AMD Freesync: Hertz-Spanne lässt sich per Treiber-Mod vergrößern
Ein Forenmitglied vom 3DCenter hat eine ausführliche Anleitung zur Verfügung gestellt, wie sich die Hertz-Spanne von Freesync-Monitoren vergrößern lässt. Statt beispielsweise 40 bis 60 Hertz, können einige Exemplare 32 beziehungsweise 33 bis 60 Hz darstellen. Nötig sind dafür drei Tools, mit denen man einen modifizierten Monitor-Treiber erstellt.
Derzeit haben viele Freesync-Monitore noch einen großen Nachteil gegenüber den G-Sync-Pendants: Die Spannen, in denen die Bildwiederholrate dynamisch dargestellt werden kann, fallen oftmals niedriger aus. Nutzer eines Freesync-Displays können allerdings manuell nachhelfen, "OC_Burner" vom 3DCenter-Forum zeigt, wie es funktioniert. Dabei wird der Monitortreiber modifiziert, der sendet nämlich seine ab Werk unterstützte Freesync-Spanne über die "Extended Display Identification Data", kurz EDID, an die GPU. Ebendiese EDID lassen sich über nützliche Tools manuell anpassen.
Dazu werden die drei Tools "Phoenix EDID Designer", "EnTech Monitor Asset Manager" und "EnTech softMCCS", die bei den Kollegen von prad.de heruntergeladen werden können. "OC_Burner" zeigt in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Screenshots, wie man zuerst die EDID aus dem Monitor extrahiert, dann modifiziert, den neuen Monitortreiber erstellt und letztendlich erfolgreich installiert. Anschließend muss man die neu eingestellte Minimal-Frequenz austesten, wofür sich Frostbite-3-Titeln anbieten. Dort muss man in die Konsole "GameTime.MaxVariableFps=X" (X für die minimale Hertz-Zahl) eingeben; kommt es nach dem Spielstart dann zu keinen Bildfehlern, schafft das Display die Bildwiederholrate. Für die konkrete Anleitung besuchen Sie bitte das Forum vom 3DCenter.
Mehrere Nutzer des LG 27MU67-B und von Samsungs E850R-Reihe konnten die untere Freesync-Spanne von 40 auf 33 oder 32 Hertz reduzieren. Da es sich um Ultra-HD-Geräte handelt, ist das bereits viel wert. Alle bislang getesteten Displays schafften die 33, teilweise auch 32 Hertz, nicht aber 31 – dort kommt es zu starken Bildfehlern, wie Sie hier zu sehen sind (ab 0:15). Verständlicherweise lassen sich die Monitorhersteller noch "Polster", damit alle Exemplare die Mindestanforderungen unterstützen.
Übrigens lässt sich auch die maximale Hertz-Rate erhöhen, dafür ist aber noch zusätzlich die "Custom Resolution Utility" nötig, da in den EDID neben der höheren Hertz- auch die Refresh-Rate selbst angepasst werden muss. Erneut "OC_Burner" zeigt, welche Daten wo eingetragen werden müssen damit es klappt. Nutzer müssen selbst ausprobieren, welche Werte unterstützt werden und welche Spanne man letztendlich haben möchte – üblicherweise kann man bis zu einer bestimmten Grenze eine höhere maximale Rate einstellen, wenn man die untere Grenze nach oben setzt. Hat man Werte eingestellt, die vom Monitor nicht unterstützt werden, kann man den Treiber wieder deinstallieren und einen neuen erstellen.
Quelle: 3DCenter (Links im Fließtext)

Interessantes Thema!
Macht einige Geräte gleich sehr viel interessanter! und 5hz im unteren bereich können ja schon einiges ausmachen!
Vielen Dank an die Tester und vor allem die "Erfinder"
dann sieht man unter 30" wirklich keine Pixel mehr und auch Fernseher von 100" und darüber lassen sich damit perfekt befeuern, außerdem soll 22.2 Sound (also 24 Kanäle) kommen.
Für die Hersteller von Fernsehern, Bildschirmen, Grakas und anderem Gerümpel hat das dann den Vorteil das ihre Umsätze für 5-10 Jahre gesichert sind.
Dann muss man eben immer nur vor dem Spielen den passenden Treiber installieren.
In BF-HL funktioniert der Befehl für "GameTime.MaxVariableFps=X" sehr gut. Ist nur eher unpraktisch im Multiplayer. Könnte aber auch gegen Spulenfiepen helfen.
Bin jedenfalls sehr gespannt und werde meine MG279Q wohl auch die Tage modifizieren.
Gruß,
Phil