Ex-Witcher Henry Cavill: Plötzlich dunkle Schatten beim Warhammer-Projekt

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Ex-Witcher Henry Cavill: Plötzlich dunkle Schatten beim Warhammer-Projekt
Quelle: Netflix

Ist das Warhammer 40K-Projekt von Amazon und Henry Cavill schon zum Scheitern verurteilt, bevor es überhaupt begonnen hat? Im jüngsten Finanzbericht von Rechteinhaber Games Workshop wird eine Frist genannt, in der eine Einigung zu "kreativen Richtlinien" erfolgen muss.

Ende des vergangenen Jahres kündigte Games Workshop an, im Verbund mit Amazon Studios an einem Film- oder Serien-Projekt im Warhammer-40K-Universum zu arbeiten. Das Gesicht dieser Arbeiten soll Ex-Witcher-Darsteller Henry Cavill werden, der sich nicht nur als großer Fan der Franchise geoutet hat, sondern auch als Schauspieler und Produzent mitwirken soll. Kürzlich soll es aber zu Schwierigkeiten bei der Ausgestaltung des Projekts gekommen sein, wie unter anderem IGN berichtet.

Mehr zum Thema: Ehemaliger The-Witcher-Darsteller ist beim Warhammer-40K-Projekt mit Amazon dabei

Denn im jüngsten Finanzbericht von Games Workshop, die als Rechteinhaber von Warhammer 40K fungieren, wird das potenzielle Ende der Vereinbarung mit Amazon auf Dezember 2024 fixiert. Bis zu diesem Zeitraum müssen sich die beiden Parteien auf "kreative Richtlinien" einigen, die schon zur ursprünglichen Ankündigung angesprochen wurden. Gelingt die gesuchte Einigung nicht, läuft es wohl auf ein Ende des Warhammer-Projekts hinaus, bevor es überhaupt so richtig loslegen konnte.

Games Workshop selbst äußerte sich innerhalb des Finanzberichts nicht mit einer Wasserstandsmeldung, sondern versprach lediglich, dass man Fans in den verbleibenden fünf Monaten mit Updates auf dem Laufenden halten werde. Weder Amazon Studios noch Cavill selbst haben sich bisher zur Thematik geäußert. Letztgenannter dürfte aber darauf erpicht sein, das Projekt zum Laufen zu bringen - immerhin nannte Cavill dieses das "größte Privileg meiner professionellen Karriere".

Unter welchen Umständen sollte Games Workshop die Amazon-Vereinbarung zu Warhammer 40K absagen? Über die Kommentarfunktion können Sie uns Ihre Meinung mitteilen. Zum Kommentieren müssten Sie auf PCGH oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine kostenlose Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln.

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    • Kommentare (21)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von cl55amg BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Azrael Hoytman
        Lieber habe ich kein Warhammer Film/Serie, als das Amazon das alles weichspült und ihre gängigen Agendas draufballert...
        Gerüchte sagen, dass Amazon versucht ihre Woke Agenda in Warhammer zu adden. Dies muss unbedingt verhindert werden, dieser Franchise dürfen sie nicht auch noch schaden.
      • Von cl55amg BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Azrael Hoytman
        Lieber habe ich kein Warhammer Film/Serie, als das Amazon das alles weichspült und ihre gängigen Agendas draufballert...
        Gerüchte sagen, dass Amazon versucht ihre Woke Agenda in Warhammer zu adden. Dies muss unbedingt verhindert werden, dieser Franchise dürfen sie nicht auch noch schaden.
      • Von Iffadrim Freizeitschrauber(in)
        In Warhammer 40K gibt es eigentlich kein Gut und kein Böse.
        Alle haben Dreck am Stecken.
        Oder besser noch Leichen im Keller. Naja der Keller bzw. das ganze Haus samt Fundament besteht aus Leichen.
        Und da wird nicht groß unterscheiden, zwischen Leichen aus den eigenen Reihen oder den anderen.

