Macbook Neo im Test: Geringer Preisabstand bringt alte Air-Modelle ins Spiel

Mit dem Macbook Neo positioniert Apple ein neues Einstiegsmodell unterhalb der bisherigen Air-Reihe. Im Test zeigt sich jedoch, dass der Preisabstand zu älteren Macbook-Air-Modellen mit M1 und M2 inzwischen gering ist. Lohnt sich das Neo wirklich?

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Macbook Neo im Test: Geringer Preisabstand bringt alte Air-Modelle ins Spiel
Quelle: PC Games Hardware

Mit dem Macbook Neo hat Apple ein neues Einstiegsmodell im Notebook-Portfolio positioniert und damit die bisherige Struktur innerhalb der Macbook-Reihe verschoben. Bisher bildeten die Air-Modelle den Einstieg in den Bereich der Macbooks. Das Neo positioniert sich mit rund 700 Euro unterhalb dieser Geräte. Das Macbook Air mit M1 aus dem Jahr 2020 ist ursprünglich mit einem Preis von 1.130 Euro erschienen. Heute erhält man das Gerät nicht mehr häufig in neuem Zustand, wenn doch, dann liegt der Preis zwischen 700 und 800 Euro. Das Macbook Air mit M2 ist 2022 erschienen, und zwar für einen Preis von 1.500 Euro. Auch in diesem Fall liegen die Neupreise noch bei knapp 800 Euro. Da die Preise heute sehr nah beieinander liegen, stellt sich die Frage, ob und aus welchem Grund man sich für das Macbook Neo entscheiden sollte.

Das Macbook Neo und auch die Vorgänger sind leider sehr anfällig für Kratzer und Abnutzungen. Quelle: PC Games Hardware Das Macbook Neo und auch die Vorgänger sind leider sehr anfällig für Kratzer und Abnutzungen.

Gehäuse und Verarbeitung

Im Gehäusebereich zeigt sich zunächst ein vertrautes Bild. Apple setzt auch beim Macbook Neo auf ein Aluminium-Unibody, das sich optisch und haptisch an den bestehenden Macbook-Modellen orientiert. Es fällt also nicht auf, dass das Macbook Neo deutlich unter den bisherigen Preisklassen liegt. Der Displaydeckel gibt unter Druck kaum nach und die Scharniere arbeiten gleichmäßig, ohne auffallend nachzuwippen. Ein einhändiges Öffnen ist möglich, allerdings nicht ganz so leichtgängig wie beim Macbook Air mit M2. Alle drei Geräte sind eher unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken, allerdings gibt es Probleme beim Lack. Wer sich nicht für die silberne Variante entscheidet, sollte bei den Air- und dem Neo-Modell auf Schutzhüllen setzen. Die Lackierung bleibt leider weiterhin anfällig für Kratzer und sichtbare Gebrauchsspuren.

Bei der Tastatur nutzen alle drei Geräte auf den ersten Blick ein ähnliches Grundkonzept mit flachen Tasten. Allerdings gibt es auch hier Unterschiede. So fehlt bei dem Macbook Neo die Hintergrundbeleuchtung, was gerade bei schlechten Lichtverhältnissen etwas problematisch sein kann. Bei den beiden Air-Modellen hingegen gehört die beleuchtete Tastatur zur Standardausstattung. Außerdem bieten Air M1 und Air M2 standardmäßig Touch ID, beim Macbook Neo muss dieses Feature allerdings explizit ausgewählt werden. Wer sich für die Ausführung mit lediglich 256 GiB Speicher entscheidet, muss sich mit einem Gerät ohne Touch ID begnügen. Insgesamt ist das Tippgefühl über alle drei Geräte hinweg vergleichbar.

Bei der Tastatur des Macbook Neo gibt es keine Hintergrundbeleuchtung. Quelle: PC Games Hardware Bei der Tastatur des Macbook Neo gibt es keine Hintergrundbeleuchtung. Bei den Abmessungen fällt das Macbook Neo etwas kompakter aus als die Air-Modelle. Es kommt auf rund 29,7 × 20,6 × 1,27 cm und bleibt damit sowohl in der Breite als auch in der Tiefe unterhalb des Macbook Air mit M1 und M2. Das Gewicht liegt bei etwa 1,23 kg und damit auf dem Niveau des Macbook Air mit M2, während das Air mit M1 mit rund 1,29 kg geringfügig darüber liegt. Praktisch fällt dieser Unterschied aber kaum bis gar nicht auf, selbst wenn man alle Geräte nacheinander anhebt. Damit sind alle drei Geräte leicht genug für den mobilen Einsatz und lassen sich auch in kleinen Rucksäcken oder Handtaschen problemlos transportieren.

