen ihr Erstlingswerk an: Biomutant - und viele Spieler waren direkt fasziniert von der Idee einer "post-apokalyptischen Kung-Fu-Fabel". Der Fokus lag dabei von Anfang an auf einem dynamischen Kampfsystem, bei dem fließende Wechsel zwischen Fern- und Nahkampfwaffen möglich sind. Vier Jahre später ist es endlich soweit, Biomutant ist ab dem 25. Mai 2021 für Playstation 4, Xbox One und natürlich den PC erhältlich. Die PC-Version können Sie DRM-frei bei GOG oder bei Steam und Epic erwerben. PCGH hat vorab Zugang zu Biomutant erhalten und klärt in zahlreichen Benchmarks, welche Performance Sie mit Ihrer Hardware erwartet.

Bildergalerie

Biomutant: Inhalt & Gameplay

Biomutant ist ein Action-Rollenspiel, das in einer weitläufigen, handgebauten Open World stattfindet und aus der Third-Person-Perspektive gespielt wird. Zu Beginn der Geschichte entwerfen Sie Ihren Charakter, der am ehesten einem Waschbären ähnelt, entscheiden die Gewichtung von Stärke, Schnelligkeit und Intelligenz, Farbe und Muster des Fells und wählen eine von fünf Klassen aus. Diese Werte haben allerdings nur Einfluss auf den anfänglichen Charakter, Sie können später bei jedem Level-Aufstieg frei entscheiden, welche Werte Sie verbessern möchten. An dieser Stelle hören die RPG-Elemente noch lange nicht auf. Klassisch wie in einem Loot-Shooter à la Borderlands finden Sie beim Spielen immer neuere und bessere Ausrüstung - mehr noch, das Spiel zelebriert Recycling: Anstatt neue Dinge zu kaufen, werden Sie ermutigt, die Fundsachen, zu denen auch Holz-, Elektro- und Gummiabfälle gehören, kreativ zu neuen Nah- und Fernkampfwaffen zusammenzustecken. Dabei stehen Modifikationen wie ein Korkenzieher, Akkukettensägenmodule oder Bio-kontaminierte Schlammampullen zur Verfügung, um ein paar verrückte Beispiele zu nennen. Erfreulich für alle, die Crafting- und Survival-Elemente als störend empfinden: Keine der Waffen nutzt sich ab oder geht kaputt. Auch wird niemand zum Crafting gezwungen, Ausrüstung lässt sich auch kaufen - die besten Kombinationen ergeben sich jedoch durch eine gezielte Bastelstunde.
Biomutant im Test: Flauschig-charmante Mischung aus Just Cause und Borderlands 3 (Bilder: 5K maxed & downsampled) (6) Quelle: PC Games Hardware Biomutant im Test: Flauschig-charmante Mischung aus Just Cause und Borderlands 3 (Bilder: 5K maxed & downsampled) (6) Wie jede gute Fabel transportiert auch Biomutant eine ernste Botschaft. Die quietschbunte Spielwelt, das eigene Vokabular der knuffigen Bewohner (welche lupenreines Gibberish sprechen) und der Re- bzw. Upcycling-Gedanke zeichnen eine "nette" Form der Postapokalypse. Die Menschheit hat es durch Umweltverschmutzung und Raubbau geschafft, die Erde dahinzuraffen, und starb daraufhin aus. Nur Lebewesen, welche sich durch Mutationen der feindseligen Umgebung anpassen konnten, überlebten. Ruinen und Relikte der alten Welt zeugen von der Vergangenheit und verpassten Chancen. All das wird ständig von einem Erzähler kommentiert, dessen Stimme dem einen oder anderen gewiss bekannt vorkommt. Die vielfältigen Kommentare sind teils witzig, teils informativ, teils nervig - wem es zu viel wird, der kann die Frequenz der Sprach-Samples im Spielmenü reduzieren. In jedem Fall passt diese Art der Untermalung perfekt, um den Kauderwelsch der Lebewesen gekonnt mit Gesellschaftskritik zu vermengen.

