PCGH-History: alle 3DMarks im Überblick

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Special Thilo Bayer Carsten Spille Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Gerüchteweise will Futuremark in den nächsten Tagen seinen neuen 3DMark Vantage veröffentlichen. Grund genug, im Vorfeld alle bisher erschienenen 3DMarks miteinander zu vergleichen.

Mit dem 3DMark 99 (Release: Ende 1998) fing alles an: Damals hieß Futuremark noch Mad Onion (also "verrückte Zwiebel"), erst Ende 2002 wollte man sich mit dem "Mark" im Firmennamen auch der Benchmarkreihe annähern. PCGH betrachtet den Werdegang der einzelnen Benchmarks von damals bis zum 3DMark Vantage heute.

Final Reality: der erste 3DMark?

Final Reality anno Mai 1997: So fing alles an - mehr Bilder in der Galerie Quelle: PC Games Hardware Final Reality anno Mai 1997: So fing alles an - mehr Bilder in der Galerie Anfangen wollen wir dem Final Reality Benchmark, der schon im Mai 1997 auf den Markt kam (Retro: Final Reality - 10 Jahre 3D-Mark). Er stammt zwar nicht von Futuremark (tatsächlich wurde Futuremark erst 1997 gegründet), wurde aber unter anderem vom ebenfalls finnischen Studio Remedy Entertainment entwickelt. Insofern kann man Final Reality als Vorgänger der 3DMark-Serie ansehen.

Damals bissen sich illustre Chipsätze wie S3s Virge 3D, die Matrox Mystique 220 und andere die Zähne am Final Reality aus. Erst die Voodoo Graphics konnte den Test vernünftig darstellen.

3DMark 99/MAXX

3DMark 99 MAX: Die Optik hat etwas Unreal-mäßiges - mehr Bilder in der Galerie Quelle: PC Games Hardware,PC Games Hardware,PC Games Hardware,PC Games Hardware 3DMark 99 MAX: Die Optik hat etwas Unreal-mäßiges - mehr Bilder in der Galerie Vom 3DMark 99 gab es zwei Varianten, die Standardversion und später auch die MAXX-Variante mit einigen erweiterten Tests. Technisch basierte der Benchmark auf Direct X 6, und so waren es wie so oft die Grafikkarten, welche die Leistung limitierten. Immerhin ließen sich beim 3D Mark 99 schon die erzielten Werte mit anderen vergleichen.

Systemvoraussetzungen waren damals ein Pentium 166, 32 MiByte Arbeitsspeicher sowie wie erwähnt ein DX6-3D-Beschleuniger.

3DMark 2000

3DMark 2000: Die legendäre Comanche-Szene Quelle: PC-Extreme.de 3DMark 2000: Die legendäre Comanche-Szene Der 3DMark 2000 läutete das Direct-X-7-Zeitalter ein. Die minimalen Systemvoraussetzungen wurden von Mad Onion zwar nur auf einen Pentium 166, 64 MiByte Arbeitsspeicher und einen DX7-3D-Beschleuniger angehoben, richtig flüssig lief der 3D Mark 2000 damit aber nicht. Ein Pentium II war schon gefordert. Fast schon legendär ist die Hubschrauberszene, die nicht ganz von ungefähr an Comanche erinnert.

Beim 3DMark 2000 konnte man die erzielten Werte in die Datenbank von madonion.com hochladen, um seinen Rechner besser mit anderen vergleichen zu können. Die Tür für Übertaktungs-Weltrekorde war damit weit aufgemacht.

3DMark 2001/SE

3DMark 2001: Matrix und Max Payne lassen grüßen! Quelle: PC Games Hardware 3DMark 2001: Matrix und Max Payne lassen grüßen! Der 3DMark 2001 erlebte ebenfalls zwei Editionen, einmal Standard und später auch noch SE. Zum ersten Mal wurde eine Grafikkarte der Direct-X-8-Generation gefordert, also eine Geforce 3 oder Radeon 8500. Beim 3DMark 2001 SE kam zum ersten Mal auch Direct X 8.1 zum Einsatz.

Auffallend war, dass der 3DMark 2001 zum ersten Mal Spieletests im Baukasten-Prinzip mit unterschiedlichen Hardwareanforderungen verwendete. Der berühmt-berüchtigte Naturetest, der bei der Veröffentlichung des 3DMark 2001 am 14.03.2001 nur von der Geforce 3 berechnet werden konnte, sorgte für einigen Aufruhr. Auch der bei der SE-Variante eingeführte Pixel-Shader 1.4-Test blieb nicht ohne Kritik, da er ebenfalls nur von bestimmten Chips wie dem Radeon 8500 dargestellt werden konnte.

Ebenfalls spannend: Madonion bot damals ein Minispiel an, wenn man unter "Project" das Wort "Holy Cow!" eingab. Und schon heute Legende: die Matrixszene im Max-Payne-Stil.

3DMark 2003

3DMark 2003: Futuremark erstmals so richtig im Weltraum Quelle: PC Games Hardware 3DMark 2003: Futuremark erstmals so richtig im Weltraum Am 11.02.2003 berichtete PCGH schlicht und ergreifend: 3DMark 2003 ist fertig!. Zum ersten Mal wurde die Fähigkeiten einer Direct-X-9-Grafikkarte ausgenutzt, wenn auch nur für den Game Test 4. Wer noch mit einer DX7-Karte unterwegs war, sah tatsächlich nur Test 1 (Wings of Fury); wer eine DX8-Karte mit Pixel Shader 1.1 sein eigen nannte, sah immerhin die Tests 2 und 3 (Battle of Proxycon, Troll's Lair). Nur wer mindestens einen 3D-Beschleuniger mit R300- oder NV30-Chipsatz besaß, durfte sich an Mother Nature erfreuen. Dazu kamen weitere synthetische Tests.

Interessanterweise schoss Nvidia massiv gegen den 3D Mark 2003, weil die Tests 2 + 3 von Pixel-Shader-1.4-Karten Vorteile verschafften. Nvidia riet damals davon ab, den 3DMark 2003 als Standard-Benchmark zu nutzen (Nvidia: massive Kritik an 3D Mark 2003). Später eskalierte die Auseinandersetzung durch den sogenannten Schummeltreiber für FX-Karten (Nvidia vs. Futuremark - der Disput geht weiter). Doch Futuremark und Nvidia vertrugen sich dann recht schnell (Futuremark und Nvidia auf Schmusekurs). Nicht zu bremsen war allerdings der "Optimierungswahn", den alle Chiphersteller betrieben, um unter anderem beim 3D Mark besonders gut auszusehen. Das veranlasste Futuremark zur Veröffentlich der vier Gebote gegen Optimierungen (Futuremark: vier Gebote gegen 3D-Mark-Optimierungen).

Die Hardwareanforderungen des 3DMark 2003 waren heftig. Futuremark gab empfohlene Systemvoraussetzungen heraus, die eine 2 GHz schnelle CPU und eine DX9-Karte mit 128 MiByte VRAM umfassten - zu hoch für viele aktuelle Rechner.

Bildergalerie

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