Neue Zen-3-Prozessoren: Ryzen 7 5700X, Ryzen 5 5600 und 5500
Quelle: AMD
Seite 2:

Neue Zen-3-Prozessoren: Ryzen 7 5700X, Ryzen 5 5600 und 5500

62
Special David Krausbauer Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Wir sprechen über die neuen Zen-3-Prozessoren Ryzen 7 5700X, Ryzen 5 5600 und Ryzen 5 5500

Neben dem Ryzen 7 5800X3D bringt AMD drei weitere Zen-3-Prozessoren auf den Markt.

Neue Zen-3-Prozessoren: Ryzen 7 5700X, Ryzen 5 5600 und 5500

Den Anfang macht Ryzen 7 5700X, ein Achtkerner mit 16 Threads, einem Boost bis zu 4,6 GHz und einer TDP von 65 Watt. Damit taktet die CPU unter Last wahrscheinlich nur 100-200 niedriger als ein Ryzen 7 5800X. Da auch die Menge des L3-Cache identisch zum 5800X bleibt, dürfte die Leistung in Spielen nahezu identisch sein. Bei hoher Anwendungslast hingegen kann die TDP-Klasse von 65 Watt für merklich weniger Leistung gegenüber dem großen Bruder mit 105 Watt sorgen. Ein 5700X legt sich preislich mit Intels Core i5-12600K an, welcher aktuell für rund 290 Euro erhältlich ist.

Modellname Ryzen 7 5800X3D Ryzen 7 5800X Ryzen 7 5700X Ryzen 5 5600X Ryzen 5 5600 Ryzen 5 5500
Kerne 8 8 8 6 6 6
Threads 16 16 16 12 12 12
Basis-Takt 3,4 GHz 3,8 GHz 3,4 GHz 3,7 GHz 3,5 GHz 3,6 GHz
Boost-Takt 4,5 GHz 4,7 GHz 4,6 GHz 4,6 GHz 4,4 GHz 4,2 GHz
TDP 105 Watt 105 Watt 65 Watt 65 Watt 65 Watt 65 Watt
L2-Cache 4 MiB (8x 512 KiB) 4 MiB (8x 512 KiB) 4 MiB (8x 512 KiB) 3 MiB (6x 512 KiB) 3 MiB (6x 512 KiB) 3 MiB (6x 512 KiB)
L3-Cache 96 MiB (1x 32 + 1x 64 MiB) 32 MiB (1x 32 MiB) 32 MiB (1x 32 MiB) 32 MiB (1x 32 MiB) 32 MiB (1x 32 MiB) 16 MiB (1x 16 MiB)
Preis (Stand 15.03.22) 449 USD (MSRP) 335 Euro 299 USD (MSRP) 225 Euro 199 USD (MSRP) 159 USD (MSRP)

Dazu kommen zwei neue Sechskerner, Ryzen 5 5600 und Ryzen 5 5500. Der 5600 ist die CPU, auf welche die Welt seit dem Launch von Zen 3 wartet: ein 5600X für unter 200 Euro. Die Daten auf dem Papier sehen sehr gut aus, denn ein 5600 taktet jeweils nur 200 MHz niedriger als ein 5600X und bietet die gleiche Menge L3-Cache sowie die gleiche TDP. Die CPU dürfte damit nur geringfügig langsamer als ein 5600X (und i5-12400) ausfallen. Beim Ryzen 5 5500 sollten allerdings auch Ihre Alarmglocken läuten. Diese CPU taktet zwar mit bis zu 4,2 GHz, bietet aber nur einen L3-Cache von 16 MiByte, ein Einschnitt um 50 Prozent gegenüber einem 5600(X). Genauso hat es AMD beim Ryzen 5 3500 gegenüber dem Ryzen 5 3600 gemacht und wie sich im Test zum Ryzen 5 3500 gezeigt hat, kostet der Einschnitt beim L3-Cache mitunter mehr als 40 Prozent der Bildrate in Spielen. Tests werden zeigen müssen, ob das auch beim Zen-3-Äquivalent der Fall ist. Preislich stellt AMD Ryzen 5 5600 und 5500 im Bereich des Intel Core i5-12400(F) auf. Letzterer ist so schnell wie ein Ryzen 5 5600X und dürfte somit das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.

