Apple hat auf der WWDC angekündigt, mit iOS 16 Carplay mehr oder weniger zum Betriebssystem für Autos zu machen. Hierbei geht es um Entertainment- und Komfort-Funktionen in Fahrzeugen.
Auf der Entwicklermesse WWDC hat Apple neben neuen Macbooks mit Apple M2-Chip auch neue Betriebssystemversionen für iPads und iPhones angekündigt. Noch in diesem Jahr soll iOS 16 auf den Markt kommen. Ein Bestandteil der neuen OS-Version ist die überarbeitete Schnittstelle Carplay, sodass das iPhone mehr als einen Bildschirm im Auto mit Inhalten versorgen kann. Mit iOS 16 wird es möglich sein, mehrere Displays im Auto mit unterschiedlichen Inhalten zu bespielen und etwa auch die Klimatisierung direkt via Carplay und dem iPhone zu steuern.
Rechenleistung vom iPhone im Auto nutzen
Sogar im Instrumentendisplay lassen sich künftig Inhalte von Carplay anzeigen. In der Mitte können etwa verschiedene Widgets angezeigt werden. Laut Apple soll das neue Carplay in der Lage sein, sich an verschiedene Displaygrößen anzupassen. Die komplette Rechenleistung kommt dabei immer vom iPhone. Neben der aktuellen iOS-Version sind aber auch speziell ausgestattete Fahrzeuge notwendig, um diese Erweiterung anzeigen zu können. Ab Ende 2023 soll es erste neue, kompatible Modelle von Audi, Acura, Honda, Mercedes-Benz, Land Rover, Jaguar, Ford, Lincoln, Renault, Nissan, Infiniti, Polestar und Volvo zu kaufen geben. Mit Carplay lassen sich Entertainment- und Komfort-Funktionen steuern, für die Steuerung von Assistenzsystemen benötigen die Autohersteller - erst mal - weiterhin eigene Systeme.
Wenn es nach Apple geht, hätten Marktforschungen ergeben, dass 79 Prozent der Autokäufer in den USA darauf Wert legen, dass ihr neues Auto Carplay beherrscht. Neben Carplay wird es in diesem Jahr auch eine neue Oberfläche beim Konkurrenzsystem Android Auto geben. Um klarer abzugrenzen, dass es sich bei Android Auto OS um ein eigenes Betriebssystem handelt, wird Google die Funktion für Smartphones künftig als Auto-Modus etwa in die App Google Assistant einbauen. Analog zu Carplay lässt sich auch der Auto-Modus in Google-Apps nur nutzen, wenn ein Smartphone mit dem kompatiblen Autoradio verbunden ist. In Modellen mit BMW Operating System 8.0 ist es bereits möglich, Inhalte von Android Auto/Auto-Modus im Instrumentendisplay anzeigen zu lassen. Anders als Apple bietet Google aber für Autohersteller auch das Betriebssystem Android Automotive OS an, welches auch ohne Smartphone-Koppelung funktioniert und auch Assistenzsysteme steuern kann. So können Nutzer mit Google-Konto auch unterwegs angepasste Android-Apps über die Fahrzeugantenne herunterladen und nutzen. So bieten etwa Volvo und Polestar Infotainmentsysteme mit Android-Betriebssystem und - bald - Unreal Engine 5 an.
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Sammlung zur Erweiterung von Carplay:
- Apple hat auf der Entwicklermesse WWDC angekündigt, dass es mit iOS 16 eine Erweiterung von Carplay geben wird.
- So kann ein iPhone mit Carplay künftig mehrere Displays im Auto mit Inhalten versorgen, sogar das Instrumentendisplay.
- Neben einem kompatiblen iPhone benötigt man hierzu aber noch bestimmte Automodelle, die erst ab Ende 2023 ausgeliefert werden. So soll es etwa passende Fahrzeuge von Audi, Mercedes-Benz, Ford, Nissan und Renault zu kaufen geben.

Trotzdem ziehe ich einige BMW interne Sachen wie z.b das Navi vor, da es doch nochmal komfortabler funktioniert als die Mobile Navis im CarPlay.
