Schenker XMG A102 im Hands-On-Test: Subnotebook mit Kepler-GPU
Subnotebooks mit spieletauglicher Leistung gibt es nicht gerade wie Sand am Meer. Durch die kompakte Bauweise sind Einsparungen am Akku nötig, auch muss genauer auf die Abwärme der verbauten Hardware geachtet werden. Schenker Notebooks hat mit dem XMG A102 jedoch ein passendes Notebook im Angebot.
Das Gerät von Schenker fällt in die Klasse der Subnotebooks und ist damit deutlich kompakter als gewohnte Notebooks. Im Vergleich zu High-End-Notebooks ist auch die Hardware etwas leistungsschwächer ausgelegt. Der Prozessor ist ein Intel Core i7-3612QM, der 200 MHz langsamer taktet als der oft verbaute i7-3610QM. Die RAM-Ausstattung ist mit 8 GiByte DDR3-1600 ausreichend bemessen. Als Grafikkarte kommt eine Geforce GTX 650 mit 2 GiByte VRAM zum Einsatz. Diese basiert im Gegensatz zu den High-End-Grafikkarten der 600M-Serie, die 675M und 670M, auf Nvidias neuer Kepler-Architektur. Die Grafikkarte ist zwar langsamer als die High-End-Modelle, regelt sich sich im Akkubetrieb aber auch nicht so stark herunter. Auf dem Schenker-Notebook ist deshalb auch ohne Steckdose und Netzteil flüssiges Spielen möglich, eine Aufgabe, die schon so manches Notebook mit GTX 675M oder 670M vor unlösbare Aufgaben stellte. Verbaut ist das Ganze auf einer Platine mit HM76-Chipsatz.
Schenker XMG A102 im Hands-On-Test: Ordentliche Leistung in lauer Hülle
Schenker XMG A102: Subnotebook mit Kepler-GPU (2)
Das 11,6 Zoll kleine Display löst mit 1.366 x 768 Punkten auf und strahlt mit knapp 180 cd/m². Das ist zwar ausreichend, andere Notebooks schaffen aber deutlich mehr. Der Bildschirm ist allerdings verspiegelt, was in Kombination mit der eher schwachen Hintergrundbeleuchtung in hellen Umgebungen und bei starkem Sonnenlicht für Probleme beim Ablesen sorgen kann. Aufgrund der kompakten Abmessungen des Geräts muss auf ein internes Laufwerk für optische Medien verzichtet werden. Im Testgerät arbeitet eine 256 GByte große M4-SSD von Crucial. Diese arbeitet mit gemessenen 357 MByte pro Sekunde (Lesen) für Notebook-Niveau relativ zügig. Alternativ gibt es das Geräte auch mit einer herkömmlichen HDD (500/750 GiByte).
Wenn man das Gerät anfasst bekommt man jedoch schnell den Eindruck, dass am Gehäuse gespart wurde. Ist die Tastatur noch in Ordnung und bietet auch einen ordentlichen Druckpunkt, wirkt das Touchpad, und vor allem die dazugehörigen Tasten billig verarbeitet. Das Gehäuse darunter wirkt hohl und man hat ein wenig das Gefühl, beim Einsatz von zu viel Kraft etwas kaputt zu machen. Auch die großen Abstände zwischen Deckel und Unterteil an den Seiten des Notebooks lassen das Gerät nicht gerade edel erscheinen.
Schenker XMG A102 im Hands-On-Test: Ein Spielchen geht
Die Leistungen in Spielen ist zwar nicht überragend, reicht aber für ein Spielchen zwischendurch. Das Spielchen für "zwischendurch" vor allem im Hinblick auf die bereits erwähnte, höhere Geschwindigkeit des Notebooks im Akkubetrieb.. Das Schenker-Notebook rechnet trotz Akkubetrieb unbeeindruckt weiter und liefert dabei in Crysis in Enthusiast-Einstellungen mit im Schnitt 25 Fps auch eine knapp spielbare Framerate. Mit AA und AF sackt diese auf 21 Fps ab. Anno 1404 läuft mit 31 Fps, das Aktivieren von AA und AF kostet knapp 2 Fps Leistung.Bei den Tests zu den Akkulaufzeiten erreicht das Gerät einen Wert von 49 Minuten bei Crysis. Im Reader-Test hält der der Akku vier Stunden, ein guter Wert.
Insgesamt macht das Gerät einen etwas durchwachsenen Eindruck. Zwar ist die in dem kleinen Gehäuse verbaute Hardware durchaus etwas zu Leisten in der Lage, das nicht gerade edel wirkende Gehäuse, das stellenweise billig verarbeitet scheint, hinterlässt aber einen etwas faden Beigeschmack. Wer sich aber am Äußeren des Geräts nicht stört, bekommt aber ein kompaktes und mit 2 kg ein leichtes Gerät, das ausreichend Leistung für ein kurzes Spielchen zwischendurch bietet – auch ohne Steckdose. Die Preise der XMG A102-Serie starten bei 1.050 Euro.
Ich muss mich Superwip nur anschließen, ein Wolf im Schafpelz. Kaum einer würde diese Leistung dort erwarten.