Demo zu Anno 117: Raytracing und verschiedene PCs im Test
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Demo zu Anno 117: Raytracing und verschiedene PCs im Test

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PCGH prüft Raytracing und GTX 1660, GTX 1050 (3 GiB) und GTX 980 Ti. Dazu Ryzen 5 7500F und RX 9060 XT.

Raytracing: Vier Stufen in der Praxis

Getestet wurde mit dem Preset High ohne DLSS in Full HD (1920 × 1080) auf einem System mit Intel Core i7-12700K, MSI MEG Z690 Unify, 32 GiB DDR5-5600 (Corsair Vengeance), Scythe Fuma 2 Rev. B sowie einer MSI Gaming Trio RTX 4060 Ti (8 GiB). Ohne Raytracing erreicht Anno 117 im Schnitt rund 108 Fps, die Darstellung bleibt dabei über weite Strecken sehr konstant und ohne sichtbare Ausreißer. Schon in dieser Einstellung überzeugt die Engine mit stabiler Performance, die auch in größeren Siedlungen nicht sofort ins Schwanken gerät. Mit aktivierter Global Illumination in der Stufe "Low" sinkt die Bildrate auf durchschnittlich etwa 97 Fps. Der Leistungsverlust ist damit überschaubar, der optische Zugewinn hingegen deutlich erkennbar: Schatten wirken satter, Lichtquellen fügen sich stimmiger ins Gesamtbild ein und die Tageszeiten-Übergänge erhalten mehr Tiefe. Für Spieler mit Mittelklasse-Hardware ist diese Stufe ein guter Kompromiss zwischen Atmosphäre und Leistung. Die Stufe "Medium" liefert nahezu identische Werte, ebenfalls rund 97 Fps im Schnitt. Der Unterschied zu "Low" fällt in der Praxis marginal aus, sowohl bei der Performance als auch bei der Bildqualität. Erst bei genauem Hinsehen lassen sich feinere Abstufungen bei der globalen Beleuchtung ausmachen, die im hektischen Spielgeschehen aber kaum ins Gewicht fallen.

Anders verhält es sich mit der Einstellung "High", die neben Global Illumination auch Reflexionen berechnet. Hier bricht die Bildrate spürbar ein: Im Schnitt werden nur noch rund 62 Fps erreicht, einzelne Szenen nähern sich der 60-Fps-Marke. Der visuelle Effekt ist allerdings beachtlich. Diese Aufwertung hat ihren Preis, der auf einer RTX 4060 Ti deutlich spürbar ist.

Damit zeigt sich: Während "Low" und "Medium" in Full HD auch auf einer Mittelklassekarte wie der RTX 4060 Ti gut spielbar sind, bleibt "High" eine Option für leistungsstärkere GPUs. In höheren Auflösungen wie WQHD oder mehr dürfte die höchste RT-Stufe noch deutlich anspruchsvoller werden, sodass Upscaling zur Pflicht werden könnte.

Nach mehreren Anläufen haben wir dann doch das Ende der Demo erreicht. Quelle: PCGH Nach mehreren Anläufen haben wir dann doch das Ende der Demo erreicht. So eindrucksvoll Anno 117 in der Demo auch wirkt, ganz ohne Probleme läuft die aktuelle Version nicht. Bei Änderungen im Optionsmenü kam es mehrfach zu Abstürzen, das Spiel brach schlicht zusammen und musste neu gestartet werden. Gerade beim Durchprobieren verschiedener Grafikeinstellungen ist das ärgerlich und zeigt, dass die Demo technisch noch nicht durchpoliert ist. Immerhin: Nach einigen Versuchen ließ sich die volle Stunde Spielzeit schließlich ausschöpfen.

Auf Einsteiger-Hardware: GTX 1660 im Test

Ubisofts offizielle Mindestanforderungen listen eine Geforce GTX 1660 mit 6 GiB als Einstiegsgrafikkarte und tatsächlich lässt sich Anno 117 damit spielen, wenn auch mit klaren Einschränkungen. Auf "Low" erreicht die Karte noch rund 42 Fps, was für eine Aufbausimulation grundsätzlich spielbar ist, visuell aber deutlich Abstriche bedeutet. Texturen wirken flach, Details wie Vegetation und Schatten sind stark reduziert.

