Hardware-Limits erkennen: Anschauliche Benchmarks und Vergleiche
Auf Seite 2 geht es um das komplexe GPU-Limit. Zudem zeigen wir Ihnen auf, wie Sie die Last mithilfe von Upscaling in die gewünschte Richtung lenken können.
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Eine der großen Fragen ist, ob sich ein leistungsfähigerer Prozessor überhaupt bemerkbar macht, wenn die Grafikkarte nicht ebenfalls getauscht werden soll. Das kann etwa der Fall sein, wenn Ihnen die Grafikleistung noch ausreicht, Sie aber aus Gründen (Defekt, Konnektivität, Arbeitsleistung) auf ein neues System umsatteln, während die Grafikkarte "später" nachgerüstet werden soll. Dazu zeigen wir Ihnen jetzt verschiedene Benchmarks in verschiedenen Auflösungen unter der Zuhilfenahme von unterschiedlichen Grafikkarten, darunter RX 6800 XT, RTX 3080 oder kleinere Modelle wie RX 6600 XT oder eine GTX 1660 Ti. Die Hardware wurde jeweils ohne Limit getestet, um die Vergleiche zu ermöglichen, außer, es sollte ein bestimmtes Limit erzeugt werden.
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Das GPU-Limit: Bringt eine neue CPU mehr Leistung?
Unser mit voller Absicht so gestalteter Benchmark von A Plague Tale: Requiem im absoluten Grafiklimit soll eindrucksvoll aufzeigen, was Letzteres bedeutet. Dabei ist die Radeon RX 6800 XT gar nicht mal so langsam, doch in Ultra HD reicht es nur für rund 50 Fps. Das packen alle zehn Test-CPUs im Schlaf, sogar die alten Ryzen 7 1800X und Core i7-4790K. Ein Ryzen 7 7800X3D oder Core i5-13600K sind ohne Zweifel im Alltag schneller, und auch die Arbeitsleistung bei der Content-Creation steigt massiv an, doch beim Spielen gibt nach wie vor die Grafikkarte den Ton an. Da spielt auch die RAM-Konfiguration keine Rolle mehr, deshalb geben wir sie nicht an. Wenn Sie aufrüsten möchten, um mehr Fps zu erhalten, dann müssen Sie das Limit jetzt in die eine oder die andere Richtung verschieben.
Die wichtigste Stellschraube, um die Last zur CPU oder der GPU zu verschieben, ist die Auflösung. Schauen Sie sich dazu gerne die Benchmarks unter diesen Zeilen an. In Full HD ist gerade die Radeon RX 6800 XT zügig unterwegs, die Karte liefert hier 124 Fps, wozu es schon einen Core i7-12700K benötigt, um nicht von der CPU limitiert zu werden. Die in jeder Hinsicht langsamere RX 6600 XT dagegen braucht dann nur noch den in die Jahre gekommenen Core i7-7700K. Nutzen Sie die Leistung der RX 6800 XT, um in WQHD zu spielen, dann sinkt direkt die CPU-Anforderung: Die GPU packt hier "nur" noch 95,4 Fps, wozu ein Core i9-9900K ausreicht. Und für die RX 6600 XT ist jetzt ein Core i7-4790K schon zu viel.
Vorsicht bei Ultrawide-Auflösungen wie 3.440 × 1.440 (21:9-Format): Durch die zusätzliche Breite steigt nicht nur die Grafiklast, sondern auch die CPU-Last weiter an. Dennoch reicht für eine Geforce RTX 3080 10G ein guter alter Core i7-8700K aus; ein guter Partner für die RX 6800 XT wäre ein Ryzen 7 3700X. In UHD ist die Grafiklast dann so hoch, dass es fast keine Rolle mehr spielt, welchen Prozessor Sie verwenden. Beachten Sie dabei, dass es nur auf die Fps ankommt: Steigern Sie mithilfe von Upscaling die Fps, dann erhöht sich logischerweise auch die Last auf dem Prozessor. Sie können die Machtverhältnisse auch anpassen, indem Sie an den Grafikeinstellungen drehen. Wir haben das beispielhaft an einer GTX 1660 Ti durchgeführt. Mit dem Preset Mittel statt Ultra ist die Karte in Full HD fast so schnell wie eine RX 6600 XT und übernimmt somit auch deren CPU-Anforderung. Insgesamt können wir festhalten, dass eine neue CPU im bestehenden Grafiklimit kaum bis gar nichts an zusätzlicher Leistung bereitstellt. In Einzelfällen können die Perzentile/Frametimes jedoch besser ausfallen, neben anderen Boni, wie schnelleren Ladezeiten. Doch primär dafür mehrere Hundert Euro in die Hand zu nehmen, ist nicht Sinn der Sache. Wägen Sie daher gut ab und prüfen Sie vor dem Kauf, ob Sie sich im GPU-Limit befinden und falls ja, wie viele Fps Ihre Grafikkarte überhaupt maximal berechnen kann.
Upscaling kann das Limit verschieben: Aus dem GPU- wird ein CPU-Limit
Mittlerweile gibt es in jedem modernen Spiel mindestens eine Upscaling-Technologie. Wir haben uns Hogwarts Legacy für den Vergleich ausgesucht, weil darin nicht nur DLSS und FSR 2 stecken, sondern außerdem XeSS, NIS und sogar FSR 1. Im Bildvergleich schauen wir uns jetzt dazu jeweils das Performance-Preset von DLSS, FSR 1/2, XeSS und NIS an. Das sind alle derzeit möglichen Upscaling-Techniken.
