Die Benchmarks in Spielen und Anwendungen
Wir testen die Auswirkungen des Gigabyte X3D Turbo Mode 2.0 in 16 Spielen und 7 Anwendungen. Zudem liefern wir eine Effizienz-Übersicht + Fazit.
In diesem Artikel
Nach der technischen Einordnung folgt nun der Praxisteil, also die Spiele und Anwendungsbenchmarks. Wir beginnen hier nicht bei Null, sondern mit dem Ist-Zustand, den das Gigabyte X870E Aorus Elite X3D ab Werk vorgibt. Die Benchmarks sind darauf ausgelegt, genau diese Effekte sichtbar zu machen. Im Spielebereich prüfen wir Titel mit unterschiedlicher Threadverteilung, um zu zeigen, wo ein Wegfall von SMT hilft und wo er schadet. Bei produktiven Anwendungen und synthetischen Paralleltests messen wir die Auswirkungen des reduzierten Threadangebots und die Folgen der erhöhten Basistakte. Erfasst wurden Frametimes und durchschnittliche Fps, Rechenzeiten bei CPU-lastigen Anwendungen, Leistungsaufnahmen und jede Form von Fehlverhalten oder Absturz. Gerade letztere haben dafür gesorgt, dass so mancher Testlauf wiederholt werden musste. Im folgenden Abschnitt finden Sie die Messergebnisse, ergänzt durch eine punktgenaue Analyse, was hinter den Zahlen technisch steht und inwieweit Gigabytes Versprechen mit dem Praxisergebnis übereinstimmen.
Für die Effizienzanalyse erfassen wir den Energieverbrauch der CPU über den gesamten Benchmarkverlauf und setzen ihn ins Verhältnis zur erzielten Rechenleistung. Die Konfiguration der Prozessoren spielt dabei eine zentrale Rolle. AMD gibt klare Vorgaben zu TDP-Klassen sowie PPT-, TDC- und EDC-Limits, die von den Mainboardherstellern eingehalten werden müssen. Intel verzichtet ab Arrow Lake vollständig auf offizielle Begrenzungen, bei Raptor Lake bleibt die Spezifikation uneindeutig. Daher verwenden wir bei Intel-K-Modellen das Performance-Profil. Die Leistungsaufnahme messen wir extern über ein Power Measure Device (PMD), das zwischen Netzteil und Mainboard sitzt und die Daten in Echtzeit an ein separates System überträgt.
X3D Turbo Mode 2.0: Benchmarks (Spiele)
Für den Vergleich treten neben den drei Betriebsarten des Gigabyte X870E Aorus Elite X3D auch Prozessoren aus unserem regulären Testparkour des CPU-Index 2025 an, darunter die aktuellen Topmodelle von Intel für die Sockel 1700 und 1851. Die Modi Spec, Max Performance und Extreme Gaming sind in den Diagrammen markiert, um die Ergebnisse klar voneinander abzugrenzen. In Spielen ergibt sich ein gemischtes Bild. Manche Titel reagieren positiv auf die Abschaltung von SMT, andere verzeichnen spürbare Einbußen. Auch das von Gigabyte ab Werk aktivierte Overclocking liefert keine durchgehend stabilen Ergebnisse. In einigen Fällen steigt die Leistung, in anderen bleibt der Effekt aus oder führt sogar zu Instabilitäten. Deutlich wird dabei vor allem, dass die Taktanhebung über den erhöhten ECLK den größten Anteil an den Leistungsgewinnen hat. Nach den Spielen richtet sich der Blick nun auf Anwendungen. Hier zeigt sich, wie sich die geänderten Parameter im produktiven Einsatz auswirken und ob die von Gigabyte gewählte Konfiguration einen echten Mehrwert bietet.
X3D Turbo Mode 2.0: Benchmarks (Anwendungen)
In den Anwendungsbenchmarks ergeben sich keine Überraschungen. Der Extreme-Gaming-Modus verliert durch das deaktivierte SMT erwartungsgemäß deutlich an Boden und ist hier fehl am Platz. Der Max-Performance-Modus kann sich kaum von der vermeintlichen Gigabyte Spezifikation absetzen, was in erster Linie daran liegt, dass die Konfiguration nicht stabil genug arbeitet, um einen konstanten Vorteil zu liefern. Damit schließt sich der Kreis zur Aussage auf Seite 1: Die Stabilität solcher Übertaktungsoptionen entscheidet darüber, ob am Ende ein Gewinn entsteht oder nur ein fehleranfälliges System. In unseren Tests kam es bei parallelisierten Anwendungen wie Handbrake oder V‑Ray 6 wiederholt zu Abstürzen.