        Zitat

        Die Regeln, die den Menschen auferlegt werden, dienen nicht dazu das eigene Volk zu unterdrücken, oder den eigenen Machterhalt zu sichern. Die Dark Eldar, Orks, Necrons und alle anderen Rassen werden nicht als Feinde dargestellt, weil das der imperialistischen Propaganda dient.
        Der Machtapperat des Imperiums der Menschheit unterdrückt die Menschen in dieser Gesellschaft nicht, die Menschen sind schlicht und einfach Material zum Erhalt dieses Konstrukts.
        Das Imperium ist einfach fremdenfeindlich, oder wie es im GW Jargon heißt "xenophob".
        Dasliegt aber einfach daran, dass alles von außen eine Bedrohung ist.

        Und letztendlich dient die angewendete Gewalt einfach nur dem Selbsterhalt.
        Das trifft aber auf alle Fraktionen im WH40K Universum zu.
        Jede Fraktion ist der Meinung die einzig Wahre zu sein.
        Und alle anderen müssen weg, da sie durch ihre Andersartigkeit nicht in diese Gesellschaft integriert werden können.

        Da liegt der Unterschied zu den Römern. Da wurden andere Kulturen übernommen, sich einverleibt, so wie es möglich war.

        Ja, dem WH40K Universum liegt ein gewisses satirisches Potential zugrunde.
        Man muss aber halt auch gewillt sein, das zu erkennen und es nicht für bare Münze zu nehmen.
        Da ist Helldivers etwas zugänglicher.

        Wenn man sich aber die Einflüsse zu WH40K anschaut, wird Starship Troopers explizit als Vorbild für diese durchmilitarisierte Gesellschaft genannt.
        Und Starship Troopes hat ja auch irgendwo seine Einflüsse her.
      • Von Baer85 Software-Overclocker(in)
        Das Space Marines keine normalen Soldaten sind, sollte doch ziemlich klar sein. Man sollte sie eher mit der SS vergleichen als mit der KSK, die wären meiner Meinung eher Kasrkin oder die Adeptus Arbites. Sie sind genetisch veränderte Elite-Truppe, die allen Befehlen blindlings folgen.
        Sie werden genauso gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt, wie auch gegen andere. Das ist ein faschistisches System für mich.
        Achja, wie war das nochmal mit der "Anwerbung"? Kinder entführen und hoffen, dass sie die Prozedur überleben? Klingt super normal.

        Zitat von atypicalhero
        Was du auch aussen vor lässt, ist, dass ein planetarer Gouverneur mit seiner eigenen Welt so ziemlich alles machen kann, was er möchte, solange diese Welt regelmäßig den geforderten Tribut in Form von Ressourcen und Soldaten bereitstellt. Dem Imperium ist es komplett egal, ob die Welt politisch bunt gemischt ist wie unsere heutige Erde, ob es sich um ein utopisches Paradies handelt, oder ein Höllenplanet, auf dem alle zu 24/7 Zwangsarbeit bei Soylent Green Rationspäckchen verdammt sind.
        Nur darf es keine Vorfälle mit Herätikern geben, denn dann wird es duster auf dem Planeten. Das hast du wohl aussen vor gelassen.

        Zitat von atypicalhero
        Die Regeln, die den Menschen auferlegt werden, dienen nicht dazu das eigene Volk zu unterdrücken, oder den eigenen Machterhalt zu sichern. Die Dark Eldar, Orks, Necrons und alle anderen Rassen werden nicht als Feinde dargestellt, weil das der imperialistischen Propaganda dient.
        Doch natürlich. Der verlangte absolute Gehorsam dient auch dem Machterhalt des Systems. Wenn irgendwo Zweifel in der Bevölkerung entstehen, werden diese mit Gewalt ausgetrieben.

