Key-Händler im Rechtstest: Günstig, aber illegal? Was Sie beim Kauf beachten müssen
Sind Key-Shops eine günstige Alternative zum teuren Retail-Markt oder doch eine Grauzone mit unabsehbaren rechtlichen Folgen für die Käufer? Was passiert, wenn mir ein Key gesperrt wird und an wen muss ich mich wenden? PC Games Hardware klärt auf und erklärt anhand ausgewählter Fragen die wichtigsten Fälle zum Thema Key-Shops. Darüber hinaus erhalten Sie in der Bildergalerie eine Checkliste, anhand der Sie dubiose Key-Händler erkennen können.
Seit Jahren stagnieren die Preise für neu erschienene Computerspiele bei circa 40 bis 50 Euro. Kaum günstiger werden hochkarätige Spiele auf den großen Online-Diensten wie Steam und Origin angeboten. Wer warten kann, hofft auf kräftige Preisnachlässe im Rahmen von Rabatt-Aktionen, wie beispielsweise Valves Steam-Sales, bei denen ausgewählte Spiele mit um bis zu 75 Prozent reduzierten Preisen angeboten werden. Noch klassischer: Best-of-Versionen aus der Software-Pyramide. Auch eine Möglichkeit, wenngleich mit enormen rechtlichen Risiken verbunden, sind "Schwarzkopien" aus einschlägigen Tauschbörsen.
Alternative: Key Shops?
In den letzten Jahren hat sich parallel zu den Online-Diensten eine neue Art von Geschäftsmodell entwickelt. Key-Shops, wie deren Name schon erahnen lässt, bieten auf ihren Webseiten ausschließlich Lizenzschlüssel an und das zu Preisen, die teils nur die Hälfte des regulären Marktpreises von Retail- und Digital-Versionen der Online-Dienste betragen. Woher der Käufer schlussendlich die notwendige Software bekommt, bleibt ihm überlassen. Was früher nur über einschlägige Tauschbörsen gelang, ist heute denkbar einfach zu lösen.
Steam und Origin bieten über ihre Plattformen die Möglichkeit, den Lizenzschlüssel zu aktivieren. Der nachfolgende Download startet automatisch. Der Käufer bekommt seinen erworbenen Lizenzschlüssel schnell und bequem per E-Mail mitgeteilt. Die Bezahlung erfolgt unkompliziert über PayPal oder Sofortüberweisung.de. Diese Bezahldienste sind länderübergreifend einsetzbar. Das ist auch notwendig, da der Großteil der Key-Shops im Ausland sitzt. Wo genau, erfährt der Käufer nur über Umwege. Eine Impressumspflicht, wie sie hier in Deutschland Standard ist, besteht oftmals nach den örtlichen Gesetzen nicht. Typischerweise sitzen die Key-Shops in der Nähe ihrer Quellen, also Russland, Singapur oder Hongkong, wobei sich dort häufig nur ein Briefkasten befindet. Die Personen hinter den Shops sind hier im Westen wohnhaft.
Eine beliebte Gesellschaftsform bei Key-Shops ist die Limited Company (Ltd.) aus dem Vereinigten Königreich (UK) oder eine ähnliche Organisationsform. Merkmale dieser haftungsbeschränkten Gesellschaft sind die unkomplizierte Gründung und das niedrige Stammkapital. Ein britisches Pfund als Einlage reicht aus, um ein Unternehmen erfolgreich gründen zu können. Der Ruf der Gesellschaftsform hier in Deutschland ist nicht der beste. Die faktisch auf null begrenzte Haftung und die Häufung betrügerischer Verwendungszwecke haben für ein gehöriges Misstrauen gesorgt. Kurios: Teilweise geschieht es, wenn die englischen Vorschriften zur Abgabe einer ordentlichen Rechnungslegung beim Handelsregister nicht erfüllt werden, dass eine Limited schon lange aus dem Handelsregister gelöscht wurde (Beendigung der Existenz), obwohl diese noch wirtschaftlich tätig sein kann.
Folgende Themen finden Sie auf den Folgeseiten:
In diesem Artikel
- Seite 1 Key-Händler im Rechtstest: Key-Shops als Alternative?
- Seite 2 Key-Händler im Rechtstest: Keys verkörpern Nutzungsrechte
- Seite 3 Key-Händler im Rechtstest: Download versus Datenträger und Rechtsprechung
- Seite 4 Key-Händler im Rechtstest: Zugänglichmachung und gutgläubiger Erwerb
- Seite 5 Key-Händler im Rechtstest: Häufige Fragen und Fazit
- Seite 6 Bildergalerie
Bildergalerie
- Seite 1 Key-Händler im Rechtstest: Key-Shops als Alternative?
- Seite 2 Key-Händler im Rechtstest: Keys verkörpern Nutzungsrechte
- Seite 3 Key-Händler im Rechtstest: Download versus Datenträger und Rechtsprechung
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- Seite 5 Key-Händler im Rechtstest: Häufige Fragen und Fazit

Also ich kenne viele Leute die auf ebay oder g2p keys kaufen und sie haben ihre accounts heute alle noch
Ja deine einstellung finde ich auch super.. wenn eine firma im osten auswandert dort billiger produziert und das ganze dann zum selben preis wie zuvor verkauft nur das sie mehr gewinn machen dann ist das okay.. aber sobald mal der kleine mann vorteile von der "globalisierung" hat.. dann ist es einfach nur schlecht...
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Welche Firmen sollten versuchen etwas nachzuklagen? Die Firmen die die Urheberrechte haben sind doch nicht die Betreiber der Streams, welche IP sollten die woher sammeln? Da müssen die doch erst zum Streaming-Dienstleister, der die IPs auch nicht ohne weiteres rausrückt.
@boon: Das ist richtig. Im Grunde weigerten sich die Provider sogar am Anfang. Nur leider geht das nicht gegen einen richterlichen Beschluss. Am schluss war es so das wir eine Woche Zeit hatten den Besitzer der IP vom Provider anzufragen danach war sense. Das wollet ich damit eigentlich sagen das die meisten kaum länegr als eine Woche die Daten speichern und somit diese verschwunden sind falls es mal illegal werden sollte.
grüße
Ich kenne die Umsatz/Kosten/Gewinn Zahlen der Publisher nicht und bin auch nicht der Meinung, daß Unternehmen sich für Gewinne schämen müssen. Milchmädchen Hochrechnungen sind am Stammtisch geil aber in einer wirklichen Diskussion fehl am Platz, wenn du den Eindruck hast für ein Produkt wird zuviel Geld verlangt, ignorier das Produkt und steh zu deiner Meinung. Btt hier im Thread gehts doch nicht um die Gewinne der Publisher sondern um die rechtliche Bewerttung sogenannter Keyshops.