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Ausstattung und Anschlüsse

Bei der Portabilität sollte allerdings auch ein Auge auf das Laden geworfen werden, denn Apple legt dem Macbook Neo kein Netzteil bei. Geladen wird aber immerhin über USB-C. Wer das Gerät nutzen möchte, muss dieses separat erwerben oder auf vorhandenes Zubehör zurückgreifen. Bei den Air-Modellen gehört ein Netzteil hingegen zum Standardumfang.

Apropos USB-C: Das Macbook Neo bietet zwei USB-C-Ports sowie einen 3,5-mm-Klinkenanschluss. Auffällig ist dabei, dass es sich nicht um gleichwertige Anschlüsse handelt. Der Port näher am Scharnier unterstützt USB 3 mit bis zu 10 Gbit/s sowie Displayport für externe Monitore. Der zweite Anschluss arbeitet hingegen lediglich mit USB 2 und erreicht maximal 480 Mbit/s. Auch wenn beide Ports zum Laden genutzt werden können, ist der Funktionsumfang damit eingeschränkt. Wer gleichzeitig ein externes Display und weiteres Zubehör verwenden möchte, könnte an der Stelle an Grenzen stoßen. Der zweite Port eignet sich eher für Peripherie mit geringeren Anforderungen.

Schon beim Air mit M1 war Thunderbolt verbaut. Quelle: PC Games Hardware Schon beim Air mit M1 war Thunderbolt verbaut.

Die Air-Modelle sind hier deutlich breiter aufgestellt. Sowohl das Macbook Air mit M1 als auch das Macbook Air mit M2 verfügen über zwei vollwertige Thunderbolt-Anschlüsse. Diese bieten höhere Bandbreiten und unterstützen ein größeres Arsenal an Zubehör, darunter schnelle externe SSDs oder mehrere hochauflösende Displays über entsprechende Lösungen. Das Macbook Air mit M2 geht noch einen Schritt weiter und ergänzt die beiden Thunderbolt-Ports um einen dedizierten Magsafe-3-Anschluss. Dadurch bleibt keiner der USB-C-Ports beim Laden belegt. Beim Macbook Neo hingegen muss einer der beiden Anschlüsse für die Stromversorgung genutzt werden, was die ohnehin begrenzte Anschlussvielfalt weiter einschränkt.

Gerade im Rahmen des begrenzten Speichers bei den meisten Macbooks wären diese Anschlüsse relevant. Immerhin kommt beim Macbook Neo in der Basiskonfiguration eine SSD mit 256 GByte zum Einsatz. Beim Arbeitsspeicher setzt Apple auf Unified Memory, der direkt in das System-on-a-Chip integriert ist. Im Macbook Neo sind standardmäßig 8 GiByte LPDDR5-Speicher verbaut. Das Macbook Air mit M1 nutzt noch LPDDR4X, während das Macbook Air mit M2 bereits auf LPDDR5 setzt.

Wie eingangs bereits angemerkt, unterscheiden sich die drei Geräte nicht nur im Preis, sondern vor allem in der zugrunde liegenden Plattform. Während das Macbook Air mit M1 und das Macbook Air mit M2 auf Apples etablierte M-Serie setzen, geht das Macbook Neo einen anderen Weg und nutzt erstmals einen Chip aus der A-Serie.

Für das Macbook Neo hat Apple einen Preis von 700 Euro angesetzt. Quelle: PC Games Hardware Für das Macbook Neo hat Apple einen Preis von 700 Euro angesetzt. Im Macbook Air M1 arbeitet der Apple M1 mit 8 CPU-Kernen, aufgeteilt in vier Performance- und vier Effizienzkerne. Der Takt liegt bei bis zu 3,2 GHz. Als Grafikeinheit kommt eine integrierte GPU mit 7 Kernen zum Einsatz. Ergänzt wird der Chip durch eine 16-kernige Neural Engine sowie eine einheitliche Speicherarchitektur. Der M1 markiert den Einstieg in Apples ARM-basierte Mac-Plattform und ist auf ein ausgewogenes Verhältnis aus Leistung und Effizienz ausgelegt.

Das Macbook Air M2 baut auf diesem Konzept auf und erweitert es gezielt. Der Apple M2 bietet ebenfalls 8 CPU-Kerne, arbeitet jedoch mit höheren Taktraten von bis zu 3,5 GHz und nutzt eine GPU mit 8 Kernen. Zusätzlich steigt die Speicherbandbreite deutlich an, was sich insbesondere bei grafiklastigen Anwendungen und Multitasking bemerkbar macht. Auch hier kommt eine 16-kernige Neural Engine zum Einsatz.