        Zitat von atypicalhero
        Und genau das ist ja das Problem, warum ich sage, dass hier die Satire fehlt. In "1st Party" Publikationen (Regelbuch, Codizes, White Dwarf, Warhammer Community) wird aus Sicht eines allwissenden Erzählers sehr genau beschrieben, welche Bedrohung Aliens und Chaos darstellen. Da gibt es keine Graustufen oder Platz für Zweifel an der Vorgehensweise.
        Da liegt doch die Kritk in dem ganzen Konstrukt. Es gibt die große Bedrohung von aussen und das wird als Rechtfertigung genommen, das eigene Volk zu unterdrücken únd gegebenenfalls zu terrorisieren.
        Zitat von atypicalhero
        Ich habe das Gefühl, dass es einen klitzekleinen Unterschied macht, ob ich hier in Bayern an meinem PC sitze und mir jemand was davon erzählen will, dass ich die Franzosen hassen soll, weil Elsass eigentlich zu Deutschland gehört, oder ob ein Space Marine einen Dark Eldar hasst, der ihn sofort bis ans Ende aller Tage auf grausamste Art und Weise foltern würde, um sein eigenes Leben zu verlängern. Bei letzterem gibt es keine diplomatische Lösung. Da gibt es kein "das war in der Vergangenheit halt mal so, aber mich betrifft es nicht mehr und es ist auch gar nicht so wichtig". Der Hass auf "Andersartige" ist hier - ohne irgendwelche Grautöne oder Zwischenstufen - sehr wohl begründbar.
        Klar macht es einen Unterschied. Es macht aber auch einen Unterschied ob eine Armee das Volk verteidigt oder nur dem Imperator dient und in seinem Namen auch das eigene Volk vernichtet um seine Macht und Ansehen aufrecht zu erhalten.
        Zitat von atypicalhero
        Der allwissende Erzähler sagt, dass ein einzelner Psioniker eine gesamte Welt ins Chaos stürzen kann.
        Betonung liegt auf "kann". Es wir also der Hammer als Alternativlos angesehen, egal ob die Person wirklich eine Bedrohung ist, oder nur jemand, der mit einer besonderen Gabe geboren wurde und sich nicht dem Kult des Imperators unterordnen und als Werkzeug ausgenutzt werden möchte.
        Zitat von atypicalhero
        Aber wo ist hier die Übertreibung zu einem Geschehen in der echten Welt?
        Das lässt sich doch auf so viele reale Begebenheiten anwenden. Die Juden wurden z.B.auch schon immer als große Bedrohung angesehen oder die berühmten biologischen Waffen, die als Rechtfertigung für eine Invasion gedient haben. Wenn ich etwas länger als 10 Sekunden darüber Nachdenken würde, könnte ich warscheinlich hunderte Beispiele aus der Geschichte aufzählen.

        Zitat von atypicalhero
        Die Bugs haben den Krieg angefangen, indem sie den Asteroiden auf die Erde gefeuert haben. Wie sind Bugs in der Lage über mehrere Lichtjahre entfernt einen Asteroid so umzulenken? Keine Ahnung, aber im Film wird es nicht hinterfragt oder auch nur angedeutet, dass es nicht der Wahrheit entspricht.
        Das stimmt nicht. Im Film wird angedeutet, dass sich die Menscheit in das Bug Terretorium ausgebreitet hat und daraufhin haben die Bugs angefangen sich zu wehren. Im Buch ist es so wie du schreibst. Da haben die Bugs ohne Grund angegriffen, dass wurde aber im Film abgeändert, da sie nicht das Narrativ vom bösen Kommunisten (die Bugs waren ja eine Metapher für Russland), der Grundlos angreift, übernehmen wollten.
        Zitat von atypicalhero
        Die Mobilmachung geschah übrigens auch erst nach dem Asteroiden. Davor gab es keinen Krieg.
        Das stimmt zwar, aber nur weil die Menscheit die Bugs eben nur als nervende "Bugs" gesehen haben und nicht als ein Gegner der vernichtet oder Krieg gegen ihn geführt werden muss. Wie du ja auch schon geschrieben hast: "Wie sind Bugs in der Lage über mehrere Lichtjahre entfernt einen Asteroid so umzulenken?" Die Menscheit im Film hat genauso überheblich und von oben herab gedacht.
        Zitat von atypicalhero
        So wie du es schreibst, könnte man meinen, dass ein paar Soldaten den Bundestag gestürmt haben und die rechtmäßig gewählte Regierung gestürzt wurde.
        Die haben mit Gewalt die Regierung übernommen, es ist ja nicht genau beschrieben, ob es noch gewählte Vetreter gab, und haben danach nurnoch ihres Gleichen (Veteranen) erlaubt ihrer Regierung beizutreten, da sie Politikern und Wissenschaftlern misstrauen.

