Resilient File System: Windows 8 Server bringt neues Dateisystem ReFS mit sich [OS-News des Tages]
Neben den augenscheinlichsten Änderungen an der Oberfläche für Windows 8 wird es auch ein neues Dateisystem geben. Das Resilient File System (ReFS) kommt erstmals in der Server-Version zum Einsatz und könnte schon beim Nachfolger gar in die Desktop-Variante integriert werden.
Windows 8 wird in der Serverversion ein neues Dateisystem bieten: Resilient File System (ReFS). Es soll das NTFS-Dateisystem ersetzen, zahlreiche Vorteile bieten und dabei trotzdem kompatibel bleiben. Im Blog "Building Windows 8" erklärt Surendra Verma, was es mit dem neuen Dateisystem auf sich hat. Da wäre zunächst die Begriffserklärung: Resilient steht im deutschen für unverwüstlich und genau hier soll ReFS ansetzen.
Mit dem neuen Dateisystem sollen Daten künftig permanent analysiert und automatisch korrigiert werden, sofern sie beschädigt sind. ReFS soll gegenüber bisher bekannten Dateisystemen so eine mehr als deutlich geringere Ausfallwahrscheinlichkeit erreichen. Bisher muss man das Betriebssystem immer erst zu einem Dateisystemcheck anregen, um die Integrität zu prüfen. Durch den permanenten Automatismus entfällt das.
Weiterhin soll ReFS den wachsenden Kapazitäten Rechnung tragen, wie es schon früher bei Wechseln in den FAT-Generationen der Fall war. ReFS sei auf große Datenmengen ausgelegt. So lässt sich via Storage Spaces in Windows 8 aus physischen Datenträgern ein Datenpool erstellen und ReFS wurde dahingehend optimiert. Das beendet das Sammelsurium an Laufwerken bei kleinen Platten inklusive Wechsel und ermöglicht bei großen Laufwerken wahre Datenwüsten von bis vier Petabyte. Spannend sind die Zahlen: Dateien können bis zu 18 Exabyte groß sein, Verzeichnisse können 18 Trillionen Dateien umfassen, was auch für Verzeichnisse auf dem Volumen gilt. Maximale Bezeichnungslänge für Dateien besteht aus 32.000 Unicode-Zeichen.
Weniger Schreibaufwand verspricht "Copy on write", bei dem die Daten erst zugeordnet werden, wenn sie geschrieben werden. Das verspricht weniger Verwaltungs- und Kopieraufwand und damit auch schnellere Transferzeiten. Warum das neue Dateisystem nur in Servern kommt, dürfte sich anhand der Einschränkungen erklären: Derzeit ist das Booten mit ReFS nicht möglich und es lässt sich nur auf statischen Laufwerken einsetzen. Wechselmedien sind außen vor. Aber spätestens zu Windows 9 (wenn nicht gar per Service Pack zu Windows 8) könnte dieses Manko behoben sein und dann findet man es auch in der Desktop-Version vollintegriert – Microsoft verspricht das schon jetzt. Windows 8 als Client indes wird ReFS lesen können, wenn ein Server mit ReFS-Dateisystem vorhanden ist. Nicht sonderlich schwer, wird im Großen und Ganzen doch die NTFS-API dafür genutzt.
Quelle: Microsoft

Durch ReFS hat man ja einen Dateischutz wie bei Raid 1.
Zur Technik an sich wird sich zeigen, ob die Abwärtskompatibilität zu NTFS nicht doch einen Nachteil in der Ausführung darstellt, weil man an der einen oder anderen Stelle vielleicht Einsparungen tätigen musste. ich bin ja gespannt wie ein Flitzbogen auf die Benchmarks des
Für den Desktop sind die Änderungen eher uninteressant, gibt nicht viele Leute die Festplatten im Betrieb aus dem PC nehmen und in Ihren zweiten stecken, die Sorgen zum Thema Schreibzugriffe auf SSDs sind etwas übertrieben. ReFS wurde umgesetzt weil dadurch gerade Schreibzugriffe verringert werden (sollen).
Bis es im Desktopbereich verfügbar ist, sind SSDs vollständig im Mainstream angekommen und sicherlich wird technisch alles noch verfeinert.
Zur Technik an sich wird sich zeigen, ob die Abwärtskompatibilität zu NTFS nicht doch einen Nachteil in der Ausführung darstellt, weil man an der einen oder anderen Stelle vielleicht Einsparungen tätigen musste. ich bin ja gespannt wie ein Flitzbogen auf die Benchmarks des
Das Betriebssystem bei dir wird vielleicht alle 2 Jahre ausgetauscht, aber du willst doch nicht jedes mal auch ein neues Filesystem implementieren, oder? Im Serverbereich bleibt eh alles länger bestehen. Ext4 zB nutze ich jetzt seit einem Jahr (der Release war Ende 2008) und hatte noch nicht das geringste Problem damit, es ist aber noch so gut wie nicht verbreitet (zumindest nicht bei uns) weil es einfach noch nicht ausreichend "getestet" wurde.
Ich finds jedenfalls schön, das Windows da endlich mal aufholt, ein paar der Features gibts schon seit über 10 Jahren im Unix Bereich.