Neue Zen-3-Prozessoren: Ryzen 7 5700X, Ryzen 5 5600 und 5500
Wir sprechen über die neuen Zen-3-Prozessoren Ryzen 7 5700X, Ryzen 5 5600 und Ryzen 5 5500
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Neben dem Ryzen 7 5800X3D bringt AMD drei weitere Zen-3-Prozessoren auf den Markt.
Neue Zen-3-Prozessoren: Ryzen 7 5700X, Ryzen 5 5600 und 5500
Den Anfang macht Ryzen 7 5700X, ein Achtkerner mit 16 Threads, einem Boost bis zu 4,6 GHz und einer TDP von 65 Watt. Damit taktet die CPU unter Last wahrscheinlich nur 100-200 niedriger als ein Ryzen 7 5800X. Da auch die Menge des L3-Cache identisch zum 5800X bleibt, dürfte die Leistung in Spielen nahezu identisch sein. Bei hoher Anwendungslast hingegen kann die TDP-Klasse von 65 Watt für merklich weniger Leistung gegenüber dem großen Bruder mit 105 Watt sorgen. Ein 5700X legt sich preislich mit Intels Core i5-12600K an, welcher aktuell für rund 290 Euro erhältlich ist.
| Modellname | Ryzen 7 5800X3D | Ryzen 7 5800X | Ryzen 7 5700X | Ryzen 5 5600X | Ryzen 5 5600 | Ryzen 5 5500 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kerne | 8 | 8 | 8 | 6 | 6 | 6 |
| Threads | 16 | 16 | 16 | 12 | 12 | 12 |
| Basis-Takt | 3,4 GHz | 3,8 GHz | 3,4 GHz | 3,7 GHz | 3,5 GHz | 3,6 GHz |
| Boost-Takt | 4,5 GHz | 4,7 GHz | 4,6 GHz | 4,6 GHz | 4,4 GHz | 4,2 GHz |
| TDP | 105 Watt | 105 Watt | 65 Watt | 65 Watt | 65 Watt | 65 Watt |
| L2-Cache | 4 MiB (8x 512 KiB) | 4 MiB (8x 512 KiB) | 4 MiB (8x 512 KiB) | 3 MiB (6x 512 KiB) | 3 MiB (6x 512 KiB) | 3 MiB (6x 512 KiB) |
| L3-Cache | 96 MiB (1x 32 + 1x 64 MiB) | 32 MiB (1x 32 MiB) | 32 MiB (1x 32 MiB) | 32 MiB (1x 32 MiB) | 32 MiB (1x 32 MiB) | 16 MiB (1x 16 MiB) |
| Preis (Stand 15.03.22) | 449 USD (MSRP) | 335 Euro | 299 USD (MSRP) | 225 Euro | 199 USD (MSRP) | 159 USD (MSRP) |
Dazu kommen zwei neue Sechskerner, Ryzen 5 5600 und Ryzen 5 5500. Der 5600 ist die CPU, auf welche die Welt seit dem Launch von Zen 3 wartet: ein 5600X für unter 200 Euro. Die Daten auf dem Papier sehen sehr gut aus, denn ein 5600 taktet jeweils nur 200 MHz niedriger als ein 5600X und bietet die gleiche Menge L3-Cache sowie die gleiche TDP. Die CPU dürfte damit nur geringfügig langsamer als ein 5600X (und i5-12400) ausfallen. Beim Ryzen 5 5500 sollten allerdings auch Ihre Alarmglocken läuten. Diese CPU taktet zwar mit bis zu 4,2 GHz, bietet aber nur einen L3-Cache von 16 MiByte, ein Einschnitt um 50 Prozent gegenüber einem 5600(X). Genauso hat es AMD beim Ryzen 5 3500 gegenüber dem Ryzen 5 3600 gemacht und wie sich im Test zum Ryzen 5 3500 gezeigt hat, kostet der Einschnitt beim L3-Cache mitunter mehr als 40 Prozent der Bildrate in Spielen. Tests werden zeigen müssen, ob das auch beim Zen-3-Äquivalent der Fall ist. Preislich stellt AMD Ryzen 5 5600 und 5500 im Bereich des Intel Core i5-12400(F) auf. Letzterer ist so schnell wie ein Ryzen 5 5600X und dürfte somit das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.