        Witzig, dass es momentan wieder aktueller ist denn je .(Trump und die Maga Anhänger)

        Zitat

        Civilians are not discriminated against and have more or less equal rights, with the exceptions being the right to vote and government-subsidized tuition fees. Citizens have more ease with licenses, such as a license to have children. Sexism and racism are nonexistent in the Federation.
        Zitat von atypicalhero
        Also in etwa wie du ein Bürger 2. Klasse bist, weil du kein Auto fahren darfst ohne Führerschein.
        Du setzt das Recht zu wählen oder Kinder kriegen zu dürfen mit einer Führerscheinlizenz gleich? Nur weil sie es "License to have Children" nennen? Echt jetzt?
        Ich würde das als harte Diskriminierung ansehen, wenn man der Bevölkerung Menschenrechte und demokratische Grundrechte vorenthält, nur weil die nicht so wollen wie die Regierung.

        Zitat von atypicalhero
        Im Buch wird übrigens auch geschrieben, dass es neben dem Militärdienst andere Regierungsjobs gibt, mit denen man sich für "Citizenship" qualifiziert. Der Grundgedanke dahinter ist, dass Bürger nur dann die Zukunft des Staates mitgestalten dürfen, wenn sie vorher bewiesen haben, dass sie Verantwortung übernehmen für ihre Mitmenschen. Das ist natürlich ganz schlimmer Faschismus.
        Ich weis nicht ob es faschistisch ist, aber Menschen zu zwingen zu "dienen" um als vollwertiger Bürger (Citizen) zu gelten ist jedenfalls ein wirksames Indoktrinierungs und Unterdrückungs System um die eigene Macht zu erhalten. Man schafft da auch wieder so ein schönes "Wir gegen Sie Szenario".
        Ich glaube Diktaturen in unserer Welt haben ähnliche Systeme geschaffen um ihre Macht zu sichern.
      • Von atypicalhero Kabelverknoter(in)
        Zitat von Baer85
        Also erstmal sind Space Marines der personifizierte Faschismus.
        Nein. Space Marines sind je nach Betrachtungswinkel Soldaten oder biologische Waffen. Das ist als würdest du das KSK als personifizierten Faschismus betiteln. Sie haben einen gewissen Entscheidungsspielraum, aber sind am Ende ein Werkzeug, dass dem Adeptus Terra untergeordnet ist.

        Zitat von Baer85
        Das Imperium erfüllt quasi alle Kriterien um als faschistische Organisation durchzugehen.
        Hiermal eine definition von Faschismus:
        Robert O. Paxton beschreibt Faschismus als „Form des politischen Verhaltens“. Dies sei gekennzeichnet „durch eine obsessive Beschäftigung mit dem Niedergang, der Demütigung oder der Opferrolle einer Gemeinschaft sowie durch einen kompensatorischen Kult um Einheit, Stärke und Reinheit.“ Hinzu kommen eine „Massenpartei entschlossener militanterNationalisten“, die mit traditionellen Eliten zusammenarbeitet und demokratische Freiheiten abschafft. Innere Säuberung und äußere Expansion sollen „mit einer als erlösend verklärten Gewalt erreicht werden.
        Das ist eine Definition, aber nicht die einzige. Wie ich selbst mit Erstaunen feststellen musste, gibt es laut dem gleichen Wiki-Artikel keine allgemein gültige Definition davon. Warum du den Teil aussen vor lässt, überlässe ich dem geneigten Leser selbst zu entscheiden.

        Was du auch aussen vor lässt, ist, dass ein planetarer Gouverneur mit seiner eigenen Welt so ziemlich alles machen kann, was er möchte, solange diese Welt regelmäßig den geforderten Tribut in Form von Ressourcen und Soldaten bereitstellt. Dem Imperium ist es komplett egal, ob die Welt politisch bunt gemischt ist wie unsere heutige Erde, ob es sich um ein utopisches Paradies handelt, oder ein Höllenplanet, auf dem alle zu 24/7 Zwangsarbeit bei Soylent Green Rationspäckchen verdammt sind.

        Dem Imperium ist es schlicht egal.

        Die Regeln, die den Menschen auferlegt werden, dienen nicht dazu das eigene Volk zu unterdrücken, oder den eigenen Machterhalt zu sichern. Die Dark Eldar, Orks, Necrons und alle anderen Rassen werden nicht als Feinde dargestellt, weil das der imperialistischen Propaganda dient.