Das Neo ist zumindest haptisch nah an den Air-Modellen. Quelle: PC Games Hardware Das Neo ist zumindest haptisch nah an den Air-Modellen. Das Macbook Neo setzt dagegen auf den Apple A18 Pro. Dieser verfügt über 6 CPU-Kerne, bestehend aus 2 Performance- und 4 Effizienz-Kernen, und erreicht Taktraten von bis zu rund 4,0 GHz. Entscheidend ist aber die grundsätzliche Ausrichtung der Plattform. Während die M-Chips für dauerhaft hohe Lasten in Notebooks ausgelegt sind, stammt der A18 Pro ursprünglich aus dem Smartphone-Bereich und ist stärker auf kurze Lastspitzen und maximale Energieeffizienz optimiert.

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  1. Seite 1 Verarbeitung und Ausstattung
  2. Seite 2 Benchmarks und Fazit
    • Kommentare (13)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von MDJ Software-Overclocker(in)
        Zitat von Zik7
        Für 150€ mehr lohnt sich das Air M2 wohl schon eher. Dafür bekommt man mehr Leistung, 16GB RAM und das Display ist minimal größer. Und schnellere Anschlüsse natürlich!
        Den Air M2 bekommt man neu für ~799 €, stimmt. Kann man sich zumindest überlegen.
      • Von MDJ Software-Overclocker(in)
        Zitat von Zik7
        Für 150€ mehr lohnt sich das Air M2 wohl schon eher. Dafür bekommt man mehr Leistung, 16GB RAM und das Display ist minimal größer. Und schnellere Anschlüsse natürlich!
        Den Air M2 bekommt man neu für ~799 €, stimmt. Kann man sich zumindest überlegen.
      • Von OldboyX Freizeitschrauber(in)
        Zitat von MDJ
        Für Schüler / Studenten / Lehrkräfte gibt es die für 599€ (also das kleine Modell), sogar von Anfang an direkt über den Apple Store (Store Bildung). Das große Modell (512GB) mit Fingersensor für 699€.
        Braucht man halt einen Nachweis von der Schule, aber sollte nicht das Problem sein.
        Kenne keine Bildungseinrichtung die jetzt noch auf ein System ohne Touch und ohne Stylus setzt. Da hat man (leider spät) erkannt, dass es ohne das "handwerkliche" große Defizite bei der Entwicklung der Feinmotorik gibt, sowie eine Reihe anderer Nachteile.
        Manche Länder, die Vorreiter waren (nur mehr Tablets ab Volksschule) rudern teilweise komplett zurück (keine Geräte bis 14, außer im eigenen Computerraum).
        Bei meinen eigenen kids sehe ich, dass die Geräte bis zu einem bestimmten Alter eigentlich nur Nachteile bringen und ein früherer "Umgang" damit in keinerlei Art und Weise in späteres, technisches Wissen überführt.

        Apple hat einfach erkannt, dass sie billigere Optionen brauchen um Leute in den "walled garden" zu locken, den man nicht mehr so leicht verlassen mag. Da passt das Macbook Neo mit dem iPhone SE und dem Mini gut ins Konzept. Je größer der Marktanteil umso wichtiger die niedrigeren Preispunkte, wenn es bei Premium nix mehr abzugrasen gibt.
      • Von PCGH_Jacky Software-Overclocker(in)
        Ich lese immer wieder von der Displaygröße, aber die empfinde ich persönlich gar nich so sehr als störend. Da gibt es definitiv andere Dinge ^^
      • Von Zik7 BIOS-Overclocker(in)
        Für 150€ mehr lohnt sich das Air M2 wohl schon eher. Dafür bekommt man mehr Leistung, 16GB RAM und das Display ist minimal größer. Und schnellere Anschlüsse natürlich!
      • Von MDJ Software-Overclocker(in)
        Zitat von Thomas5010
        Ich habe gesehen, dass es das Macbook Neo schon für 659€ gibt. Evtl. knackt das Gerät demnächst die 600€ Grenze.
        Für Schüler / Studenten / Lehrkräfte gibt es die für 599€ (also das kleine Modell), sogar von Anfang an direkt über den Apple Store (Store Bildung). Das große Modell (512GB) mit Fingersensor für 699€.
        Braucht man halt einen Nachweis von der Schule, aber sollte nicht das Problem sein.
      Direkt zum Diskussionsende
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