Neue Zen-2-Prozessoren: Ryzen 5 4600G und 4500, Ryzen 3 4100 (Update)

Frühlingsgefühle von AMD: Neue Ryzen-Prozessoren und Zen 3 endlich auf 300-I/O-Hubs (5) Quelle: AMD Frühlingsgefühle von AMD: Neue Ryzen-Prozessoren und Zen 3 endlich auf 300-I/O-Hubs (5)

Modellname Ryzen 5 4600G (Vega) Ryzen 5 4500 Ryzen 5 3600 Ryzen 5 3500 Ryzen 3 4100 Ryzen 3 3100
Kerne 6 6 6 6 4 4
Threads 12 12 12 6 8 8
Basis-Takt 3,7 GHz 3,6 GHz 3,6 GHz 3,6 GHz 3,8 GHz 3,6 GHz
Boost-Takt 4,2 GHz 4,1 GHz 4,2 GHz 4,1 GHz 4,0 GHz 3,9 GHz
TDP 65 Watt 65 Watt 65 Watt 65 Watt 65 Watt 65 Watt
L2-Cache 3 MiB (6x 512 KiB) 3 MiB (6x 512 KiB) 3 MiB (6x 512 KiB) 3 MiB (6x 512 KiB) 2 MiB (4x 512 KiB) 2 MiB (4x 512 KiB)
L3-Cache 8 MiB (2x 4 MiB) 8 MiB (2x 4 MiB) 32 MiB (2x 16 MiB) 16 MiB (2x 8 MiB) 4 MiB (1x 4 MiB) 16 MiB (2x 8 MiB)
Preis (Stand 15.03.22) 154 USD (MSRP) 129 USD (MSRP) 210 Euro Nicht mehr erhältlich 99 USD (MSRP) Nicht mehr erhältlich

Wirklich neu sind nur zwei Prozessoren, nämlich Ryzen 5 4500 und Ryzen 3 4100. Den Ryzen 5 4600G gibt es natürlich schon länger, allerdings bislang nur für den OEM-Markt. Es handelt sich dabei um eine Zen-2-APU aus der Renoir-Generation mit Vega-Grafikeinheit. Der praktisch baugleiche Ryzen 5 4650G schafft es als Tray-Version immer mal wieder bei verschiedenen Händlern auf die Ladentheke, allerdings für rund 185 Euro, da ist die Preisempfehlung mit 154 USD MRSP des 4600G schon etwas angenehmer. Für nur rund 40 Euro mehr gibt es allerdings schon den Ryzen 5 5600G mit Zen-3-Basis zu kaufen. Der finale Euro-Preis des 4600G wird somit über den Erfolg der APU entscheiden. Schön ist es jedenfalls, dass AMD OEM-only-Prozessoren für alle zum Kauf anbietet, allerdings kommt diese Entscheidung reichlich spät, zumal es auch noch Vier- und Achtkerner-APUs gibt, die ebenfalls nachgefragt werden.

Dann folgen noch die neuen Zen-2-Prozessoren Ryzen 5 4500 und Ryzen 3 4100. So neu sind diese jedoch auch nicht. Denn Ryzen 4500 und 4100 sind nur ein Refresh von Ryzen 3500 und 3100. Aufmerksamen Lesern wird bereits aufgefallen sein, dass der angegebene Cache der drei Prozessoren nicht ins Gesamtbild passt. Zum Vergleich bietet ein Ryzen 3 3100 16 MiByte L3-Cache, aufgeteilt auf 2x8 MiB. Laut AMD soll der neue Ryzen 3 4100 allerdings nur mit 6 MIB Gesamt-Cache kommen. Zwei MiByte davon fallen auf den L2-Cache (4x 512 KiB), es bleiben somit noch 4 MiB L3-Cache übrig. Das wäre gegenüber dem 3100 ein Einschnitt von gewaltigen 75 Prozent. Wenn schon die Hälfte des L3-Cache beim Ryzen 3500 gegenüber dem 3600 massiv Leistung kostet, wie soll das dann erst beim Ryzen 4100 gegenüber 3100 aussehen? Auch der Ryzen 4500 zeigt seltsame Zahlen, denn ein bis auf 100 MHz beim Boost-Takt baugleicher Ryzen 3500 bietet doppelt so viel L3-Cache. Immerhin erlaubt AMD dem Ryzen 5 4500 SMT, das blieb dem Vorgänger nämlich verwehrt.

