Intel schickt neue SSDs für SSD-Caching ins Rennen. [Quelle: siehe Bildergalerie]
Einem Bericht auf VR-Zone zufolge will Intel im April neben Ivy Bridge auch eine neue SSDs für SSD-Caching veröffentlichen. Die Modelle sind angeblich speziell für die Chipsätze der 7er-Serie zugeschnitten, sollen aber auch mit den 6er-Chips abwärtskompatibel sein. Die 313-Serie suggeriert durch ihre Namen keine allzu großen Änderungen im Vergleich zur 311er-Serie – was auch der verbaute Controller bestätigt -, allerdings kommen nun SLC-NAND-Chips in 25-nm- statt 34-nm-Fertigung zum Einsatz.
Wie gehabt erscheinen die Laufwerke im 2,5 Zoll und MSATA-Format, sind allerdings nur noch 7 statt 9 Millimeter dick. Hinsichtlich der Kapazitäten sollen Modelle in 20 und 24 GByte erhältlich sein. Welche Leistung die Laufwerke erreichen, ist noch nicht bekannt. Angesichts des SATA-3.0-Gb/s-Interfaces wird sich die Performance-Zunahme vermutlich in Grenzen halten. Die Kosten für 20 GByte belaufen sich laut VR-Zone auf 99 US-Dollar, während Intel für 24 GByte 119 US-Dollar verlangen soll. Überraschenderweise sind die SSDs der 313-Serie bereits im PCGH-Preisvergleich gelistet - allerdings
ohne Hinweise zur voraussichtlichen Lieferbarkeit. Quelle: VR-Zone
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Moderator
23.02.2012 00:42
Das ist in der Tat ein trauriges Kapitel - aber gar nicht mal so sehr seitens der Chipsatzhersteller oder des Betriebssystems. Sondern der Spiele-/Anwendungsprogrammierer. Denn die könnten den RAM nicht nur nutzen, um Festplattendaten zwischenzuspeichern (was bei vielen Spielen sinnlos wäre - wie an der fehlenden Verbesserung der Ladezeiten auf schnelleren Laufwerken zu erkennen ist), sondern auch die fertig verarbeiteten/entpackten Versionen. Besonders lächerlich ist es immer, wenn ein Spiel für das Neuladen eines Levels Ewigkeiten braucht. Aber irgendwie sind die paar Zeilen Code, die nötig wären, um entpackte Daten einfach bis zu einem gewissen Größenlimit im Speicher zu lassen, wohl zuviel verlangt
Mit SSD-Caching hat das aber nur wenig zu tun. Von SSDs profitiert ja gerade die Bootzeit extrem - und da kann der RAM nicht helfen.
Natürlich könnte man das gleiche Prinzip "mehr Leistung durch Platzverschwendung" auch mal für Ladevorgänge von der Festplatte anwenden. Ich persönlich hab mehr als genug Platz frei, damit sich das Betriebssystem und jedes Program/Spiel Kopien seiner Daten anlegen kann, um in Zukunft alle Ladevorgänge als einen einzigen, sequentiellen Lesevorgang vorzunehmen. Aber irgendwie ist es wohl auch hier zuviel verlangt, für das Laden von 240 MiB aus 4,5 GiB weniger als ~30* Sekunden @260 MB/s (=~8 GiB) zu benötigen
*: Grobe Schätzung. Habe genaue Bootzeiten nur für Win7, bin aber wegen Grafikausfall derzeit mit XP Unterwegs und habe für 7 keinen Speicherverbrauch dokumentiert. Aber selbst wenn ich mit der Schätzung gefühlt 50% drüber liege, würde das laden der benötigten Betriebssystemkomponenten immer noch länger dauern, als der komplette Transfer aller Systemdateien in den Arbeitsspeicher. Gleiches gilt auch für Win7, das ca. 40 Sekunden -für 10,5 GiB ausreichend- braucht, aber ohne Installationsdateien nur ca. 10 GiB belegt)
Moderator
23.02.2012 00:04
Ich hätte lieber verbessertes RAM-Caching.
16/32GB RAM bekommt man mittlerweile quasi nachgeworfen (2x16GB = 32GB DDR3 1600 ab 130€
Gerade beim "Zocken". Selbst wenn ausreichend RAM vorhanden ist, um quasi wärend der ersten Minuten im Spiel das ganze Game in den RAM zu laden, hat man trotzdem ständig einen Ladebildschirm aufm Monitor. Gerade erst wieder bei Portal 2 gesehen, wo die ersten Level so schnell durch sind, und man quasi (mal übertrieben gesagt) die Hälfte der Zeit einen Ladebildschirm sieht.
Kabelverknoter
22.02.2012 22:20
Warum blicken die meisten Leute eigentlich nicht, dass man nicht immer von sich selbst ausgehen darf?
Schonmal dran gedacht, dass es evtl. tatsächlich Menschen gibt, die andere Anforderungen und Umstände wie ihr haben?
Beispielsweise in nem Arbeits-PC: Da macht es durchaus Sinn, zwei HDDs im RAID 1 laufen zu lassen, um bei nem Festplattenausfall trotzdem weiterarbeiten zu können,
ohne das (für den worst-case natürlich ebenfalls verfügbare) Backup stundenlang einspielen zu müssen. Wieso ist in solch einem Fall das SSD-Caching schlecht?
50€ für ne kleine SSD und schon ist das System spürbar schneller. Verfügbarkeit ist durch das RAID ebenfalls erhöht.
Klar, in meinem Spiel-PC hau ich mir ne SSD als Systemplatte rein und damit hat sichs. Aber da kann ich eben auch mal paar Stunden warten, bis ich das System neu aufgesetzt habe oder das Backup eingespielt wurde. Und in einem Arbeits-PC mit obigen Anforderungen nehme ich lieber die Leistungsteigerung durchs Caching für 50Euro als zwei dicke SSDs zu kaufen.
Wie gesagt, lernt einfach mal zu diffferenzieren. Ich finde die Preise für Intels Caching-SSDs auch nicht so toll (trotz slc), aber das hat nunmal genau "0, nix" mit der Technologie SSD-Caching zu tun.