Richard van Weyden fungiert in Biomutant als auktorialer Erzähler. Seine markante Stimme ist in zahlreichen Spielen zu hören (<a href='www.mobygames.com/developer/sheet/view/developerId,305444/'>Liste bei Mobygames</a>). Quelle: PC Games Hardware Richard van Weyden fungiert in Biomutant als auktorialer Erzähler. Seine markante Stimme ist in zahlreichen Spielen zu hören (Liste bei Mobygames). Im Zentrum der Katastrophe steht der Baum des Lebens, dessen fünf Wurzeln die ganze Spielwelt umspannen und der sie mit Leben erfüllt. Das Problem: Auch der Baum ist verseucht. Um ihn zu retten, müssen Sie bis ans Ende seiner Wurzeln pilgern, wo neben giftigem Öl eine Kreatur lauert - die sogenannten Weltenfresser, die imposanten Boss-Gegner in Biomutant. Es gibt zudem sechs Eingeborenen-Stämme, die von ihrer ursprünglichen Heimat getrennt wurden. Drei von ihnen wollen den Baum des Lebens retten, die anderen sehen eine bessere Lösung darin, ohne ihn einen Neuanfang zu wagen. Jede Fraktion wird durch das Karma-System in Biomutant beeinflusst. Die Spieler können sich mit einem Stamm verbünden und die anderen beseitigen, um die Macht des alliierten Stammes in der Welt zu stärken. Der Spieler kann auch über das Schicksal des Baumes des Lebens entscheiden, ohne irgendwelche der Stämme zu ermorden, die Wahl liegt bei Ihnen.

Biomutant belohnt Spieler, die jeden Stein umdrehen. Wer die Welt abgrast, findet versteckte Orte, einzigartige Gegenstände und viele weitere Geheimnisse, die nicht selten alberner oder gesellschaftskritischer Natur sind. So kommt es, dass Biomutant seine volle Faszination erst entfaltet, wenn man der Spielwelt die Chance dazu gibt. Wer nur der Hauptgeschichte folgt, ist in circa 10 bis 15 Stunden durch. Die liebevoll gestaltete, erfreulich abwechslungsreiche Welt ist jedoch gespickt mit Sidequests und somit Stunden weiteren Inhalts. Erwarten Sie hier keine filmreife Inszenierung à la The Witcher 3, sondern vor allem augenzwinkernde Seitenhiebe Richtung Menschheit und frische Beute. Zusammen mit der gelungenen Musikuntermalung, welche außerhalb von Kämpfen ruhige Töne einschlägt, wirkt Biomutant dabei zuweilen entspannend - wie ein Walking Simulator im Zen-Garten.

Biomutant: Engine & Technik

Biomutant trägt reichlich Kritik an den Machenschaften der Menschheit vor - in der Regel humorvoll verpackt. Quelle: PC Games Hardware Biomutant trägt reichlich Kritik an den Machenschaften der Menschheit vor - in der Regel humorvoll verpackt. Doch genug vom Inhalt, schließlich sind Sie für die Technik hier. Was diese angeht, hinterlässt Biomutant gemischte Gefühle, wenngleich die Bilanz insgesamt positiv ist. Experiment 101 setzt auf die Unreal Engine 4 (UE4) in einer nicht ganz taufrischen Variante. Diese fußt auf Direct X 11 - modernes DirectX 12 für Windows-10-Systeme fehlt ebenso wie Nvidias DLSS-Upsampling. Publisher THQ Nordic gibt auf Nachfrage an, dass sich das auch nicht ändern wird, insofern sind die folgenden Performance-Daten gesetzt und werden so manchen PC respektive Spieler nicht erfreuen.