Wir befinden uns mit AMD Deutschland gerade im Gespräch und versuchen, das Thema L3-Cache zu klären. Sobald sich Neuigkeiten dazu auftun, werden wir Sie darüber unterrichten und diesen Artikel entsprechend aktualisieren. Auf der nächsten Seite gibt es noch gute Nachrichten zur offiziellen Unterstützung von Zen 3 auf 300er-Mainboards.


Update vom 16.03.2022: AMD Deutschland hat uns bestätigt, dass Ryzen 5 4500 und Ryzen 3 4100 auf den monolithischen Designs von Renoir basieren, allerdings ohne aktivierte Grafikeinheit. Das erklärt den gegenüber denen auf Chiplet-basierten Desktop-Designs (Matisse) fehlenden L3-Cache. Ryzen 5 4500 und Ryzen 3 4100 sind somit teil-deaktivierte APUs. Das trifft auch auf den Ryzen 5 5500 zu. Unter der Haube arbeitet hier nicht Vermeer, sondern Cezanne. Ein 5500 ist somit praktisch ein teil-deaktivierter 5600G.

Wir müssen somit die Aussage revidieren, dass Ryzen 3 4100 den Ryzen 3 3100 beerbt. Letzterer greift auf das Chiplet-Design (Matisse) zurück und fällt leistungsfähiger aus. Ryzen 3 4100 setzt dagegen auf das monolithische Renoir-Design und verfügt über 75 Prozent weniger L3-Cache als ein 3100. Beachten Sie das bitte beim Kauf, die AMD-Folien zeigen diesen "Nachteil" leider kaum auf.

Im Falle des Ryzen 5 5600 und Ryzen 7 5700X können wir Sie dagegen beruhigen. Diese beiden CPUs basieren auf dem Chiplet-Design von Vermeer und verfügen über die gleichen L3-Cache-Reserven wie die größeren Brüder. Die Leistung dürfte daher erwartungsgemäß hoch ausfallen. Wir sprechend mit AMD gerade über CPU-Samples und liefern Prozessor-Benchmarks, sobald uns das möglich ist.

62
  1. Seite 1 AMD: Neue Ryzen-Prozessoren
  2. Seite 2 Neue Zen-3-Prozessoren: Ryzen 7 5700X, Ryzen 5 5600 und 5500
  3. Seite 3 Offizielle Unterstützung von Zen 3 auf 300-I/O-Hubs
    • Kommentare (62)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Klausikowski Freizeitschrauber(in)
        Wenn man mal so überlegt ...
        Das C6H war eines der ersten AM4-Boards, klar, zu Beginn preislich schon weit oben angesetzt.
        Ich meine, es lag so um die 250€? Weiß es nicht sicher, das sollte aber etwa hinkommen.
        Das war vor inzwischen fast fünf Jahren. Und jetzt gibt es immer noch Updates für gerade erscheinende, neue
        CPUs mit der neuesten Technik (auf AM4 bezogen) von AMD. Vermutlich finde nicht nur ich das wirklich
        beachtlich. Aufs Jahr gerechnet (sofern man es zum Start kaufte und nicht brickte, ja, es hatte Kinderkrankheiten)
        ist das ein Fuffi. Nicht schlecht!
        Bei mir sind es nicht mal 50€, da erst am 28.06.2019 gekauft (das Ding hat sogar noch Garantie!).
        Ich freue mich auf mindestens zwei weitere Jahre mit dem Board und meinen anderen 370ern.
        Die schnellere Grafikschnittstelle reizen die Karten bisher nicht wirklich aus und das SSD-Gedingse ist mir
        auch mit PCIe3.0 flott genug. Außer in bestimmten Szenarien bemerkt man im Alltag keinerlei Unterschied.

        Bei Intel kann ich mich an so lange Laufzeiten eher nicht erinnern
        (immer in Bezug auf die neuesten Features gesehen)

