3dfx Voodoo 2: Legendäre Grafikkarte läuft mit Ryzen 9 9900X
Die 3dfx Voodoo 2 erschien 1998, aber dennoch funktioniert die altgediente Grafikkarte über Umwege mit einem modernen Ryzen 9 9900X unter Windows 11.
Auch wenn die 3dfx Voodoo 2 mittlerweile von Alterserscheinungen geplagt ist, die ihre Funktionsfähigkeit bedrohen, kann der Grafikkartenklassiker grundlegend auch heute noch mit modernen CPUs und einem aktuellen Windows zusammenarbeiten, wie ein Experiment eines Retro-Bastlers beweist. In einem Video auf dem Youtube-Kanal "Omores" konnte die 12-MiB-Grafikkarte mit einem entsprechenden Treiber und einer PCI-zu-PCI-E-Verbindung unter Windows 11 mit einem Ryzen 9 9900X betrieben werden.
Omores hat sich nach eigenen Angaben speziell mit der Voodoo 2 befasst, da das ursprüngliche Voodoo-Modell bei Prozessoren mit mehr als 1 GHz Probleme habe, während die Voodoo 2 diese Einschränkung nicht aufweise. Mit einer PCI-zu-PCI-E-Adapterkarte des Herstellers Startech an ein modernes AM5-Mainboard angebunden, galt es anschließend, die Kompatibilität von Betriebssystem und Software entsprechend zu gewährleisten.
Dabei funktionierte die ungewöhnliche Hardware-Kombination mit Windows 98 im Test bereits problemlos, was unter anderem auch mit Benchmarks in Quake 2 und 3D Mark 2001 SE bestätigt werden konnte. Als Nächstes wechselte Omores zu Windows 10 32 Bit und damit der letzten 32-Bit-Betriebssystemversion von Microsoft, wobei ein von der Community entwickelter 32-Bit-Treiber für 3dfx-Grafikkarten verwendet wurde, der ebenfalls gut funktionierte.
3dfx Voodoo 2 mit Ryzen 9 9900X unter Windows 11: 64 Bit als Hürde
Der Umstieg auf Windows 10 64 Bit gestaltete sich schon komplizierter, jedoch wurde Omores auf ein vom Entwickler Ryan Nun (alias "Colourless") im Jahr 2006 experimentell entwickeltes 3dfx-Glide-Projekt für x64-Systeme aufmerksam, das auf Windows-NT-Treibern von 1996 basiert. Diese neuen Kernel-Treiber funktionierten unter der 64-Bit-Installation von Windows 10 schließlich mit einem Fix, der eigentlich für XP-Systeme erstellt worden war.
Nach Aufhebung der Treibersignaturprüfung war indes überraschenderweise noch ein Wechsel des PCI-Steckplatzes zum Beheben eines anfänglichen Problems notwendig, bei dem das System an einem Fehler in Verbindung mit dem Windows-Prozess Mapmem hängen geblieben war. "Wir haben jetzt einen 3D-Beschleuniger aus dem Jahr 1998, der einen Treiber verwendet, der auf Diensten basiert, die 1996 für Windows NT geschrieben wurden, und der erfolgreich unter Windows 11 23H2 läuft", so Omores in seinem Video. Der abschließende Versuch, zwei Voodoo 2 im SLI-Verbund zu betreiben, scheiterte allerdings.
Quelle: via Tom's Hardware
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Da könnte man doch direkt eine Voodoo Karte hineinstecken ohne Adapter Lösungen oder ?
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Oder Ryzen auf Rohypnol?
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Der wichtigste Punkt betrifft die Anbindung. AGP ist deutlich mehr wert als eine zehnmal so schnelle CPU, da die T&L-losen Karten jedes MByte/s an Transferrate benötigen.
Eine präzise Messung der Leistungsaufnahme von Retro-Karten wäre aber tatsächlich neu und spannend.
MfG
Raff
Ich habe mich vor vielen Jahren auch für ein recht kurioses Board entschieden, weil es einen PCI-Slot hat: https://www.biostar-europ...
Damit kann man eine Voodoo-PCI-Grafikkarte theoretisch nutzen, wenn man das Problem eines passenden Betriebssystems und Treibers gelöst bekommt. Ich habe das am Ende nicht für mehr genutzt als "Voodoo 5 5500 PCI eingebaut, gebootet, wird erkannt, cool". Denn wie [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] bereits schrieb, selbst wenn das geht und man etwa mit einem Dual-Boot Richtung Windows XP eine Funktion auf die Kette kriegt, wäre das nur eine gehandicapte Lösung. Besser flutscht eine V5 AGP auf einem flotten Retro-Rechner.
MfG
Raff
Da könnte man doch direkt eine Voodoo Karte hineinstecken ohne Adapter Lösungen oder ?
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Ich bin grad dabei mein altes Slot-A Board für ein Retro-Sys V² zu reaktivieren. Fehlende Komponenten (SSD + passender Adapter, 3x SDRAM PC 100 256 MB) hab ich zugekauft und sind auch mittlerweile bei mir eingetroffen. Aus Zeitmangel bin ich noch nicht zu einen Probeaufbau gekommen.