Neue Technik: SLA-3D-Druck endlich mit auflösbarer Stützstruktur möglich
Ein Forscherteam hat einen neuen Ansatz vorgestellt, mit dem 3D-Drucker mit SLA-Verfahren auflösbare Stützstrukturen herstellen können. Das würde die Nachbearbeitung von entsprechenden 3D-Modellen deutlich vereinfachen.
3D-Drucker haben sich längst auch bei Heimanwendern etabliert. Schon vor vielen Jahren traten FDM-Drucker ihren Siegeszug an und ermöglichten das Erzeugen von 3D-Modellen mithilfe von geschmolzenem Filament. In der jüngeren Vergangenheit wurden parallel dazu auch 3D-Drucker mit SLA-Technik massentauglich. Diese setzen statt Filament auf flüssiges Kunstharz, das mit partiell eingebrachtem UV-Licht gehärtet wird und so das Modell formt. Das ermöglicht eine deutlich höhere Genauigkeit, ist aber im Betrieb deutlich aufwendiger.
Einfach auflösen - jetzt auch mit SLA
Ein Problem bei beiden Verfahren ist die Notwendigkeit von Stützstrukturen, die für den Druck benötigt und danach entfernt werden müssen. Teurere FDM-Drucker können hierzu schon lange auf mehrere unterschiedliche Filamente setzen - und die Stützstrukturen mit wasserlöslichem Material herstellen. Bei SLA-Drucken ist aktuell hingegen noch Handarbeit angesagt. Wissenschaftler der University of California und des Lawrence Livermore National Laboratory demonstrieren in einem auf ACS veröffentlichten Paper nun aber einen Ansatz, wie man auch mit dieser Technik auflösbare Stützstrukturen herstellen kann.
Möglich wird das durch Änderungen am Drucker und am Harz. Letzteres wurde so angepasst, dass zwei unterschiedliche chemische Prozesse ablaufen. Das Harz reagiert dadurch anders, je nachdem, ob es mit Licht mit der üblichen Wellenlänge von 405 nm oder mit einer angepassten Wellenlänge von 365 nm angestrahlt wird. Letzteres sorgt dafür, dass zwar ebenso feste Strukturen entstehen. Wird das Modell aber nach dem 3D-Druck erhitzt und anschließend für 15 Minuten in Natronlauge gelegt, so lösen sich die entsprechenden Strukturen auf. Alternativ ist auch der Einsatz von destilliertem Wasser möglich - dann dauert der Prozess aber mehrere Stunden.
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Technisch dürfte der gezeigte Ansatz durchaus massentauglich sein, sofern sich das angepasste Harz kostengünstig herstellen lässt. Nachdem die großen 3D-Drucker-Hersteller stetig bemüht sind, sich von der Konkurrenz abzuheben, darf man wohl davon ausgehen, dass sie derartige Lösungen gut im Blick behalten werden. Wann der erste 3D-SLA-Drucker erscheinen wird, der auflösbare Stützstrukturen ermöglicht, bleibt allerdings noch offen. Kritisch dürfte dann zudem die Entsorgung der zur Reinigung verwendeten Flüssigkeit werden. Denn vermutlich ist diese nach der Verwendung ein Fall für den Giftmüll.
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Quelle: via Tom's Hardware

Und zur Frage Geschwindigkeit...hängt wie immer von der Größe, Komplexität, verwendetem Harz und Einstellungen ab. Es ist schneller geworden aber meiner zB braucht dennoch Stunden für komplexere Figuren.
Habe einen Elegoo Saturn 3 Ultra.
Ansonsten gilt das Übliche: Natronlauge will respektiert werden, Schutzbrille ist Pflicht, ebenso Händewaschen. Wobei noch die Konzentration interessant ist.