CPU-Index-Vergleich 2025
Für den erweiterten Vergleich im CPU-Index haben wir zusätzliche Modelle einbezogen. Dabei zeigt sich, dass der Extreme-Gaming-Modus seinem Namen durchaus gerecht wird und den Spitzenplatz im Spiele-Index übernimmt. Der Max-Performance-Modus positioniert den übertakteten Ryzen 7 9800X3D knapp oberhalb des regulären 9900X3D, was angesichts der werksseitigen Vorgaben ein respektables Ergebnis darstellt. Das Auto-Profil des Gigabyte X870E Aorus Elite X3D legt auf den Standardwert des 9800X3D im Schnitt rund zwei Prozent drauf. Damit bewegt es sich im Bereich kleiner, aber messbarer Zugewinne, die allerdings durch die genannten Risiken bei Stabilität und Temperatur erkauft werden.
X3D Turbo Mode 2.0: Effizienz-Vergleich
Übertaktung geht fast immer zulasten der Effizienz. Deshalb haben wir die Leistungsaufnahme in Spielen und Anwendungen parallel zu den Benchmarks erfasst, um die Auswirkungen des "X3D Turbo Mode 2.0" zu bewerten. Schon ab Werk versieht das Gigabyte X870E Aorus Elite X3D den Ryzen 7 9800X3D mit einem leichten OC, das trotz abgesenkter Spannung durch den Curve Optimizer um etwa 0,1 Volt eine rund 20-prozentige Mehraufnahme verursacht. Mit den beiden Turbo-Modi steigt die Lastaufnahme in Spielen schließlich um bis zu 40 Prozent gegenüber der AMD-Spezifikation. In Anwendungen fallen die Mehrverbräuche mit maximal 20 Prozent etwas geringer aus. Die Effizienz in Form von Fps pro Watt leidet entsprechend: Während AMD mit dem 9800X3D ab Werk einen sehr starken Wert von 1,897 erreicht, liefert das Gigabyte-Board nur 1,715. Der Max-Performance-Modus bricht die Effizienz schließlich um rund 25 Prozent gegenüber dem Referenzwert ein. Damit bleibt das Niveau zwar gut, reicht aber nicht an die werksseitige Balance von AMD heran.
Quelle: PCGH
Das Gigabyte X870E Aorus Elite X3D ist für seinen Preis eine interessante Wahl, jedoch primär nicht wegen des X3D Turbo Mode 2.0, sondern des ECLK selbst. Diesen Zusatz findet man sonst nur bei kostspieligeren Mainboards.
X3D Turbo Mode 2.0: Unser Fazit
Nach Auswertung aller Ergebnisse bleibt ein eindeutiges Urteil: Der X3D Turbo Mode 2.0 ist nicht uneingeschränkt empfehlenswert. Eine One-Click-Übertaktung muss auf Knopfdruck zuverlässig funktionieren - genau das ist hier nicht der Fall. Die Anforderungen an die Kühlung steigen erheblich, zugleich gerät die Stabilität der Plattform ins Wanken. Für Einsteiger ist die Funktion damit riskant, für Enthusiasten überflüssig. Wer ernsthaft übertakten will, legt ohnehin selbst Hand an und geht systematisch vor. Gigabyte verfehlt mit diesem Ansatz beide Zielgruppen. Hinzu kommt: Die Aussagen zum angeblich integrierten "KI-Modell mit Hardware-Schaltkreisen" halten einer Überprüfung nicht stand. In der Praxis ist nichts davon zu erkennen. Tatsächlich setzt Gigabyte auf einen externen Taktgeber mit aggressiven 106 MHz, der notdürftig über den Curve Optimizer abgesichert wird.
Das Problem zeigt sich auch im Vergleich mit klassischem OC: In seinem mehrmonatigen Tagebuch zum Ryzen 9 9950X3D musste PCGH-Redakteur David Krausbauer unzählige Stunden in die Validierung desselben Mechanismus investieren, bevor das System stabil lief und echte Mehrleistung brachte. Gigabyte verspricht das Gleiche mit einem einzigen Klick in Sekunden. Das kann nicht funktionieren, weil die Stabilität nicht von der Funktion oder dem Mainboard abhängt, sondern von der CPU selbst.
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Ohne diese Spielerei könnten diese Mainboards ganz gut sein, außer vielleicht vom UEFI.
Zumal es 4 riegel sind die aus einer packung heist aus einer getesteten stück sind und nicht wild gewürfelt.
Aber hab es stabiel hin bekommen läuft schon bestimmt ne jahr stabiel.
