Battlefield 4 mit Mantle: Kaveri A10-7850K mit Dual Graphics im Kurztest
Wer eine Kaveri-APU sein eigen nennt und die integrierte Grafikeinheit zum Zocken nutzt, hat sicher nicht für alle Spiele in hohen Details genug Leistung. AMD ermöglicht es nun, die APU im Crossfire-Modus mit Einsteigergrafikkarten wie der Radeon R7 250 zu betreiben. PC Games Hardware prüft im Test mit der Mantle-Schnittstelle unter Battlefield 4, wie groß der Leistungszuwachs mit einem AMD A10-7850K ausfällt.
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Wir wollten wissen, wie sehr AMDs aktuelle Kaveri-APUs vom Crossfire-Betrieb mit einer Einsteiger-Radeon, etwa einer R7 250, profitieren - bei Battlefield 4 unter Nutzung von Mantle. Als Testsystem kam ein AMD A10-7850K mit Standardtakt von 3.700 MHz zum Einsatz. Basis ist ein MSI A88X-G45 Gaming mit insgesamt 8 GiByte Arbeitsspeicher. Das Betriebssystem Windows 7 Professional x64 findet seinen Platz auf einer Patriot Pyro-SSD mit 240 GByte Kapazität. Treibermäßig setzen wir auf den neuesten Catalyst-Beta 14.2.
Die getesteten Grafikeinheiten im Überblick
| AMD A10-7850K | MSI R7 250 | AMD Radeon HD 7870 | |
|---|---|---|---|
| Allgemeine Daten | |||
| Architektur | Graphics Core Next | Graphics Core Next | Graphics Core Next |
| Direct X-Version | 11.2 | 11.2 | 11.1 |
| Mantle kompatibel | ja | ja | ja |
| Chipdaten | |||
| Boost-Takt | - | 1.100 MHz | - |
| Chiptakt | 720 MHz | 1.050 MHz | 1.000 MHz |
| Shaderzahl | 512 | 384 | 1.280 |
| Speicherdaten | |||
| Speichertyp | GDDR 3 | GDDR 3 | GDDR 5 |
| Speichermenge | dynamisch | 2.048 MiByte | 2.048 MiByte |
| Speichertakt | 2.133 MHz | 1.800 MHz | 2.400 MHz |
| ca. Preis | 160 € | 70 € | 140 € |
Battlefield 4 als Mantle-Benchmark
Da AMD-Grafikkarten besonders von Mantle profitieren, verwenden wir den aktuell einzig verfügbaren Titel mit dieser Grafikschnittstelle als Benchmark: Battlefield 4. Um die Werte möglichst reproduzierbar zu gestalten, haben wir uns für Singleplayer-Messungen entschieden. Die Ergebnisse finden Sie in den Diagrammen in diesem Artikel. Um Ihnen zusätzlich einen Eindruck über die Situation im Multiplayer zu geben, haben wir unsere neue Benchmarkszene auf der Karte "Caspian Border 2014" ebenfalls ausprobiert und unsere Erfahrungen in dem angehängten Video festgehalten. Kuriosität: Im Video fehlt stellenweise die Vegetation auf dem Boden, dies liegt daran, dass sie zu spät geladen wird und daher nicht mehr im Blickfeld erscheint.
Battlefield 4: Benchmarkergebnisse im Überblick
Quelle: PC Games Hardware
Battlefield 4: AMD Kaveri-APU mit Crossfire im Test (3)
Unser Einzelspieler-Szenario "Fishing in Baku" dürfte mittlerweile den meisten bekannt sein. Zunächst haben wir die Messungen in 1.280 x 720 mit Ultra Details, aber deaktiviertem Multisampling durchgeführt. Die im AMD A10-7850K integrierte Grafikeinheit schafft es hier durchschnittlich gerade mal auf magere 18 Bilder pro Sekunde - flüssig sieht anders aus.
Auch eine R7 250 alleine kommt nicht auf ruckelfreie Fps-Werte. Minimal messen wir 14 Bilder pro Sekunde, im Durchschnitt kommt die 70 Euro günstige Einsteigerkarte auf 21 Fps. Nicht viel besser sieht es im Crossfire-Betrieb zusammen mit der APU aus: Wir erreichen gerade mal 26 Fps im Schnitt. Zum Vergleich haben wir eine etwas betagte Radeon HD 7870 herangezogen. Diese ist ab etwa 140 Euro erhältlich und liefert deutlich bessere Ergebnisse ab: 72 Fps im Mittel sind gut spielbar.
In Full HD und mit aktiviertem 4x MSAA fallen die Ergebnisse noch dramatischer aus: Selbst im Crossfire-Modus sind nicht mehr als 12 Bilder pro Sekunde zu verzeichnen. An Spielspaß ist so überhaupt nicht zu denken. Auch die Radeon HD 7870 hat in diesen Einstellungen arg zu kämpfen. Durchschnittlich 38 Fps stehen auf dem Tacho.
Wie zu erwarten war, stellt sich die Situation im Multiplayer ähnlich schlecht dar wie in unseren Singleplayer-Benchmarks. Flüssige Bildwiederholraten sind in Full HD nicht zu erwarten. Selbst die Radeon HD 7870 bringt nur wenig Besserung, stellt aber immer noch die bessere Alternative dar.
Battlefield 4: Flüssiges Spielen dennoch möglich?
Wie unsere Kollegen von Golem.de herausgefunden haben, kann AMDs Dual-Graphics-Lösung durchaus spielbare Bildwiederholraten erzeugen – wenn entsprechende niedrige Grafiksettings gewählt werden. Wer die Detailstufe auf "Mittel" reduziert (wir verwenden in unseren Benchmarks stets die Einstellung "Ultra"), auf Bildverbesserungen wie Multisample-Antialiasing sowie hochwertige anisotrope Texturfilterung verzichtet und die Umgebungsverdeckung abschaltet, der kann je nach Benchmark mit der Kombination aus A8-7600 und R7 250 per Dual Graphics sogar in Full HD Frameraten von etwa 45 Bildern pro Sekunde erreichen. Bei den Kollegen von Golem bringt Dual Graphics in diesem Fall eine Leistungssteigerung von 70 Prozent. Für den Singleplayer reicht das sicher, in Mehrspielergefechten würden zumindest wir uns nicht unter 60 Fps in Gefechte stürzen wollen.
Battlefield 4: AMD Kaveri-APU mit Crossfire im Test: Fazit - Lohnt, oder lohnt nicht?
Wie zu erwarten war, rechnet sich die Investition in eine Einsteiger-Radeon, um diese im Crossfire-Betrieb mit einer Kaveri-APU zu nutzen nicht. Der Leistungszuwachs fällt sehr gering aus - spielbare Bildwiederholraten springen bei dem Experiment nicht heraus. Wer nur Spiele die älter als zwei Jahre sind spielt und wenig Wert auf gesteigerte Bildqualität legt, darf einen Blick darauf werfen, alle anderen investieren lieber in eine stärkere Grafikkarte. Bei schmalem Geldbeutel lohnen sich selbst ältere Modelle wie eine Radeon HD 7870 deutlich mehr.


Und wo sie sich bei Mantle verkalkuliert haben, müsstest Du auch nochmal erklären, denn für den Beta-Status ist Mantle mehr als nur nett, es zeigt deutlich die schwächen von DX und kann sich ebenso deutlich Performancemäßig absetzen.
Natürlich ist das doch klar -.-" Dann auch noch eine 64er MAp .. u made my day xD