[19/09/2014] AMD Zen 2... geht zurück zu den Wurzeln. Einen eigenen Chip für Speicher- und I/O-Controller gab es bei Intel zuletzt mit Clarkdale, bei AMD seit Sockel-A-Zeiten nicht mehr. Letzterer veranschaulicht, wie alle Intel-Plattformen bis einschließlich 775, die höhere Flexibilität dieses Konzeptes und reduzierte die Kosten auf Seiten des Chip-Herstellers. Verständlich, dass AMD bei der mittlerweile breit gefächerten und für explodierende Kernzahlen auf neueste Fertigungstechniken angewiesene Epyc-Familie das Integrationsniveau wieder runterschraubt. Ich hoffe allerdings, dass dieses Konzept nicht 1:1 in den Desktopmarkt übernommen wird. Als Spieler brauche ich keine große Auswahl bei CPU-Kernzahl – einen brauchbaren Quadcore werden die meisten PCGH-Leser schon haben und nicht mehr kaufen müssen, jenseits von 200-Euro-6-Kernern skalieren Spiele aber nur noch wenig und jenseits der 300-Euro-8-Kerner gar nicht mehr mit zusätzlichen Recheneinheiten. Höhere Single-Thread-Leistung schadet dagegen nie und hier haben vollintegrierte entscheidende Latenz- und damit Leistungsverbesserrungen gebracht. Latenzen und Takt sollen bei Zen 2 zwar auch auf anderem Wege optimiert werden und könnten Flaschenhälse im Konzept ausgleichen – aber warum einen Nachteil mit einem Vorteil ausgleichen, wenn man auch zwei Vorteile liefern kann?