        Und genau das ist ja das Problem, warum ich sage, dass hier die Satire fehlt. In "1st Party" Publikationen (Regelbuch, Codizes, White Dwarf, Warhammer Community) wird aus Sicht eines allwissenden Erzählers sehr genau beschrieben, welche Bedrohung Aliens und Chaos darstellen. Da gibt es keine Graustufen oder Platz für Zweifel an der Vorgehensweise.

        Als die Tau frisch erschienen sind Anfang der 2000er gab es für kurze Zeit ein einziges Volk, was so etwas wie "die Guten" im Setting dargestellt wurden. Aber selbst hier hat GW über die Jahre daran gearbeitet diese als genauso schlecht darzustellen, wie alle anderen auch. Gedankenkontrolle von verbündeten Rassen. Zwangssterilisation von übergelaufenen, menschlichen Truppen und so weiter.

        Ansonsten wird in manchen Horus Heresy Romanen darauf eingegangen, dass während des Kreuzzugs auch Zivilisationen vernichtet worden sind, die friedlich mit Aliens koexisitiert haben. Hier könnte man ansetzen, aber das ist nicht "1st Party".

        Zitat von Baer85
        Gleich auch nochmal eine Definition von Imperialismus:
        Es bezeichnet das Streben von Staaten, ihre Macht weit über die eigenen Landesgrenzen hinaus auszudehnen. Das kann dadurch erfolgen, dass schwächere Länder gezielt politisch, wirtschaftlich, kulturell oder mit anderen Methoden vom stärkeren Land abhängig gemacht werden.
        Das Imperium ist imperialistisch (wer hätte es gedacht), da stimme ich zu. Das wird aber an keiner Stelle satirisch betrachtet oder angeprangert.

        Zitat von Baer85
        Dann zu deiner Frage. Nein, ich würde die römischen Legionen nicht als faschistisch beschreiben, da Rom nicht den typischen hass auf "Andersartige" hatte. Sie waren aber natürlich extrem imperialistisch.
        Ich habe das Gefühl, dass es einen klitzekleinen Unterschied macht, ob ich hier in Bayern an meinem PC sitze und mir jemand was davon erzählen will, dass ich die Franzosen hassen soll, weil Elsass eigentlich zu Deutschland gehört, oder ob ein Space Marine einen Dark Eldar hasst, der ihn sofort bis ans Ende aller Tage auf grausamste Art und Weise foltern würde, um sein eigenes Leben zu verlängern. Bei letzterem gibt es keine diplomatische Lösung. Da gibt es kein "das war in der Vergangenheit halt mal so, aber mich betrifft es nicht mehr und es ist auch gar nicht so wichtig". Der Hass auf "Andersartige" ist hier - ohne irgendwelche Grautöne oder Zwischenstufen - sehr wohl begründbar.

        Zitat von Baer85
        Das Warhammer 40K auch keine Satire mehr enhtalten soll, kann ich nicht nachvollziehen. Alles in diesem Universum ist so extrem überspitzt dargestellt bzw. auch Untertrieben wie z.B das emotionslose Auslöschen ganzer Planeten wegen Nichtigkeiten, und wirkt auf mich dadurch satirisch.
        Hier nochmal eine Definition von Satire:
        Satire ist eine Kunstform, mit der Personen, Ereignisse oder Zustände kritisiert, verspottet oder angeprangert werden. Typische Stilmittel der Satire sind die Übertreibung als Überhöhung oder die Untertreibung als bewusste Bagatellisierung bis ins Lächerliche oder Absurde.
        Der allwissende Erzähler sagt, dass ein einzelner Psioniker eine gesamte Welt ins Chaos stürzen kann. Dass das Imperium dann mit dem Vorschlaghammer statt dem Skalpell agiert liegt nicht daran, dass sie besonders gerne ihre eigenen Planeten unbewohnbar machen oder entvölkern. Aber wo ist hier die Übertreibung zu einem Geschehen in der echten Welt?

        Zitat von Baer85
        Der Film Starship Trooper ist als eine satirische Kritik an die amerikanische Politik und Gesellschaft entwickelt worden.

        Hier mal ein Paar ausschnitte von Wikipedia:
        ...
        Nochmal: Nur weil man den Film als etwas bezeichnet, ist er es nicht automatisch.