Neue Zen-2-Prozessoren: Ryzen 5 4600G und 4500, Ryzen 3 4100 (Update)
Quelle: AMD
Frühlingsgefühle von AMD: Neue Ryzen-Prozessoren und Zen 3 endlich auf 300-I/O-Hubs (5)
| Modellname | Ryzen 5 4600G (Vega) | Ryzen 5 4500 | Ryzen 5 3600 | Ryzen 5 3500 | Ryzen 3 4100 | Ryzen 3 3100 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kerne | 6 | 6 | 6 | 6 | 4 | 4 |
| Threads | 12 | 12 | 12 | 6 | 8 | 8 |
| Basis-Takt | 3,7 GHz | 3,6 GHz | 3,6 GHz | 3,6 GHz | 3,8 GHz | 3,6 GHz |
| Boost-Takt | 4,2 GHz | 4,1 GHz | 4,2 GHz | 4,1 GHz | 4,0 GHz | 3,9 GHz |
| TDP | 65 Watt | 65 Watt | 65 Watt | 65 Watt | 65 Watt | 65 Watt |
| L2-Cache | 3 MiB (6x 512 KiB) | 3 MiB (6x 512 KiB) | 3 MiB (6x 512 KiB) | 3 MiB (6x 512 KiB) | 2 MiB (4x 512 KiB) | 2 MiB (4x 512 KiB) |
| L3-Cache | 8 MiB (2x 4 MiB) | 8 MiB (2x 4 MiB) | 32 MiB (2x 16 MiB) | 16 MiB (2x 8 MiB) | 4 MiB (1x 4 MiB) | 16 MiB (2x 8 MiB) |
| Preis (Stand 15.03.22) | 154 USD (MSRP) | 129 USD (MSRP) | 210 Euro | Nicht mehr erhältlich | 99 USD (MSRP) | Nicht mehr erhältlich |
Wirklich neu sind nur zwei Prozessoren, nämlich Ryzen 5 4500 und Ryzen 3 4100. Den Ryzen 5 4600G gibt es natürlich schon länger, allerdings bislang nur für den OEM-Markt. Es handelt sich dabei um eine Zen-2-APU aus der Renoir-Generation mit Vega-Grafikeinheit. Der praktisch baugleiche Ryzen 5 4650G schafft es als Tray-Version immer mal wieder bei verschiedenen Händlern auf die Ladentheke, allerdings für rund 185 Euro, da ist die Preisempfehlung mit 154 USD MRSP des 4600G schon etwas angenehmer. Für nur rund 40 Euro mehr gibt es allerdings schon den Ryzen 5 5600G mit Zen-3-Basis zu kaufen. Der finale Euro-Preis des 4600G wird somit über den Erfolg der APU entscheiden. Schön ist es jedenfalls, dass AMD OEM-only-Prozessoren für alle zum Kauf anbietet, allerdings kommt diese Entscheidung reichlich spät, zumal es auch noch Vier- und Achtkerner-APUs gibt, die ebenfalls nachgefragt werden.
Dann folgen noch die neuen Zen-2-Prozessoren Ryzen 5 4500 und Ryzen 3 4100. So neu sind diese jedoch auch nicht. Denn Ryzen 4500 und 4100 sind nur ein Refresh von Ryzen 3500 und 3100. Aufmerksamen Lesern wird bereits aufgefallen sein, dass der angegebene Cache der drei Prozessoren nicht ins Gesamtbild passt. Zum Vergleich bietet ein Ryzen 3 3100 16 MiByte L3-Cache, aufgeteilt auf 2x8 MiB. Laut AMD soll der neue Ryzen 3 4100 allerdings nur mit 6 MIB Gesamt-Cache kommen. Zwei MiByte davon fallen auf den L2-Cache (4x 512 KiB), es bleiben somit noch 4 MiB L3-Cache übrig. Das wäre gegenüber dem 3100 ein Einschnitt von gewaltigen 75 Prozent. Wenn schon die Hälfte des L3-Cache beim Ryzen 3500 gegenüber dem 3600 massiv Leistung kostet, wie soll das dann erst beim Ryzen 4100 gegenüber 3100 aussehen? Auch der Ryzen 4500 zeigt seltsame Zahlen, denn ein bis auf 100 MHz beim Boost-Takt baugleicher Ryzen 3500 bietet doppelt so viel L3-Cache. Immerhin erlaubt AMD dem Ryzen 5 4500 SMT, das blieb dem Vorgänger nämlich verwehrt.
Wir befinden uns mit AMD Deutschland gerade im Gespräch und versuchen, das Thema L3-Cache zu klären. Sobald sich Neuigkeiten dazu auftun, werden wir Sie darüber unterrichten und diesen Artikel entsprechend aktualisieren. Auf der nächsten Seite gibt es noch gute Nachrichten zur offiziellen Unterstützung von Zen 3 auf 300er-Mainboards.
Update vom 16.03.2022: AMD Deutschland hat uns bestätigt, dass Ryzen 5 4500 und Ryzen 3 4100 auf den monolithischen Designs von Renoir basieren, allerdings ohne aktivierte Grafikeinheit. Das erklärt den gegenüber denen auf Chiplet-basierten Desktop-Designs (Matisse) fehlenden L3-Cache. Ryzen 5 4500 und Ryzen 3 4100 sind somit teil-deaktivierte APUs. Das trifft auch auf den Ryzen 5 5500 zu. Unter der Haube arbeitet hier nicht Vermeer, sondern Cezanne. Ein 5500 ist somit praktisch ein teil-deaktivierter 5600G.
