AMD Ryzen 4000G: Biostar verrät wohl alle Renoir-Modelle durch CPU-Supportliste
Biostar hat in der CPU-Supportliste des neuen Mainboards B550GTQ versehentlich die kommenden Renoir-APUs für den Desktop verraten. Demnach plant AMD insgesamt sieben verschiedene APUs mit einer TDP von 35 bis 65 Watt.
Zusammen mit der Produktseite des neuen Biostar-Mainboards B550GTQ hat das Unternehmen auch gleich die CPU-Supportliste der neuen Platine veröffentlicht - und damit die nächsten AM4-Prozessoren verraten. Mittlerweile wurde die Supportliste zwar wieder auf die bereits erschienenen Produkte zusammengekürzt, doch der Twitter-Nutzer Komachi Ensaka hat rechtzeitig einen Screenshot der ursprünglichen Liste erstellt.
Sieben mal Renoir für den Desktop
In der Liste werden insgesamt sieben neue Modelle genannt, die allesamt zur Renoir-Familie gehören. Vier der Prozessoren erscheinen als reguläre Desktop-Modellen, drei weitere tragen das Pro-Präfix und richten sich dementsprechend an professionelle Kunden. Auffällig ist dabei, dass abseits des Ryzen 7 4700G alle Desktop-Prozessoren nur als stromsparende GE-Variante erscheinen sollen, was eine TDP von 35 Watt und einen etwas niedrigeren Basistakt bedeutet.
| Modellname | Basistakt | TDP |
|---|---|---|
| Ryzen 7 4700G | 3,60 GHz | 65W |
| Ryzen 7 4700GE | 3,10 GHz | 35W |
| Ryzen 5 4400GE | 3,30 GHz | 35W |
| Ryzen 3 4200GE | 3,50 GHz | 35W |
| Ryzen 7 PRO 4700G | 3,60 GHz | 65W |
| Ryzen 5 PRO 4400G | 3,70 GHz | 65W |
| Ryzen 3 PRO 4200G | 3,80 GHz | 65W |
Zwar erlaubt die von Biostar veröffentlichte Liste eine erste Einordnung der Desktop-Renoir-APUs, doch fehlen immer noch handfeste Angaben zur Anzahl der Kerne und Compute Units. Da AMD für den Desktop aber denselben Chip nutzt wie bei den bereits erschienen Notebook-APUs, dürften zumindest die Eckdaten des Ryzen 7 4700G klar sein: Dieser wird vermutlich, wie das Notebook-Flaggschiff Ryzen 9 4900HS, auf den Vollausbau des Chips setzen. Das bedeutet acht Kerne, 16 Threads und 512 Shader.
Im Vergleich zu den bisherigen Desktop-APUs dürfte Renoir somit einen deutlichen Leistungssprung bringen, und die Ryzen-APUs aus dem Einstiegssegment herausheben. Dafür spricht auch die deutlich höhere Modellvielfalt: Bislang gibt es nur zwei Desktop-APUs, die aber durch vier Modelle ersetzt werden sollen.
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Denkbar wäre beispielsweise, dass der Ryzen 3 4200GE die Rolle der bisherigen APUs übernimmt, also auf vier Kerne mit SMT setzt. Der Ryzen 5 4400GE würde sich dann mit sechs Kernen samt SMT darüber einordnen, und der Ryzen 7 4700G sowie der Ryzen 7 4700GE könnten mit acht Kernen und 16 Threads eine stromsparende Komplettlösungs-Alternative zum Ryzen 7 3700X bieten. Ob das wirklich so kommen wird, ist derzeit aber noch reine Spekulation.
Quelle: Twitter via Videocardz

Was mich etwas wundert ist die niedrige TDP. So genügsam Zen 2 auch ist, wären 35W für einen 6-Kerner inklusive Grafikeinheit doch sehr wenig (zumindest, wenn das die einzige Wahl ist).
Vor allem, weil der ansonsten wohl eine gute Wahl für einen extrem günstigen, aber einfach aufrüstfähigen und zukunftstauglichen Spiele-PC sein könnte. Für Workstations für CAD und ähnliches sollten die 35W wohl reichen.
Bleibt dann abzusehen, ob man die TDP über PBO (wie bei Zen 2 auch) erhöhen und damit die Leistung sinnvoll steigern kann. Sofern die Liste stimmt, natürlich.
Für die Leistung der IGP muss das aber kein großes Hinterniss sein. Diese wird ohnehin durch die verfügbare Speichertransferrate limitiert.
AMD hat aktuell keine Grafikkarte im Angebot, die auch nur in der Nähe der Leistungsklasse der IGPU liegt.
Höchstens die 550 könnte ähnlich performen - aber wenn man diese mit der 570 vergleicht, lohnt sich der Kauf aufgrund des Preis- und Leistungsunterschieds einfach nicht (10 CU ab 82€ vs 32 CU ab 125€).
Schade, hätte noch so etwas wie eine 75 W- oder gar 95 W-APU erwartet, bei der man die iGPU takttechnisch weiter ausfahren kann, aber mögicherweise überschreitet das bereits deren SweetSpot und/oder aber es geht hier schlicht darum, dass man mit dedizieren GPUs mehr Revenue generieren kann und sich hier nicht selbst das Wasser abgraben möchte.
Was mich etwas wundert ist die niedrige TDP. So genügsam Zen 2 auch ist, wären 35W für einen 6-Kerner inklusive Grafikeinheit doch sehr wenig (zumindest, wenn das die einzige Wahl ist).
Vor allem, weil der ansonsten wohl eine gute Wahl für einen extrem günstigen, aber einfach aufrüstfähigen und zukunftstauglichen Spiele-PC sein könnte. Für Workstations für CAD und ähnliches sollten die 35W wohl reichen.
Bleibt dann abzusehen, ob man die TDP über PBO (wie bei Zen 2 auch) erhöhen und damit die Leistung sinnvoll steigern kann. Sofern die Liste stimmt, natürlich.