        Die Bugs haben den Krieg angefangen, indem sie den Asteroiden auf die Erde gefeuert haben. Wie sind Bugs in der Lage über mehrere Lichtjahre entfernt einen Asteroid so umzulenken? Keine Ahnung, aber im Film wird es nicht hinterfragt oder auch nur angedeutet, dass es nicht der Wahrheit entspricht.

        Die Mobilmachung geschah übrigens auch erst nach dem Asteroiden. Davor gab es keinen Krieg. Die Konföderation wird als inklusiv und tolerant dargestellt. Die Bugs als Monster, mit denen man nicht verhandeln kann. Nicht viel anders als Xenomorph in Aliens. Es fehlt hier einfach der Twist, der andeuten lässt, dass nicht alles so ist, wie es scheint. Siehe das Ende von Ender's Game. Ein anderes Beispiel wären die Avatar-Filme für eine Version von Mensch vs. Alien, auch wenn das natürlich überhaupt nicht subtil ist.

        Zitat von Baer85
        Im übrigen hat bei Starship Troopers das Militär gewaltsam die Regierung an sich gerissen.

        Das stimmt so auch nicht. Wenn man nicht im Militär dient, hat man viele Rechte nicht. Z.B. darfst du keine Kinder bekommen oder in die Politik gehen. Man ist also ein Mensch 2.er Klasse. Das würde ich nicht als "motivieren" bezeichnen.
        Ich habe das Gefühl, dass du gerne Dinge auslässt, die nicht zu deiner Argumentation passen.
        Aus dem Starship Troopers Wiki:

        Zitat

        After the collapse of national governments, a group of veterans in Aberdeen, Scotland formed a vigilante group to stop rioting and looting. They hanged a few people (including 2 veterans) and decide to only allow veterans to join their committee due to a mistrust of politicians. This contingency plan became routine after a couple of generations, and this group of vigilantes was the start of the United Citizen Federation.
        So wie du es schreibst, könnte man meinen, dass ein paar Soldaten den Bundestag gestürmt haben und die rechtmäßig gewählte Regierung gestürzt wurde.

        Zitat

        Civilians are not discriminated against and have more or less equal rights, with the exceptions being the right to vote and government-subsidized tuition fees. Citizens have more ease with licenses, such as a license to have children. Sexism and racism are nonexistent in the Federation.
        Also in etwa wie du ein Bürger 2. Klasse bist, weil du kein Auto fahren darfst ohne Führerschein.

        Im Buch wird übrigens auch geschrieben, dass es neben dem Militärdienst andere Regierungsjobs gibt, mit denen man sich für "Citizenship" qualifiziert. Der Grundgedanke dahinter ist, dass Bürger nur dann die Zukunft des Staates mitgestalten dürfen, wenn sie vorher bewiesen haben, dass sie Verantwortung übernehmen für ihre Mitmenschen. Das ist natürlich ganz schlimmer Faschismus.
      • Von Baer85 Software-Overclocker(in)
        Also erstmal sind Space Marines der personifizierte Faschismus. Das Imperium erfüllt quasi alle Kriterien um als faschistische Organisation durchzugehen.
        Hiermal eine definition von Faschismus:
        Robert O. Paxton beschreibt Faschismus als „Form des politischen Verhaltens“. Dies sei gekennzeichnet „durch eine obsessive Beschäftigung mit dem Niedergang, der Demütigung oder der Opferrolle einer Gemeinschaft sowie durch einen kompensatorischen Kult um Einheit, Stärke und Reinheit.“ Hinzu kommen eine „Massenpartei entschlossener militanterNationalisten“, die mit traditionellen Eliten zusammenarbeitet und demokratische Freiheiten abschafft. Innere Säuberung und äußere Expansion sollen „mit einer als erlösend verklärten Gewalt erreicht werden.

        Gleich auch nochmal eine Definition von Imperialismus:
        Es bezeichnet das Streben von Staaten, ihre Macht weit über die eigenen Landesgrenzen hinaus auszudehnen. Das kann dadurch erfolgen, dass schwächere Länder gezielt politisch, wirtschaftlich, kulturell oder mit anderen Methoden vom stärkeren Land abhängig gemacht werden.