In "Medium" sinkt die Bildrate auf knapp unter 40 Fps. Der Zugewinn an der Optik ist sichtbar, vor allem in Bezug auf die Beleuchtung und das Terrain wirken stimmiger, aber flüssig fühlt sich das Spielerlebnis dann nicht mehr an. Wer komplexe Szenen mit größeren Städten plant, dürfte hier schnell an die Grenzen stoßen.

Besonders deutlich wird das Limit im "Ultra High"-Preset: Mit nur noch rund 17 Fps ist die Darstellung kaum noch genießbar, auch weil die GPU nahezu durchgehend zu 100 Prozent ausgelastet ist. Für ein technisch wie optisch überzeugendes Ergebnis ist die GTX 1660 damit schlicht überfordert.

Ältere GPUs: Von der 1050 (3 GiB) bis zur 980 Ti

Ein spannender Einblick ergibt sich beim Testen mit älterer Hardware. Während sich die GTX 1660 noch wacker geschlagen hat, fällt der Versuch mit einer GTX 1050 (3 GiB) deutlich ernüchternder aus. Bereits im "Low"-Preset bewegt sich die Bildrate ohne Upscaling nur knapp über der 20-Fps-Marke, was Anno 117 bereits spürbar zäh macht. Aktiviert man FSR und reduziert alle Settings auf das Minimum, lässt sich die Framerate zwar noch auf 30 Fps anheben, allerdings nur solange man an einer Stelle verharrt. Sobald gebaut oder die Kamera bewegt wird, brechen die Fps deutlich ein. In Ultra-Einstellungen ist die GPU dagegen komplett überfordert: Mit rund 7 Fps bleibt nur noch eine Diashow übrig. Auffällig ist zudem, dass FSR zu Darstellungsfehlern führt, denn an manchen Stellen flackert die Beleuchtung sichtbar. Hinzu kommt die knappe Speicherbestückung: Mit nur 3 GiB VRAM stößt die Karte permanent an ihre Grenzen, was sich in langen Nachladezeiten für Texturen äußert. Teils dauert es Sekunden, bis überhaupt etwas nachgeladen ist. Auch die Schnellspiel-Funktion wird praktisch unbrauchbar: Stellt man die Geschwindigkeit höher, läuft die Zeit genauso träge wie im Standard-Modus. Offenbar kann die GPU hier schlicht nicht mehr hinterherkommen. Das Fazit fällt entsprechend aus: Ja, mit viel Geduld und kompromisslos niedrigen Settings ist Anno 117 mit der 1050 gerade noch irgendwie spielbar, aber von einem wirklich guten Ergebnis kann absolut keine Rede sein.

Deutlich besser schlug sich die betagte GTX 980 Ti: Im nativen Rendering lagen die Bildraten in Full-HD je nach Preset zwischen knapp 30 und 45 fps, wobei Ultra bereits kritisch wird. Mit aktivierter FSR-Ultra-Performance-Stufe ließ sich die Karte jedoch wieder in einen spielbaren Bereich hieven - hier waren im Low- und Medium-Preset 60 fps erreichbar. Allerdings geht dies, wie bei FSR üblich, auf Kosten der Bildqualität. Wer also plant mit alter Hardware bei Pax Romana anzurücken, sollte dies nochmal überdenken.

Erste Eindrücke mit Ryzen 5 7500F und RX 9060 XT

Wir testen die Demo von Anno 117 derzeit auf verschiedenen Systemen. Unter anderem sind die obigen Eindrücke mithilfe eines Ryzen 5 7500F und einer Radeon RX 9600 XT entstanden. Die Details stehen auf dem Maximum, Raytracing ist deaktiviert und die Auflösung beträgt Full HD. Gerade in der Ego-Perspektive erkennt man, dass sich der Detailreichtum zum Vorgänger Anno 1800 deutlich verbessert hat. Auch die Beleuchtung hat einen großen Schritt nach vorn gemacht. Wir sehen mit diesem System Fps-Bereiche zwischen 45 und etwa 70 Fps, je nachdem, wie die Kamera steht und wie weit das Bild herausgezoomt ist. In jedem Fall limitiert die Grafikkarte das Geschehen. Ob sich bei Anno 117 die Mehrkernauslastung moderner CPUs verbessert hat, steht als Nächstes auf dem Programm.

Im Laufe des Tages folgen an dieser Stelle noch weitere Eindrücke, Tipps zu den Einstellungen und Fps-Range, die während der Demo zu erwarten sind. Ob sich das anschließend auch auf das endgültige Spiel übertragen lässt, wird sich voraussichtlich erst zum Release von Anno 117: Pax Romana zeigen.