Hinsichtlich der Hardware-Limits liegt der Vorteil von Upscaling klar auf der Hand: Sie können mit nur einem Klick bis zu 148 Prozent (!) mehr Fps erhalten, wie die Benchmarks weiter unten zeigen, müssen dazu aber je nach gewählter Stufe kaum sichtbare Unterschiede bis hin zu "Pixelmatsch" in Kauf nehmen. Für diesen Vergleich musste das Privat-System des Autors herhalten, doch die Ergebnisse lassen sich auf jede andere Konfiguration übertragen, welche die Anforderungen erfüllt.
Die gezeigten Upscaling-Techniken arbeiten unterschiedlich, doch eines haben Sie gemeinsam: Sie reduzieren die Auflösung um einen gewissen Prozentsatz und skalieren das Bild dann wieder auf die native Auflösung hoch. Das klappt mal besser, mal schlechter. In Hogwarts bewerten wir die Qualität von XeSS und DLSS anhand der Bilder am höchsten, während FSR 2 zwar gut glättet, jedoch nicht dazu in der Lage ist, Details zu rekonstruieren (achten Sie dazu auf die kleinsten Äste). Hinsichtlich der Performance lassen sich mindestens 34 und höchstens 148 Prozent mehr Fps in unserem Benchmark erreichen. DLSS und FSR 2 erreichen durchweg höhere Bildraten durch die einzelnen Presets als XeSS und NIS. Generell wirken alle Bilder in der höchsten Stufe (Ultra-)Qualität ordentlich geglättet, während der Spieler den Fps-Boost von bis zu 51 Prozent natürlich gerne mitnimmt. Falls Ihnen NIS nichts sagt: Das ist für Nutzer von Nvidia-Grafikkarten gedacht, die kein DLSS unterstützen (alle Non-RTX-Modelle).
Beachten Sie dabei die steigenden Anforderungen an die CPU: Wird die Grafikkarte mit DLSS oder FSR entlastet, mögen Sie praktisch das gleiche Bild sehen, haben jedoch mehr Fps als vorher, die nun dem Prozessor in den Schoß fallen. Falls Sie Upscaling also zu diesem Zweck nutzen möchten, dann muss die verbaute CPU schnell genug sein, Sie entlasten sonst "nur" die GPU (was natürlich aus der Sicht der Effizienz ebenso attraktiv ist). Das Bild sieht mit DLSS zwar hübscher aus, läuft aber nicht so flüssig wie mit FSR 2. In den Performance- und Ultra-Performance-Bereichen nähern sich die beiden Techniken dann an. Kleinere Ausreißer bleiben allen Presets vorbehalten, doch es handelt sich bei Hogwarts Legacy nun einmal um eine große Open World, die mit Streaming arbeiten muss. Wir empfehlen Ihnen, die Sache selbst auszuprobieren, je nach installierter Grafikkarte und Fps-Ziel.
Wie sieht bei Ihnen aus? Spielen Sie eher im CPU- oder im GPU-Limit? Haben Sie schon einmal die Last verschieben müssen, sodass sich in Hardware-Upgrade gelohnt hat? Wie immer freuen wir uns über Feedback und Erfahrungen, die Sie selbst gemacht haben. Nutzen Sie gerne die Kommentar-Funktion.


Interessant. Hast du denn mal getestet, ob Einstellungen über DDR4-3200 überhaupt greifen? RAM-OC unterstützt Intel offiziell ab B560/H570 und es wäre nur logisch, wenn sie das mit B660/760 und H670/770 so weiterführen. H410/510 hat nie eine Unterstützung erhalten und bei H710 gibt es schlicht nichts, worauf man sich beziehen könnte.
Starfield könnte auch auf einem Celeron laufen, die KI ist so strunzdumm und die Umgebung so statisch programmiert da hätte selbst ein Celeron mit 2 Kernen ohne HTT keine Probleme damit. Aber die Uralt Egine von Bethesda brauch Drölf Millionen Kerne mit drölf Millionen GHz.
Das Spiel muss bei mir in der halben Refreshrate also 72Hz laufen bzw als Buffer dann 73fps,
aber wenn man die Drops miteinrechnet läuft der Limiter bei 90FPS und ich meist immer über 73FPS also in der Refreshrate von 72Hz.
Ich finde Refreshraten die Ungerade sind z.b. 165Hz als Blödsinn, da funktioniert der Fallback auf die halbe Refreshrate nicht mal annähernd brauchbar.
Lieber 144Hz und dann auf 72Hz als so gedöns mit Ungeraden Hz Zahlen 165.
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Hier ist gleich so eine Unlogik: Spalte 1 zeigt mir meine Einstellung und Spalte 2 sollte eigentlich die aktive Einstellung anzeigen. Der zeigt mir völlig sinnlos das SPD Profil. Aktive Werte fehlen. Im erweiterten Timing(pic2) sind sie vorhanden. (pic3) Im Easy Mode wird bei den DIMMS wieder 2133MT/s angezeigt. Zum Glück ist die Echtzeitanzeige korrekt.