AMD Radeon: Preiserhöhung um 10 Prozent schon im Juli?
Neue Gerüchte aus dem Board-Channel-Umfeld: AMD soll Partner über höhere Preise für Radeon-GPU- und VRAM-Kits informiert haben. Der Handel dürfte die Folgen aber verzögert spüren.
Bei Radeon-Grafikkarten könnte die nächste Preisrunde anstehen: Nachdem zuletzt bereits Gerüchte über steigende Kosten für AMDs GPU- und Speicherkits kursierten, gibt es nun eine weitere Meldung aus dem Umfeld von Board Channels. Demnach soll AMD seine Grafikkartenpartner offiziell darüber informiert haben, dass die Preise für übliche Bundles aus Grafikchip und passendem GDDR-Speicher schon im Juli im Schnitt um rund 10 Prozent steigen.
Eine offizielle Bestätigung von AMD liegt dafür bislang nicht vor. Entsprechend ist die Meldung weiterhin als Gerücht beziehungsweise als nicht offiziell bestätigte Lieferketteninformation einzuordnen. Videocardz hatte bereits zuvor über einen Board-Channels-Beitrag berichtet, wonach Radeon-GPU- und VRAM-Kits im dritten Quartal 2026 oder bereits ab Juli um mindestens 10 bis 15 Prozent teurer werden könnten.
Hersteller dürften Mehrkosten kaum vollständig abfangen
Für Boardpartner wäre eine solche Erhöhung relevant, weil AMD Grafikkartenherstellern nicht nur einzelne GPUs liefert, sondern in der Praxis auch Pakete aus GPU und passendem Videospeicher verkauft. Dieses Vorgehen soll die Komponentenversorgung vereinfachen und eine abgestimmte Beschaffung ermöglichen. Steigen die Kosten für diese Kits, erhöht sich damit unmittelbar der Einkaufspreis der Hersteller. Berichten zufolge wurde diese Herangehensweise in der Vergangenheit von AMD und Nvidia aufgeweicht, weil kaum an Speicher zu kommen war.
Da die Margen im Grafikkartengeschäft üblicherweise begrenzt sind, werden die Mehrkosten in der Regel nicht dauerhaft von den Herstellern absorbiert. Stattdessen ist davon auszugehen, dass höhere Einkaufspreise früher oder später in die Preiskalkulation für Custom-Designs einfließen. Ob und wann Endkunden davon etwas merken, hängt aber stark von vorhandenen Lagerbeständen, Händleraktionen und der jeweiligen Nachfrage ab.
Ein sofortiger Preissprung im Einzelhandel ist daher nicht zwingend. Wenn AMD die Kitpreise im Juli anhebt, dürften zunächst noch Grafikkarten verkauft werden, die zu älteren Konditionen produziert oder eingekauft wurden. Erst wenn diese Bestände abverkauft sind und neue Ware zu höheren Kosten in den Handel gelangt, wird ein Effekt auf Endkundenpreise wahrscheinlicher. Ein sichtbarer Einfluss im deutschen Einzelhandel könnte daher eher zeitversetzt auftreten, etwa im weiteren Verlauf des Spätsommers oder im Herbst. Gerade im DIY-Bereich kommen solche Anpassungen aber meistens schnell beim Endkunden an.
Radeon-RX-9000-Reihe besonders im Fokus
Besonders interessant ist die Entwicklung bei aktuellen Radeon-RX-9000-Modellen. Die Karten konkurrieren im Handel stark über ihr Preis-Leistungs-Verhältnis, weshalb eine Verteuerung empfindlich wirken kann. PCGH hatte zuletzt bereits bei der Radeon RX 9070 GRE auf den engen Preisabstand zu RX 9070 und RX 9070 XT hingewiesen. Sollte sich das gesamte Preisgefüge nach oben verschieben, könnten sich diese Abstände erneut verändern.
Der mutmaßliche Auslöser ist weiterhin der Preisdruck bei Speicherchips. Board Channels verweist laut Videocardz auf steigende Angebote der Speicherhersteller, was sowohl AMD als auch Nvidia betreffen kann. Für Nvidia soll es in der damaligen Meldung allerdings noch keine neue Preiserhöhungsnotiz gegeben haben. Damit bleibt offen, ob sich eine mögliche AMD-Erhöhung isoliert auswirkt oder Teil einer breiteren Entwicklung am Grafikkartenmarkt wird.
Steigende Preise sind laut Branchenstimmen aber weiter zu erwarten. Speziell Lenovo hatte ein besonders düsteres Bild der Zukunft gezeichnet. Fast alle sind sich aber zumindest darin einig, dass die Spitze des Berges noch nicht erreicht wurde.
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Quellen: Board Channels, via Videocardz

Wenn 8GB Modelle nicht mehr angeboten werden sind die sicherlich wie Backsteine liegen geblieben, bei der 9060XT als Beispiel durchauchs zu verstehen, so extrem ist / war der Aufpreis zu 16GB nicht
Was ich absolut seltsam finde, das die 9060xt / 8GB bei Alternate nicht lieferbar ist, nur 16 GB Modelle ab 429€. Ok nicht schlimm, ist auch nur ein Shop, dennoch seltsam.
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