Quelle: Anno Union, Xbox

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    • Kommentare (83)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Eragoss Freizeitschrauber(in)
        Zitat von PCGH_Jacky
        haben ne 1050 und ne 980 Ti getestet. Is im Text auf Seite 2
        Vielen Dank dafür, das kommt bei anderen Seiten viel zu kurz, das auch mal ältere GPU's und CPU's getestet werden. Zuletzt wurde anderen Wettbewerber Seiten nicht mal FullHD getestet, (WQHD, UHD und 3440x..) - was mir leicht abgehoben vorkam - so unter dem Motto "wir bedienen nur noch die Hardwareelite/Wohlhabenden". Gefällt mir sehr das auch mal ältere/preiswerte Hardware getestet wird!
      • Von Eragoss Freizeitschrauber(in)
        Zitat von PCGH_Jacky
        haben ne 1050 und ne 980 Ti getestet. Is im Text auf Seite 2
        Vielen Dank dafür, das kommt bei anderen Seiten viel zu kurz, das auch mal ältere GPU's und CPU's getestet werden. Zuletzt wurde anderen Wettbewerber Seiten nicht mal FullHD getestet, (WQHD, UHD und 3440x..) - was mir leicht abgehoben vorkam - so unter dem Motto "wir bedienen nur noch die Hardwareelite/Wohlhabenden". Gefällt mir sehr das auch mal ältere/preiswerte Hardware getestet wird!
      • Von merkvomerk Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von Basti117
        Generell wollte ich an der Stelle aber mal loswerden, dass mir der Style von Anno seit Anno 1404 nicht mehr richtig gefällt. Auch 117 finde ich grafisch irgendwie unschön
        Und ich finde, es ist eines der schönsten Spiele, die ich bisher gesehen habe Ich mag die Grafik sehr viel mehr, als z. B. Pioneers of Pagonia.
      • Von Basti117 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Habe die Demo gestern mal auf meinem System probiert: i5 13600k + RTX 3060 12GB + 32 GB RAM + Samsung SSD 980 Pro. Auflösung WQHD.

        Im Schnellcheck während der Mittagspause hat es geruckelt ohne Ende, auch mit DLSS keine Besserung. Später habe ich dann doch mal noch meine Treiber geupdated und siehe da, daraufhin lief es einwandfrei. Ich kann auf Grafikeinstellungen "Hoch" absolut flüssig spielen, mit oder ohne DLSS. Selbst auf "Ultra" ist es spielbar, aber die Framerate macht gerade bei größeren Schwenks nicht so ganz mit. Genaue FPS kann ich euch gerade aber nicht nennen.

        Generell wollte ich an der Stelle aber mal loswerden, dass mir der Style von Anno seit Anno 1404 nicht mehr richtig gefällt. Auch 117 finde ich grafisch irgendwie unschön
      • Von JohnDonSinclair Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von pdk
        Gerade gelesen, dass Smooth Motion bei RTX 40 und 50 noch gut was an Leistung rausholt.
        Einfach die Exe manuell in der Nvidia App einfügen und das Feature aktivieren. Probiere ich zum Feierabend direkt mal aus und schau wie sehr sich die Leistung verbessert oder auch nicht.
        Jo, habe ich vier Posts über deinem geschrieben

        Ist halt eine tolle Sache, wenn ein Spiel nativ kein FG unterstützt.
      • Von GEChun Volt-Modder(in)
        Zitat von Thundereye
        Dachte ich zuerst auch, jedoch laut Rivatuner Overlay werden nur knappe 5-6GB von den verfügbaren 8GB VRAM verwendet.
        Was mir auch noch aufgefallen ist:

        Wenn Anno auf "Rahmenloses Fenster" läuft und man mit der Maus den rechten Bildschirmrand berührt, verschwindet diese einfach anstatt nach rechts zu scrollen..
        Gut aber es kann dann schon ein VRAM Limit vorliegen, bei 6GB findet schon eine Auslagerung in den RAM statt wenn nur 8GB zur verfügung stehen, gerade bei kurzen Gamingsessions bei denen sich sofort 6 GB Adressiert werden.

        Die übrig gebliebenen 2 werden dann erst mit der Zeit belegt.. kannst es daher noch nicht ausschließen.

        Am besten mal mit Afterburner prüfen wie stark die Auslagerungsdatei sich füllt.
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