Kommen wir zunächst zu den guten Nachrichten: Biomutant ist über weite Teile ein wirklich schönes Spiel geworden. Das verdankt es vor allem dem ganz eigenen Art-Style mit seinen satten Farben, den glaubhaften Materialien (Physically-based Rendering), der hohen Sichtweite und den sehenswerten Effekten. Die modifizierbaren Waffen mit ihren Elementarschäden sowie Spezialfähigkeiten des eigenen Charakters sorgen für teils bildfüllendes (Mündungs-)Feuer sowie weitere Partikeleffekte und machen Spielereien mit dem Fotomodus des Spiels besonders reizvoll. Wir haben einige der schönsten Impressionen in der Bildergalerie festgehalten. Der dynamische Tag-Nacht-Rhythmus, welcher für unseren Geschmack etwas zu schnell arbeitet, sorgt ebenfalls für so manchen Aha-Moment, etwa wenn die Sonne hinter einem großen Berg aufgeht und das weitläufige Tal direkt vor unserer Plüschfigur in ein sattes Orange-Gelb tüncht. Oder, wenn nachts der Vollmond seinen Zenit erreicht und damit eine radioaktiv verseuchte Zone erhellt.

Unterstützt wird die Grafik von zahlreichen Screen-Space-Effekten. Egal ob Reflexionen auf Eisflächen, Wasser oder der Klinge einer mannshohen Waffe, überall kommen Screen Space Reflections zum Einsatz. Wie bei vielen anderen UE4-Spielen (zuletzt Days Gone) werden auch weite Teile der Schatten nur im gerade sichtbaren Bildausschnitt angezeigt - mit dem typischen Problem, dass sie am Bildrand oder bei Verdeckung (etwa durch den Spielcharakter) verschwinden. Weiteres Post-Processing ist in Biomutant mindestens genauso wichtig, etwa Hitzeflimmern oder volumetrischer Nebel mit Godrays. Die gerade in Kämpfen sehr aggressive Tiefenschärfe (Depth of Field) wird unterdessen nicht jedermann gefallen, lässt sich jedoch in den Grafikoptionen abschalten.

Wer schon etwas länger in virtuellen Welten unterwegs ist, kennt einen besonderen Effekt von Biomutant bereits: Fell-Rendering. Was Spieler anno 2002 in Starfox Adventures beeindruckte, fand sich in den folgenden Jahren sporadisch in anderen Titeln mit plüschigen Charakteren, etwa dem Remake von Conker's Bad Fur Day. In den letzten Jahren ging es in Computerspielen vor allem um Haare, doch auch Fell war immer wieder Gegenstand von Diskussionen - in Gestalt von Nvidias Hairworks, etwa in The Witcher 3, Final Fantasy 15 und Metro Exodus. Biomutant zeigt Fell so oft wie vermutlich kein anderes Spiel bisher. Die Sorge, dass dabei Gameworks zum Einsatz kommt, können wir entkräften. Biomutant setzt auf einen ähnlichen Ansatz wie ältere Spiele, welcher Texturen gekonnt übereinander legt. Egal ob kleiner Stammeskrieger oder riesiger Weltenfresser, der Effekt ist gerade in Bewegung absolut sehenswert (wird auf unseren zahlreichen Screenshots, also im Stand, aber etwas bröselig).

Bedauerlich ist hingegen die Unterstützung der Bildformate. Biomutant verzichtet darauf, das periphere Sichtfeld zu erweitern, dieses ist stets gleich. Bildformate, welche eigentlich genau darauf abzielen, werden mit einem Zoom abgespeist. So kommt es zu dem kuriosen Ergebnis, dass 21:9 genauso viele Randobjekte zeigt wie 4:3 - Letzteres bietet jedoch weit mehr Himmel und Boden. Die Kamera befindet sich bei 21:9 (etwa 3.440 × 1.440 Pixel) deutlich näher an der Spielfigur. Durch den gut funktionierenden FOV-Regler stellt das jedoch kein großes Problem dar; wir empfehlen Werte um 90 Grad. Immerhin: Zwischensequenzen werden durch diesen Kniff stets bildfüllend dargestellt.