Schön und gut aber hilft mir jetzt auch nix. Es is wie es ist. Und ich kenne die risiken und bin froh das es so stabiel läuft.
Finde das Max performens setting schon an effiktivsten wenn man zockt. Wie viel arbeit das dann ist steht auf ne anderen Blat papier.
Daher das nur bisschen bessere reicht wo möglich von den amd speks werten her auch für ein wenig mehr leistung.
Ich selber hab nicht aufgegeben blos gemerkt wie schwer es ist auf AM4 basic ne 5950x mit PBO & Curve optimiser den richtigen takt raus zu bekommen. Ich habe es relativ stabiel mit knapp 5ghz auf 1-2 kernen und sonst 4,8-4,9 ghz und multi 4,5-4,6 ghz aber das ist dann ausreichent mal je nach dem multi kern auch 4,7 bin ich zufrieden.
Wohl gemerkt 128GB ram und der ca.. 2,933 mhz wo ich aber ne 3.200er kit habe. Bekomme es halt nicht stabiel. Egal was ich mache blos altags mässig will ich keine 1,4+ volt spannung an liegen haben.
Vollbestückung bedeutet immer höchstarbeit für den Speichercontroller, dann noch OC ist ganz heftiges Lotto. Kein Wunder das du da viel Arbeit mit hattest.
Bei meinem x5950 war es zielführend 2 Sticks zu ziehen und 2 größere Module zu stecken... Läuft weiter auf 32 GB aber nicht 4 double sided Module sondern 2 Single sided Module.
Das reduziert die fehleranfälligkeit erheblich!
Finde das Max performens setting schon an effiktivsten wenn man zockt. Wie viel arbeit das dann ist steht auf ne anderen Blat papier.
Daher das nur bisschen bessere reicht wo möglich von den amd speks werten her auch für ein wenig mehr leistung.
Ich selber hab nicht aufgegeben blos gemerkt wie schwer es ist auf AM4 basic ne 5950x mit PBO & Curve optimiser den richtigen takt raus zu bekommen. Ich habe es relativ stabiel mit knapp 5ghz auf 1-2 kernen und sonst 4,8-4,9 ghz und multi 4,5-4,6 ghz aber das ist dann ausreichent mal je nach dem multi kern auch 4,7 bin ich zufrieden.
Wohl gemerkt 128GB ram und der ca.. 2,933 mhz wo ich aber ne 3.200er kit habe. Bekomme es halt nicht stabiel. Egal was ich mache blos altags mässig will ich keine 1,4+ volt spannung an liegen haben.
Werbung verkauft schnelle Lösungen. Versprochen werden bessere sportliche Leistung durch Schläger, Schuhe oder Kompressionswäsche, besserer Schlaf durch Nahrungsergänzungsmittel und besseres Kochen durch Küchenmaschinen.
Gutes Werkzeug ersetzt kein Training. Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine gesunde Lebensführung. Automaten ersetzen keine Arbeit; sie brauchen Wartung und Pflege.
Gleichzeitig werden Geräte unzugänglich: kaum reparierbar, modifikationsfeindlich, abopflichtig, oft mit geplanter Obsoleszenz.
Wir übersehen, wie viel Freude, Selbstvertrauen und Kompetenz entstehen, wenn wir Zeit investieren und Frustration aushalten.
Wenn Menschen wieder zu Werkzeug greifen, sehe ich oft ein Lächeln – auch wenn nicht alles perfekt gelingt.
Ich hoffe, dieser Ansatz setzt sich wieder stärker durch. Ich verbringe lieber einen Nachmittag oder Abend damit, etwas zu reparieren, statt Geld zu verdienen, um denselben Gegenstand noch einmal zu kaufen.
Was denkt ihr dazu?
Nicht alles bereitet mir Freude, so könnte ich zum Beispiel auch nähen oder stricken. Habe es während der Wehrdienstzeit auch mal gelernt. Aber Freude bereitet mir das definitiv nicht.
Im Umkehrschluss mache ich es aber dann trotzdem wenn die Jacke beispielsweise teuer war, und ich für eine Neuanschaffung zu geizig bin. Dann gebe ich mir auch Mühe und freue mich dann darüber wenn es im Ergebnis sogar aussieht als hätte es ein Profi gemacht.
Egal wieviel Zeit es gekostet hat. Getreu dem Motto -> Mir egal wie lang es dauert, mach es gescheit oder lass es bleiben!
So nen turbo 2.0 gedöns hat für mich aber eher den Flair eines Diddl-Maus Flickens den man auf die Hose Näht... Die Hose ist danach maybe funktional, aber es sieht halt fürchterlich Schwul aus. Entschuldigt die Wortwahl aber isso!