In Zukunft wird dann das Handy das Auto steuern quasi und das Handy wird auch immer mehr zu einer Identität. Wahrscheinlich brauchen wir bald nichts mehr außer das Handy das alles steuert von Haus bis Auto.
VW und Konsorten wollen nicht die OEMs der Mobilität werden, nachvollziehbar, aber wahrscheinlich zu spät.
Tesla macht das gleiche wie alle anderen, Service-as-a-Service, also Abo Modell for Konnektivität. Das ist ok, hat mit dem OS aber nichts zu tun.
Apple hat die 14 teilnehmenden Autohersteller auch damit als Passagiere an Bord geholt, weil der Datentransfer zwischen Auto (für Geschwindigkeit, Temperaturen etc.) und iPhone auf einem "sicheren Weg" geschehen soll... Gerade beim Konkurrenzsystem von Google war/ist das immer das Argument der Autohersteller, dass man bei Android nie sicher sein kann, wer die Daten bekommt oder das Google zu viel Daten bekommt. Bei Apple scheint das aber niemanden zu stören...
Wie gesagt, VW & Co. sind reichlich spät dran, wenn es um eigene Betriebssysteme im Auto geht. Der Wille ist aber bei VW da, ein eigenes OS zu bauen, das auf Android-Basis setzt. Das hat mit Carplay erstmal nichts zu tun, da Carplay immer auf einem iPhone läuft und von dort aufs Autoradio übertragen wird...Diese Schnittstelle ist auch weiterhin - unabhängig vom OS des Infotainmentsystems - möglich. Volvo/Polestar, Ford setzen ja beispielsweise auf "Google Android Automotive OS" (bei Ford ab 2024) und erlauben trotzdem zusätzlich Apple Carplay.
Unabhängig von diesen Betriebssystemen für Navigation und allgemein Infotainment haben viele Autohersteller ein zweites, robustes Operating System für alle Fahrassistenzsysteme im Auto laufen. Bei diesem Fahrassistenzsystem-OS ist etwa Blackberry QNX oftmals im Einsatz... Meines Wissens ist z. B. Tesla eine Ausnahme. Dort kommt eine selbst entwickelte Linux-Version zum Einsatz...
Tesla hat es - bisher - geschafft, durch die Integration vom Webbrowser und dem "Premium Connectivity Paket" für 10 Euro pro Monat Nutzer zu überreden. Schließlich läuft somit etwa der Webbrowser über die Fahrzeugantenne und es gibt Satellitenkarten samt Echtzeitverkehrsinformationen über die festverbaute eSIM-Karte. Nur bei älteren Tesla-Modellen wird kein Abo verlangt...
Es geht darum wer die Software- und Branding-Hoheit der zukünftigen Mobilität inne hat, und das schon seit geraumer Zeit.
VW und Konsorten wollen nicht die OEMs der Mobilität werden, nachvollziehbar, aber wahrscheinlich zu spät.
Tesla macht das gleiche wie alle anderen, Service-as-a-Service, also Abo Modell for Konnektivität. Das ist ok, hat mit dem OS aber nichts zu tun.
Ich gehe davon aus, dass Diess das nicht zulassen wird und aller Fokus auf Cariad liegt.
Ob das die richtige Entscheidung ist wird sich zeigen, ich verstehe die Hersteller aber durchaus, die sich den Kontakt zu 'ihren' Kunden nicht durch Apple und Co disruptieren lassen wollen.
Für kleinere Player wie Polestar liegen die Vorteile dafür auf der Hand; und spannend wird, wie lange Tesla noch in der Lage sein wird, sich davon zu distanzieren.
Tesla hat es - bisher - geschafft, durch die Integration vom Webbrowser und dem "Premium Connectivity Paket" für 10 Euro pro Monat Nutzer zu überreden. Schließlich läuft somit etwa der Webbrowser über die Fahrzeugantenne und es gibt Satellitenkarten samt Echtzeitverkehrsinformationen über die festverbaute eSIM-Karte. Nur bei älteren Tesla-Modellen wird kein Abo verlangt...