Vergleich der Bildformate
Biomutant 21:9
Biomutant 21:9 Biomutant 17:9 Biomutant 16:9 Biomutant 16.10 Biomutant 4:3

Biomutant: Benchmarks von 22 Grafikkarten

Erst der Spaß, dann das Vergnügen: Wie bei jedem PCGH-Techniktest haben wir das zu prüfende Spiel vor den Benchmarks ausführlich gespielt und dabei die Technik abgeklopft. Das haben wir selbstverständlich auch bei Biomutant getan. Unsere Kenntnis des Spiels erstreckt sich durch alle Biome hindurch, mit und ohne Reittier, zu Wasser oder via Gleitschirm, und liegt bei gut 15 Spielstunden. Bei allen Benchmarks kommen die zum Testzeitpunkt aktuellen Grafiktreiber von AMD und Nvidia zum Einsatz, in diesem Fall der Geforce GRD 466.47 WHQL und die Radeon Software 21.5.2. Alle Messungen werden mittels einer neuen Version von CapFrameX durchgeführt, die Messdauer pro Durchlauf beträgt ausnahmslos 20 Sekunden; Resizable BAR respektive Smart Access Memory sind bei den PCGH-Benchmarks sei April standardmäßig aktiv.

Wir starten mit den vergleichenden Benchmarks von Geforce gegen Radeon. 22 Modelle der Jahrgänge 2014 bis 2021 sind angetreten - sicher auch (mindestens) eines von Ihnen. Die Testsequenz 'Heat Wave' sehen Sie im eingebetteten Youtube-Video. Dabei handelt es sich zweifellos um eine Worstcase-Sequenz: Wir fliegen mit unserem Gleiter über ein weitläufiges Tal mit vielen Drawcalls, direkt in eine Hitzezone hinein. Dort verlagert sich die Last aufgrund der bildfüllenden Effekte abrupt in Richtung Grafikchip, geringere Bildraten sind in Biomutant gewöhnlich nicht zu sehen. Somit gilt wie beinahe immer: Erreicht eine Grafikkarte oder ein Prozessor flüssige Bildraten in unserer Testsequenz, ist das übrige Spiel kein Problem.

"PCGH Benchmarks & Analysis" ist übrigens ein neuer Youtube-Seitenkanal, in dem wir künftig alle Benchmark-Szenen und so manche Randbetrachtung platzieren werden - klicken Sie doch mal rein! Selbstverständlich finden Sie auch das Benchmark-Savegame als Download in diesem Artikel.

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Wie immer bieten wir Ihnen die Ergebnisse in den vier verbreiteten Auflösungen Full HD, WQHD, UWQHD und Ultra HD, welche Sie im folgenden Benchmark auswählen können.

Selbst wenn man sich vor Augen führt, dass wir eine Worstcase-Szene mit sehr hoher Mischlast testen, sehen die erzielten Bildraten nicht gerade rosig aus. Das betrifft vor allem die Perzentile. welche von einer unregelmäßigen Bildausgabe zeugen. Tatsächlich neigt Biomutant zu sporadischen Rucklern, welche die gefühlte Geschmeidigkeit stören. Dagegen hilft ein Frame-Limit deutlich unterhalb der erzielbaren Bildrate.

Insgesamt erinnern die Grafikkarten-Ergebnisse in Biomutant an vergangene Zeiten - aber nicht an die guten. Die Anfangstage der Unreal Engine 4 waren geprägt von sporadischen Rucklern, relativ großem CPU-Hunger sowie einem Geforce-Faible. In Biomutant, das eine etwas ältere Variante der Unreal Engine 4 verwendet, erreichen Radeon-GPUs nicht das von ihnen gewohnte Leistungsniveau. Die aktuellen Modelle auf RDNA-2-Basis kommen dabei am besten weg, hier gibt es wenig zu mäkeln, mit steigender Auflösung machen Geforce-Grafikkarten jedoch weiteren Boden gut. Ältere Grafikkarten wie die Geforce GTX 970 und Radeon RX 580 benötigen unterdessen bereits in Full HD eine Entlastung, um die Kämpfe flüssig zu meistern.

Erfreulich gering ist hingegen der Speicherbedarf von Biomutant: Mit 4 GiByte Grafikspeicher sind Sie gut gerüstet und 6 GiByte sind sogar in Ultra HD vollkommen ausreichend. Zäh nachladende Texturen sind dabei nie ein Thema, die Grafik ist schon wenige Sekunden nach dem Spielstart (mit anfänglichem Einruckeln) voll da und läuft trotz der großen Sichtweite anschließend ohne optischen Schwund.