        Klingt beides für mich nach dem Imperium in W40k.

        Dann zu deiner Frage. Nein, ich würde die römischen Legionen nicht als faschistisch beschreiben, da Rom nicht den typischen hass auf "Andersartige" hatte. Sie waren aber natürlich extrem imperialistisch.

        Das Warhammer 40K auch keine Satire mehr enhtalten soll, kann ich nicht nachvollziehen. Alles in diesem Universum ist so extrem überspitzt dargestellt bzw. auch Untertrieben wie z.B das emotionslose Auslöschen ganzer Planeten wegen Nichtigkeiten, und wirkt auf mich dadurch satirisch.
        Hier nochmal eine Definition von Satire:
        Satire ist eine Kunstform, mit der Personen, Ereignisse oder Zustände kritisiert, verspottet oder angeprangert werden. Typische Stilmittel der Satire sind die Übertreibung als Überhöhung oder die Untertreibung als bewusste Bagatellisierung bis ins Lächerliche oder Absurde.

        Der Film Starship Trooper ist als eine satirische Kritik an die amerikanische Politik und Gesellschaft entwickelt worden.

        Hier mal ein Paar ausschnitte von Wikipedia:

        Starship Troopers ist ein amerikanischer Military-Science-Fiction-Actionfilm des Regisseurs [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] aus dem Jahr 1997. Der Film basiert auf Robert A. Heinleins Roman Starship Troopers des Jahres 1959, unterscheidet sich von diesem aber maßgeblich durch das Setzen satirischer Schwerpunkte und einen zeitgenössischeren Hintergrund.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Die Autoren des Films wie Edward Neumeier produzierten bereits die satirische Dystopie RoboCop aus dem Jahr 1987. Der Film beschäftigt sich mit der kritischen Behauptung, dass alle Actionfilme von Natur aus faschistisch sind.[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Die im Film eingebaute Ironie wurde eingesetzt, um das ursprüngliche Narrativ des Romans zu kontern, womit der Film den Stoff parodiert. Einiges an Bildsprache sei daher von Nationalsozialistischer Propaganda entliehen worden, weshalb manche dem Film Nazismus unterstellten. Er sei aber gemacht worden, um die Kritik an der US-Politik spielend zu zeigen und nicht frontalunterrichtend.[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Nach Einschätzung von Lee Adams wurde Verhoevens Film in einer Ära herausgebracht, als Hollywood dumpfe Pro-US-Actionfilme wie [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] hervorbrachte, welche durch Starship Troopers lächerlich gemacht werden sollten.[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]Weil man die Rechte für Starship Troopers erst im letzten Moment erwerben konnte, sollte der Film ursprünglich Bug Hunt at Outpost Nine heißen. Der Film weist markante Unterschiede zum Hauptwerk auf, was notwendig war, um einem Rechtsstreit keine Grundlage zu bieten.[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Robert A. Heinleins Roman Starship Troopers von 1959 kann nur lose als Filmgrundlage betrachtet werden, da der Film aus der Zeit nach dem Kalten Krieg die Buchvorlage aus der Zeit vor der Höhephase des Kalten Krieges mit antimilitaristischen Untertönen parodiert.

        Verhoeven wollte laut eigener Aussage einen offenen Kampf mit dem Buch führen, da dieses von ihm und von anderen Kritikern als militaristisch und faschistisch rezipiert wird. Die Schaffung dieses „politisch inkorrekten“ Films sei vor allem möglich gewesen, weil sich damals bei Sony/TriStar Pictures niemand das tägliche Material anschauen konnte, weil die Führung so oft ausgetauscht wurde, dass diese nie genug Zeit dafür hatte.

        Im übrigen hat bei Starship Troopers das Militär gewaltsam die Regierung an sich gerissen.
        Zitat von atypicalhero
        Dass Menschen dazu motiviert werden sich fürs Militär zu melden, aber nicht dazu gezwungen werden? Trotz einer scheinbaren existenziellen Bedrohung?
        Das stimmt so auch nicht. Wenn man nicht im Militär dient, hat man viele Rechte nicht. Z.B. darfst du keine Kinder bekommen oder in die Politik gehen. Man ist also ein Mensch 2.er Klasse. Das würde ich nicht als "motivieren" bezeichnen.
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