Wir müssen somit die Aussage revidieren, dass Ryzen 3 4100 den Ryzen 3 3100 beerbt. Letzterer greift auf das Chiplet-Design (Matisse) zurück und fällt leistungsfähiger aus. Ryzen 3 4100 setzt dagegen auf das monolithische Renoir-Design und verfügt über 75 Prozent weniger L3-Cache als ein 3100. Beachten Sie das bitte beim Kauf, die AMD-Folien zeigen diesen "Nachteil" leider kaum auf.
Im Falle des Ryzen 5 5600 und Ryzen 7 5700X können wir Sie dagegen beruhigen. Diese beiden CPUs basieren auf dem Chiplet-Design von Vermeer und verfügen über die gleichen L3-Cache-Reserven wie die größeren Brüder. Die Leistung dürfte daher erwartungsgemäß hoch ausfallen. Wir sprechend mit AMD gerade über CPU-Samples und liefern Prozessor-Benchmarks, sobald uns das möglich ist.


Das C6H war eines der ersten AM4-Boards, klar, zu Beginn preislich schon weit oben angesetzt.
Ich meine, es lag so um die 250€? Weiß es nicht sicher, das sollte aber etwa hinkommen.
Das war vor inzwischen fast fünf Jahren. Und jetzt gibt es immer noch Updates für gerade erscheinende, neue
CPUs mit der neuesten Technik (auf AM4 bezogen) von AMD. Vermutlich finde nicht nur ich das wirklich
beachtlich. Aufs Jahr gerechnet (sofern man es zum Start kaufte und nicht brickte, ja, es hatte Kinderkrankheiten)
ist das ein Fuffi. Nicht schlecht!
Bei mir sind es nicht mal 50€, da erst am 28.06.2019 gekauft (das Ding hat sogar noch Garantie!).
Ich freue mich auf mindestens zwei weitere Jahre mit dem Board und meinen anderen 370ern.
Die schnellere Grafikschnittstelle reizen die Karten bisher nicht wirklich aus und das SSD-Gedingse ist mir
auch mit PCIe3.0 flott genug. Außer in bestimmten Szenarien bemerkt man im Alltag keinerlei Unterschied.
Bei Intel kann ich mich an so lange Laufzeiten eher nicht erinnern
(immer in Bezug auf die neuesten Features gesehen)
Nein, das soll keine Lobhudelei für ASUS sein, dafür haben sie den ein oder anderen Bock (zuviel) geschossen
und auch kein Bashing in Richtung Intel (die können sehr wohl, woll(t)en nur allzu oft nicht).
Es gibt ja noch andere 370er-Bretter, mein ASR 370PG etwa ist mindestens so gut wie das C6H.
MSI Titanium hab ich auch noch liegen, das freut sich auf ne APU.
Von meiner Warte aus gesehen ist das wirklich Spitzenklasse!
Auf der HP noch nicht aktualisiert, aber als direkt Download schon verfügbar.
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Hab es geflashed, alles beim "alten" mit dem 3800x der noch drauf werkelt, RAM OC wird auch gerade wieder getestet.
Einfach nur so als Info
Dann ging es Dir wie mir
Gib bitte mal -bei Gelegenheit- Rückinfo mit welcher Kombi Du das laufen hast und wie es mit Stabilität etc
ausschaut. Habe selbst zwar das C6H, das dürfte aber kaum abweichen. Außerdem komme ich sehr wahrscheinlich
an ein C6E extrem günstig dran. Da juckt es dann schon wieder in den Fingern ...
Das Board fand ich schon immer klasse, es war nur damals, als ich das C6H kaufte, deutlich teurer, daher wurde es
dann halt das Hero - über das ich wirklich nicht klagen kann.
Wichtig wäre mir, ob die C6x mit dem neuen BIOS noch Summit können, Pinnacle sollte ja kein Problem sein.
Bei mir fahre ich die 8002, das Win11-Gedöns konnte ich selbst umstellen. Weitere Änderungen gab es m.W.
von der 8002 auf die 8101 nicht.
***
Oh, noch was, auf einem Screenshot (ich glaube bei CBase) sah ich, dass das C6E PCIe4 anzeigte, nicht 3.
Das wäre natürlich noch der Oberhammer wenn das auch ginge. RBAR oder wie das heißt soll angeblich auch funzen.
Gerade die neuere Version (zu finden übers Luxx) probiert-
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Anscheinend bleibt Pinnacle. Leider liegt mir lediglich ein Screenshot vor, nicht jedoch das Tool selbst.
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Siehe #56, Update