Biomutant: Benchmarks von 11 Prozessoren

Für die CPU-Benchmarks nutzen wir dieselbe Szene wie bei den Grafikkarten, mit dem Unterschied, dass wir die Auflösung auf 720p und die Renderskalierung auf das Minimum (25 Prozent) setzen. Daraus ergibt sich zwar ein Pixelbrei, der die Grafik wie getüncht aussehen lässt, dieser liefert uns aber eine sehr geringe GPU- und somit hohe CPU-Last. Wegen der hohen Weitsicht und, daraus resultierend, vielen Drawcalls, müssen Prozessoren hier Schwerstarbeit leisten. Leider ist die in Biomutant verwendete Version der Unreal Engine 4 altbacken, genauso wie die verwendete API, es stellt sich daher ein altbekanntes, wenngleich in dieser Ausprägung schon länger nicht mehr gesehenes Bild ein: Radeons verlieren massiv Performance gegenüber vergleichbaren Geforces. Wir haben das anhand der CPU-Zahlen abgebildet, jeder Benchmark wurde einmal auf einer RTX 3090 und einmal auf einer RX 6800 XT durchgeführt.

Angesichts der sehr guten Performance anderer DirectX-12- und Vulkan-Titel muss man sich fragen, warum man bei Biomutant auf DirectX 11 setzt. Die durchschnittlichen Bildraten sehen dabei noch sehr gut aus, aber die Frametimes sind gerade bei langsameren CPUs eine Katastrophe - stellen Sie sich auf verstärktes Nachladeruckeln ein.

Biomutant-Benchmarks: Fazit

Biomutant ist ein außergewöhnliches Spiel geworden. Die farbenfrohe Welt und ihre plüschigen Bewohner sind nicht nur charmant, sondern über weite Teile richtig hübsch - vor allem stilistisch. Die Idee der "Kung-Fu-Fabel" funktioniert dabei prächtig, das Spiel übt zu jeder sich bietenden Gelegenheit Kritik an den Gewohnheiten der Menschheit und regt zum Nachdenken oder Schmunzeln an. Das Erkunden der handgebauten Welt wird somit auch für Spieler lohnenswert, denen Beute nicht genug ist. Was Biomutant hingegen nicht bietet, ist eine filmreife Inszenierung. Die Zwischensequenzen bestehen aus eher simplem Kameraflügen und die eigenwillige Vertonung wird ebenfalls nicht jedermanns Geschmack treffen.

Auch technisch hinterlässt Biomutant ambivalente Gefühle. Auf der einen Seite punktet das Spiel mit einer großen Welt, hoher Sichtweite, saftigen Farben und hübschen Effekten. Während das Art-Design gefällt, könnte die zugrundeliegende Technik ein Update vertragen, gerade der Verzicht auf einen (optionalen) DirectX-12-Modus schmerzt im Angesicht der geringen Bildraten. Führt man sich vor Augen, dass Biomutant von lediglich 20 Leuten erschaffen wurde, ist das Ergebnis dennoch aller Ehren wert. Unter dem Strich ist Biomutant zweifellos außergewöhnlich und liebenswert, aber kein Überflieger geworden.