        Nein, das soll keine Lobhudelei für ASUS sein, dafür haben sie den ein oder anderen Bock (zuviel) geschossen
        und auch kein Bashing in Richtung Intel (die können sehr wohl, woll(t)en nur allzu oft nicht).
        Es gibt ja noch andere 370er-Bretter, mein ASR 370PG etwa ist mindestens so gut wie das C6H.
        MSI Titanium hab ich auch noch liegen, das freut sich auf ne APU.
        Von meiner Warte aus gesehen ist das wirklich Spitzenklasse!
      • Von Klausikowski Freizeitschrauber(in)
        Wenn man mal so überlegt ...
        Das C6H war eines der ersten AM4-Boards, klar, zu Beginn preislich schon weit oben angesetzt.
        Ich meine, es lag so um die 250€? Weiß es nicht sicher, das sollte aber etwa hinkommen.
        Das war vor inzwischen fast fünf Jahren. Und jetzt gibt es immer noch Updates für gerade erscheinende, neue
        CPUs mit der neuesten Technik (auf AM4 bezogen) von AMD. Vermutlich finde nicht nur ich das wirklich
        beachtlich. Aufs Jahr gerechnet (sofern man es zum Start kaufte und nicht brickte, ja, es hatte Kinderkrankheiten)
        ist das ein Fuffi. Nicht schlecht!
        Bei mir sind es nicht mal 50€, da erst am 28.06.2019 gekauft (das Ding hat sogar noch Garantie!).
        Ich freue mich auf mindestens zwei weitere Jahre mit dem Board und meinen anderen 370ern.
        Die schnellere Grafikschnittstelle reizen die Karten bisher nicht wirklich aus und das SSD-Gedingse ist mir
        auch mit PCIe3.0 flott genug. Außer in bestimmten Szenarien bemerkt man im Alltag keinerlei Unterschied.

        Bei Intel kann ich mich an so lange Laufzeiten eher nicht erinnern
        (immer in Bezug auf die neuesten Features gesehen)

        Nein, das soll keine Lobhudelei für ASUS sein, dafür haben sie den ein oder anderen Bock (zuviel) geschossen
        und auch kein Bashing in Richtung Intel (die können sehr wohl, woll(t)en nur allzu oft nicht).
        Es gibt ja noch andere 370er-Bretter, mein ASR 370PG etwa ist mindestens so gut wie das C6H.
        MSI Titanium hab ich auch noch liegen, das freut sich auf ne APU.
        Von meiner Warte aus gesehen ist das wirklich Spitzenklasse!
      • Von Darkearth27 BIOS-Overclocker(in)
        C6H hat nun auch das 1206B erhalten.

        Auf der HP noch nicht aktualisiert, aber als direkt Download schon verfügbar.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Hab es geflashed, alles beim "alten" mit dem 3800x der noch drauf werkelt, RAM OC wird auch gerade wieder getestet.

        Einfach nur so als Info
      • Von Klausikowski Freizeitschrauber(in)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Dann ging es Dir wie mir
        Gib bitte mal -bei Gelegenheit- Rückinfo mit welcher Kombi Du das laufen hast und wie es mit Stabilität etc
        ausschaut. Habe selbst zwar das C6H, das dürfte aber kaum abweichen. Außerdem komme ich sehr wahrscheinlich
        an ein C6E extrem günstig dran. Da juckt es dann schon wieder in den Fingern ...
        Das Board fand ich schon immer klasse, es war nur damals, als ich das C6H kaufte, deutlich teurer, daher wurde es
        dann halt das Hero - über das ich wirklich nicht klagen kann.
        Wichtig wäre mir, ob die C6x mit dem neuen BIOS noch Summit können, Pinnacle sollte ja kein Problem sein.
        Bei mir fahre ich die 8002, das Win11-Gedöns konnte ich selbst umstellen. Weitere Änderungen gab es m.W.
        von der 8002 auf die 8101 nicht.
        ***
        Oh, noch was, auf einem Screenshot (ich glaube bei CBase) sah ich, dass das C6E PCIe4 anzeigte, nicht 3.
        Das wäre natürlich noch der Oberhammer wenn das auch ginge. RBAR oder wie das heißt soll angeblich auch funzen.
      • Von funky Komplett-PC-Aufrüster(in)
        In der Tat, hatte mir 1.2.0.8. gestern bei gifthub heruntergeladen, nachdem das neue Bios für das CH6E installiert war. Und dort waren die Pinnacle gestrichen.
        Gerade die neuere Version (zu finden übers Luxx) probiert-
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von Klausikowski Freizeitschrauber(in)
        Es gibt offenbar eine neue SMU-Checker-Version die das "korrekter" anzeigt.
        Anscheinend bleibt Pinnacle. Leider liegt mir lediglich ein Screenshot vor, nicht jedoch das Tool selbst.
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        ***
        Siehe #56, Update
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 06/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk