Batman Arkham City im Technik-Test: Grafikkarten-, DirectX-11- und Physx-Benchmarks plus Vergleichsbilder [Test des Tages]
Batman Arkham City von den Rocksteady Studios basiert auf der Unreal Engine 3 und bietet neben DirectX 11 auch GPU-beschleunigtes Physx. PC Games Hardware macht den Technik-Test: Welche Grafikkarte benötigen Sie plus wie fallen die Unterschiede zwischen DX9 und DX11 sowie mit GPU-Physx aus?
Update: Sie finden nun am Ende des Artikels mehrere Videos zu Batman Arkham City.
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Die Konsolen-Version von Batman Arkham City erschien bereits Mitte Oktober und räumte hoher 90er-Wertungen am Fließband ab. PC-Spieler mussten sich (in Europa) bis heute gedulden, nun steht die grafisch aufgemotzte Version im Handel. Entwickler Rocksteady hat die Zeit genutzt, um die zugrunde liegende Unreal Engine 3 mit DirectX 11 sowie optionalen GPU-beschleunigten Physx-Effekten zu verschönern - ohne beide Features erhalten Sie abseits von höheren Auflösungen, AA/AF sowie knackigeren Texturen die "klassische" Konsolen-Optik.
Batman Arkham City im Technik-Test: DirectX 11
Wie Sie unserem Interview mit den Batman-Machern entnehmen können, basiert das Action-Spiel wie eingangs erwähnt auf der Unreal Engine 3. Diese bietet seit dem März-UDK DirectX 11, welches von Epic Games in Form der äußerst eindrucksvollen Samaritan-Techdemo vorgeführt wurde. Der Fledermaus-Titel reizt die Möglichkeiten nicht voll aus, sondern setzt auf Klasse statt Masse: So nutzt Rocksteady die DX11-Tessellation um bestimmte Objekte oder Charaktere mit mehr Polygonen realistischer erscheinen zu lassen - dies gelingt zumeist auch, wenngleich es die Entwickler stellenweise übertreiben (die zusätzlichen Polygone an den Ranken etwa sehen fast schon aus wie Stacheln denn eine schroffe Oberfläche). Per Horizon-based Ambient Occlusion [HBAO] verschatten sich selbst Objekte selbst oder gegenseitig; dieser subtile Effekte sorgt für eine deutlich realistischere Einbettung von beispielsweise Gegenständen in der Umgebung - wenngleich wir auf Vergleichsbildern wenig davon erkennen konnten (denn auch unter DX9 ist Umgebungsverdeckung vorhanden). Zu guter Letzt sind sogenannte "Multi View Soft Shadows" in Batman Arkham City enthalten, welche die ungefilterten und an den Kanten flimmernden Schatten durch weiche Versionen ersetzen.
Rocksteady ist es in Zusammenarbeit mit AMD und Nvidia jedoch (bisher) nicht gelungen, dass Spiel sauber im DX11-Modus laufen zu lassen: Nicht nur, dass der interne Benchmark teils weniger als die Hälfte an Fps ausgibt wie mit DirectX 9, auch ein ständiges heftiges Ruckeln trübt den Spielspaß massiv - auch ingame. Das Problem ist bekannt und soll mit einem Patch behoben werden, wann dieser erscheint, ist ungewiss. Auch wenn das massive Stottern die resultierende Bildrate im Benchmark künstlich drückt, benötigen Sie für Full-HD samt 4x MSAA (auf Geforce- wie Radeon-Karten per Grafikmenü auswählbar!) und 16:1 AF bei maximalen Details eine Geforce GTX 570 oder Radeon HD 6950, mit Shader-basiertem FXAA statt 4x MSAA reicht bereits ein kleineres Modell - oder Sie schalten gleich in den DX9-Betrieb um. Die Radeon HD 5870 übrigens leidet unter "nur" 1 GiByte VRAM und der schwächeren Tessellation-Leistung im Vergleich zur Radeon HD 6850.
Batman Arkham City im Technik-Test: GPU-beschleunigtes Physx
Die optionalen Physx-Effekte ändern nichts am Gameplay, sondern verdichten einzig und alleine die Atmosphäre - und das auf recht beeindruckende Art und Weise: Mit der normalen Stufe bekommen Sie Partikeleffekte wie Trümmerteile, volumetrischen interaktiven Rauch und Nebel sowie (teilweise) zerstörbare Umgebungen zu Gesicht. Die hohe Stufe fügt (weitere) physikalisch animierte "soft bodies", also Stoffe sowie Papier, hinzu. All diese Aufwertungen kosten selbstverständlich Leistung, weswegen eine Geforce-Grafikkarte empfohlen wird - besitzen Sie eine Radeon, müssen Sie mit der CPU vorlieb nehmen.
Um herauszufinden, wie sehr GPU-Physx die Bildrate drückt, setzen wir auf den einwandfrei arbeiteten DirectX-9-Pfad in Full-HD (inklusive maximalen Details plus 4x MSAA/16:1 AF). Während ohne Zusatz-Effekte eine Geforce GTX 570 wie GTX 460 absolut flüssige Bildraten erzielen, halbiert die normale Physx-Stufe die Fps nahezu, während hohe Effekt-Details die Bildrate um fast zwei Drittel verringert - hier geraten beide Karten in Straucheln. Bürden Sie der CPU die hohe Physx-Stufe aus, liefert diese nur 25 Fps ab. Sofern Sie aber beispielsweise auf einen pfeilschnellen Core i5-2500K statt unseres Phenom II X6 1100T setzen, sind zumindest normale Effekt-Details auch mit einer Radeon-Grafikkarte flüssig spielbar.
Batman Arkham City im Technik-Test: Fazit
So löblich die verbesserte PC-Umsetzung von Batman Arkham City auch ist, so krankt sie in der Praxis im DirectX-11-Modus an einer mangelnden, weil stark ruckelnden Bildrate. Ob die optischen Aufwertungen überdies die Halbierung der Bildrate rechtfertigen, muss jeder selbst entscheiden. Das Gleiche gilt für die optionalen GPU-beschleunigten Physx-Effekte, welche zwar die Atmosphäre sehr verdichten, aber eine extrem schnelle (Geforce-)Grafikkarte oder gleich zwei erfordern. Aber Achtung, SLI funktioniert mit dem Geforce 285.79 Beta nicht - Nvidia dürfte jedoch zeitnah für Abhilfe schaffen, wenngleich die fehlende Funktionalität auch hier den ansonsten positiven Eindruck trübt. Dies gilt ebenfalls für die sehr lange Ladezeit plus nicht abbrechbare Intro-Videos, bis das Spiel überhaupt bereit steht.
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Und das sogar ohne PhysX mit ner 6870 auf DX9!
Ist jetzt kein goßes problem weil es nur manchmal passiert, aber wenn ich mal so zwischendurch beim Zocken in den TaskManager/MSI-Afterburner schaue wie alles so läuft und dann wieder zurück ins Game, kann es vorkommen das die fps dann wieder voll im Keller sind