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    • Kommentare (79)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Misanthrop68 Volt-Modder(in)
        Ist schon etwas Zeit vergangen.
        Jetzt kann ich nach 38 Stunden Spielzeit und Level 40 sagen, „Ich hab keine Lust mehr weiter zu spielen!“. Grafik, Art-Design, Sound, Dialoge und Gameplay sind Vorschul-Niveau und meine Motivation das Ende zu sehen ist gleich Null.
        Am schlimmsten sind die Dialoge, welche einen den letzten Spaß nehmen. Auch die auf Kitschig-Bunt gemacht Welt ist nur kurz zu ertragen und schmerzt bei längeren Betrachten enorm.
        Wer drüber nachdenkt sich das Spiel zu Kaufen, sollte sich ein Lets Play ansehen und dann noch mal überlegen ob das spaßige Stunden werden.
      • Von Misanthrop68 Volt-Modder(in)
        Ist schon etwas Zeit vergangen.
        Jetzt kann ich nach 38 Stunden Spielzeit und Level 40 sagen, „Ich hab keine Lust mehr weiter zu spielen!“. Grafik, Art-Design, Sound, Dialoge und Gameplay sind Vorschul-Niveau und meine Motivation das Ende zu sehen ist gleich Null.
        Am schlimmsten sind die Dialoge, welche einen den letzten Spaß nehmen. Auch die auf Kitschig-Bunt gemacht Welt ist nur kurz zu ertragen und schmerzt bei längeren Betrachten enorm.
        Wer drüber nachdenkt sich das Spiel zu Kaufen, sollte sich ein Lets Play ansehen und dann noch mal überlegen ob das spaßige Stunden werden.
      • Von elmobank Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Dave
        Muss denn diese Art von Kommentar immer sein? Ist es beinahe egal was wir tun, immer muss es gleich Bestechung, Willkür oder die Absicht sein, einen Hersteller ganz bewusst zu bevorzugen.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Generell fühlt sich das Spiel flüssiger an, als die Zahlen suggerieren. Bedenke zudem, dass wir PCGH-typisch auf einen Worst Case (jedoch nicht "Worst worst Case") setzen, die Fps werden also in der Regel etwas höher liegen.
        Ich habe das Gefühl, dass einige immer etwas suchen, um etwas unterstellen zu können, ob es nun der Wahrheit entspricht oder nicht.
        Auf der anderen Seite ist natürlich eine sachliche Diskussion meist dienlich, solange es sachlich bleibt.

        Insgesamt finde ich das Spiel sehr gelungen, für ein 20 Mann/Frau Team ist das schon eine sehr gute Leistung.

        Selbst bei niedrigen fps sollte das Spiel sehr flüssig laufen, das war ja damals sogar bei The Witcher 3 so, dass es mit niedrigen fps immer noch flüssig vorgekommen ist. Das ist der Vorteil, wenn es keine schnellen Egoshooter sind, bei Rollenspielen ist dies nicht störend.
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Freiheraus
        Das riecht doch schon wieder...
        Muss denn diese Art von Kommentar immer sein? Ist es beinahe egal was wir tun, immer muss es gleich Bestechung, Willkür oder die Absicht sein, einen Hersteller ganz bewusst zu bevorzugen.

        Nun, wie es wirklich ist:
        Der aktuelle Testparcours für Prozessoren ist weit vor der offiziellen Einführung von rBAR entstanden. Damit die Testwerte Bestand haben und vergleichbar bleiben, darf an der Testmethodik für die Dauer der Gültigkeit nichts verändert werden. Natürlich gab es interne Tests und die Ergebnisse sprachen zum damaligen Zeitpunkt ganz klar gegen rBAR. Sobald der CPU-Index das nächste große Update erfährt, prüfen wir selbstverständlich alle vorhanden Möglichkeiten und erwägen sogar seit Urzeiten mal auf eine Radeon statt Geforce zu setzen. Das werden Benchmarks in der Zukunft aber erst klären müssen, bis dahin lautet die Formel RTX 3090 + CPUs ohne rBAR.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Generell fühlt sich das Spiel flüssiger an, als die Zahlen suggerieren. Bedenke zudem, dass wir PCGH-typisch auf einen Worst Case (jedoch nicht "Worst worst Case") setzen, die Fps werden also in der Regel etwas höher liegen.
      • Von XXTREME Lötkolbengott/-göttin
        Was eine durchweg gruselige Performance. D3D11 in 2021 muss ja nu wirklich nicht mehr sein . Fand das Game eigentlich ganz interessant aber bei gerade mal 30 Min. Fps. in WQHD bei meiner 2070S....nein danke dafür gibt´s von mir kein Geld .
      • Von Freiheraus
        Kann es sein dass GeForce-Karten @720p oder kleiner mit rBAR generell mehr Probleme bzw. Einbrüche haben als ohne rBAR? Radeons haben dieses Problem seltener oder gar nicht. Oder was ist jetzt konkret der Grund ausgerechnet bei CPU-Benches kein rBAR/SAM zu nutzen? Das riecht doch schon wieder...
      Direkt zum Diskussionsende
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