Beerdigter Core Ultra 9 290K Plus: Gute Gründe für Intels aufsehenerregende Entscheidung?
Prototyp-Tests des nie erschienenen Core Ultra 9 290K Plus belegen: Der Chip war dem günstigeren 270K Plus kaum überlegen - und erklärt damit Intels Entscheidung, auf die Neuauflage zu verzichten.
Im Vorfeld zum Arrow-Lake-Refresh hielt sich lange Zeit hartnäckig das Gerücht, wonach Intel auch zum bisherigen Flaggschiff in Form des Core Ultra 9 285K eine Neuauflage anvisiert. Erschienen ist der gemutmaßte Core Ultra 9 290K Plus allerdings nie, was Intel mit einem Fokus auf ein vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis begründete, das hier wohl weggefallen wäre.
Neue Benchmark-Daten des Bilibili-Kanals 51972, der eigenen Angaben zufolge an zwei Prototyp-Mustern des Chips herankam, liefern nun eine weitere belastbare Antwort.
Denn was die Messwerte tatsächlich zeigen, ist für ein angedachtes Flaggschiff nur wenig schmeichelhaft: Laut 51972 beläuft sich der Vorsprung gegenüber dem 270K Plus in Produktiv-Workloads auf durchschnittlich 2 bis 3 Prozent. Im Gaming fällt der Abstand vereinzelt mit bis zu 8 Prozent etwas deutlicher aus - gemittelt über alle getesteten Titel schrumpft er allerdings auf denselben Korridor zusammen.
Benchmarks zeigen nur wenig Luft zwischen den Modellen
In CPU-Z erzielte der 290K Plus im Multithread-Test demnach 19.546 Punkte, der 270K Plus kam auf 19.007. In Cinebench R23 lagen 580 Punkte zwischen beiden Chips (44.810 zu 44.230); in Cinebench R24 waren es lediglich 28 Punkte Differenz. In Render-Workloads beziffert 51972 den Vorsprung des 290K Plus auf durchschnittlich etwa 4 Prozent.
Gegenüber dem AMD Ryzen 9 9950X3D2 schnitt der 290K Plus in einzelnen Workloads schlechter ab. In 7-Zip etwa erzielte der AMD-Chip 236.292 GIPS - der Intel-Prototyp hingegen nur 175.153 GIPS. In UE5-Kompilierung oder Houdini-Berechnungen lagen die Abstände indes deutlich enger.
Gaming: Kein überzeugendes Argument für eine höhere Preisklasse
Auch im Gaming-Bereich blieb der Abstand zum 270K Plus gering.
- Bei 1080p lagen beide Chips in Counter-Strike 2 bei durchschnittlich 368 bzw. 364 Fps, in Cyberpunk 2077 bei 206 zu 201 Fps.
- In Black Myth: Wukong war der 270K Plus mit 99 Fps sogar einen Tick schneller als der 290K Plus mit 98 Fps.
Intels Kalkulation: Ein Flaggschiff, das keines sein durfte
51972 zieht aus den Ergebnissen das naheliegende Fazit: Der minimale Leistungsunterschied zwischen 290K Plus und 270K Plus dürfte der Hauptgrund für Intels Streichentscheidung gewesen sein. Mit moderatem Overclocking soll der günstigere 270K Plus die Leistung des 290K Plus laut 51972 problemlos erreichen oder sogar übertreffen.
Hinzu kommt der Preisaspekt: Der Core Ultra 7 270K Plus ist aktuell für rund 300 Euro gelistet. Ein Flaggschiff-Prozessor, der sich in der Praxis kaum von diesem Modell abhebt, hätte den Preissprung nach oben kaum rechtfertigen können - eine Situation, die Intel wohl früh erkannt hat.
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Ja, auch eine KI weiß, dass es 250-300% sind.
Ob wir tatsächlich von 200, 300 oder 400% reden ist erstmal egal und auch sowieso stark vom Workload abhängig (in Extremfällen könnens auch 20 oder 2000% sein), aber dass ein 285K pro Kern und Takt gegenüber einem 4970K mehr als 30% schneller geworden ist ist nun wirklich völlig offensichtlich. So offensichtlich, dass es eigentlich sogar jede beliebige KI herausfinden können sollte (ich überschätze die Dinger aber leider immer noch).
Es halt einen Grund warum die Hersteller eben nicht auf maximalen Takt hin optimieren (Intel musste das ja schmerzlich lernen damals...) sondern auf maximale IPC und Parallelität (nicht nur mehr Kerne sondern auch Untereinheiten innerhalb von Kernen). Weniger Transistoren in kürzeren Pipelines maximal hoch zu takten ist nahezu immer sehr viel ineffizienter als mehr Transistoren in langen Pipelines niedriger zu takten. Die
und das sind wir auf eine IBC leistungssteigerung von etwa 30 % pro kern stehen geblieben.
also ich muss sagen nach 12 Jahren gerade mal 30 % Steigerung?
das Beweis definitiv, dass wir schon längst im physikalischen Limit angekommen sind.
Aber gut ich bin gespannt was beide daraus machen werden.
Und IPC ist ja schön und gut nur muss es die Software auch dankend annehmen. Denn wenn sie stattdessen in weniger Auslastung mündet obwohl es zu mehr Auslastung sein sollte ,dann bringt das auch nix mehr.
In dem Sinne immer weiter und höher hat auch irgendwann eine Grenze erreicht. Ich merkte das sehr deutlich. Wenn die Steigerung der Leistung ausbleibt dann weiß man im Grunde genommen wo man gelandet ist. Das merkt man sehr deutlich. Bei Intel jedoch geht noch was. Intel kann also gut bei Anwendung aufholen. Aber ob da 15% Mehrleistung auf e Kerne wirklich was bringt das können nur Tests und so wirklich zeigen.
Es halt einen Grund warum die Hersteller eben nicht auf maximalen Takt hin optimieren (Intel musste das ja schmerzlich lernen damals...) sondern auf maximale IPC und Parallelität (nicht nur mehr Kerne sondern auch Untereinheiten innerhalb von Kernen). Weniger Transistoren in kürzeren Pipelines maximal hoch zu takten ist nahezu immer sehr viel ineffizienter als mehr Transistoren in langen Pipelines niedriger zu takten. Die hohe Kunst ist es nur, die maximale IPC suchen zu gehen.
wir hatten vor 10 Jahren schon Chips mit 5 gigahertz und jetzt haben wir Chips mit 5GHz. es geht halt einfach nicht mehr viel mehr.
und bei der parallelität sind wir eigentlich auch schon an einer logischen Grenze angelangt.
wie viele Jahre stecken Spiele schon bei maximal 8 Kerne fest.