Aqara Smart Lock U200 Lite im Test: smartes Türschloss ohne Schnickschnack
Das Aqara Smart Lock U200 Lite ist ein schnell zu installierendes smartes Tüschloss. Es kann ohne Eingriffe an der Tür angebracht werden und bietet auch ohne Anbindung an einen Matter-Hub nützliche Funktionen.
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Nachfolgend finden Sie einen Hands-on-Praxistest unserer Redakteurin Veronika. Um persönliche Erfahrungen und Einschätzungen zum Aqara Smart Lock U200 Lite authentisch wiedergeben zu können, ist der Testbericht in der Ich-Form verfasst.
Das Aqara Smart Lock U200 Lite ist ein intelligentes Türschloss, das ein bestehendes Schloss in ein smartes Zugangssystem verwandelt - ohne aufwendige Installation oder Austausch des Türzylinders. Das Smart Lock U200 Lite eignet sich ideal für klassische Türen und kann an gängige Euro-Profilzylinder sowie weitere Schlosstypen angebracht werden: ganz ohne Bohren oder Verkabelung. Es wird einfach auf der Innenseite über dem vorhandenen Schloss montiert.
Da es sich um das Lite-Modell handelt, unterstützt es Matter, mehrere Öffnungsmethoden und die automatische Verriegelung, verzichtet jedoch auf Extras wie Fingerabdrucksensoren oder den Apple Home Key. Stattdessen nutzt es mitgelieferte NFC-Sticker für den schnellen Zugang.
Kompatibilität und fast einfache Installation
Das Smart Lock U200 Lite passt auf viele gängige Türschlösser. Voraussetzung ist ein Profilzylinder mit Not- und Gefahrenfunktion, sodass der Schlüssel innen im Schloss bleibt, während das Schloss von außen weiterhin mit einem zweiten Schlüssel geöffnet werden kann. Die Installation erfolgt werkzeuglos mit Klebepads und Halterungen in wenigen Minuten. Einzig der Schlüsselkopf kann problematisch werden. Ist er länger als 39 mm und dicker als 5 mm, passt er nicht. Da keine Veränderungen an der Tür vorgenommen werden, eignet sich das Schloss auch für Mietwohnungen. Das äußere Erscheinungsbild der Tür bleibt erhalten und der physische Schlüssel bleibt als Backup.
Das Anbringen war bei mir gar kein Problem. Mithilfe eines Ausgleichspads (davon liegen mehrere in verschiedenen Stärken bei) habe ich den Beschlag des Schlosses verlängert (siehe Fotos) und dann das Klebepad sowie die Trägerplatte drauf geklebt. Danach schraubt man das Schloss selbst auf die Platte und setzt den Akku ein. Praktisch: Der wird per USB-C geladen und kann dazu entweder entnommen oder, falls eine Steckdose neben der Tür ist, direkt im Schloss aufgeladen werden.
Ulkig: Das Schloss macht bei der Inbetriebnahme allerlei Geräusche und spielt Liedchen ab, während es kalibriert. Wer hinterher möchte, kann das alles in der App ausschalten. Oder aber man lässt den Alarm an, der einem bei allem mit Gebimmel mitteilt, dass irgendwas los ist. Letzteres ist definitiv eine gute Sache für vergessliche Menschen oder jene, die nicht (mehr) so gut sehen.
Bildergalerie
Kalibrierung mit Tücken und die Sache mit dem Hub
Zunächst liefen die Verbindung mit der App und die automatische Kalibrierung recht unkompliziert. Aber dann tauchte bei mir das Problem auf, dass bei Ver- oder Entriegeln über die App jedes Mal ein Zylinderfehler gemeldet wurde. Zwei weitere automatische Kalibrierungen später war das Ergebnis dasselbe. Erst die manuelle Kalibrierung schuf Abhilfe.
Die Verbindung mit meinem Aqara Hub M3 war auch ein wenig abenteuerlich. Das Problem ist da vermutlich die App, die einen ständig auf die Verbindung mit einem Drittanbieter hinweist und damit schlicht Matter meint. Das kann Nutzer verunsichern. Eine direkte Verbindung zum Hub per WLAN war nicht möglich, die schlug regelmäßig fehl. Also war letztlich der Weg über "Drittanbieter" (also Matter), dort Alexa ausgewählt (wobei das Schloss mit Alexa nicht verbunden wurde) und dann die Eingabe des Matter-Codes. Könnte auch einfacher gehen. Übrigens ist die Platzierung von Aqara Magic Pair QR-Code und Matter-QR so eng, dass man das eine oder andere zuhalten muss.
Langsamer NFC-Tag
Für die bequeme Öffnung der Tür von außen liegen zwei NFC-Sticker bei. Die kann man zum Beispiel draußen an die Tür kleben. Das Hinzufügen geht auch recht einfach auf der App-Startseite des Smart Lock U200 Lite. Aber bequem ist auch die Arbeitsweise. Eine schnelle Reaktion darf man da nicht erwarten. Und das NCF öffnet erst mal die App, die wiederum braucht mein Gesicht (wegen FaceID) und dann geht die Tür mal auf. Aber immerhin geht sie dann auf.
