30 Jahre EA

Electronic Arts: Die besten und schlechtesten Spiele des Publishers bis heute [Artikel der Woche]

Unter jüngeren Spielern genießt Electronic Arts vermutlich nicht den besten Ruf, was für einen Marktführer im Allgemeinen nicht ungewöhnlich ist. Aktuell macht EA immer wieder wegen seines Projektes Origin von sich reden. Das Sammeln von Daten mithilfe des Dienstes ist bei vielen höchst unbeliebt. Doch Electronic Arts, kurz auch EA genannt, ist bereits seit 1982 am Markt und Pionier für viele bekannte Spiele und -Serien. Wir stellen die Tops und Flops kompakt vor. (Andreas Link, 22.01.2012)
 
PC-Special: Die vermutlich besten und bekanntesten Spiele von Electronic Arts
 
PC-Special: Die vermutlich besten und bekanntesten Spiele von Electronic Arts [Quelle: siehe Bildergalerie]
Electronic Arts wird bereits 1982 von Trip Hawkins gegründet und verdient sein Geld zu Beginn mit reinen Publisher-Aktivitäten im Heimcomputer-Bereich (beispielsweise Archon, MULE, Seven Cities of Gold, Bard's Tale). Ende der 80er-Jahre beginnt man, die ersten Spiele mit eigenen Studios zu entwickeln, die für den Videospielemarkt gedacht sind. Das erste Spiel überhaupt ist Skate or Die! aus dem Jahre 1987. EA erarbeitet sich den Ruf, Designer und Entwicklerstudios zu respektieren und zu fördern. Entsprechend viele Studioübernahmen folgen, bis heute sind es 31 Firmen oder Studios (darunter Origin, Bullfrog, Novalogic, Accolade, Maxis, Westwood, Black Box Games, Criterion, Mythic, Pandemic, DICE oder Phenomic). Einige der Studios werden auch wieder geschlossen, darunter Origin, Bullfrog und Pandemic.

Das ändert sich aber spätestens in der Phase, als EA durch Zukäufe und entsprechende Management-Praktiken aggressiv wächst. Legendär sind die Übernahme von Origin und die folgenden Spiele der Ultima-Serie, Pagan und Ascension. Origin-Gründer Richard Garriot lässt es sich zu der Zeit nicht nehmen, die seiner Ansicht nach zu kurze Entwicklungszeit unter der Führung von EA anzuprangern. EA wird zwar immer größer und baut immer mehr bekannte Marken auf (darunter Need for Speed, Die Sims, Battlefield, Commander & Conquer, Medal of Honor, EA Sports allgemein) auf, den Ruf der Firma hat das aber keinen guten Einfluss. Medienschelte gibt es unter anderem für den Versuch, Take 2 per feindlicher Übernahme einzuverleiben (bekanntlich scheitert dieses Ansinnen). Erst ein Umdenken seit 2008 sorgt dafür, dass das Ansehen wieder steigt. Nicht nur aus diesem Grunde ist EA zwischendurch als Publisher für id Software tätig, auch Valve-Produkte wie Left 4 Dead werden durch EA in den Handel gebracht. Zudem geht man wieder dazu über, Studios ihr Gesicht zu lassen: Zum Beispiel bei Bioware, DICE, Danger Close oder Visceral Games, das von EA Redwood Shores zurückbenannt wurde.

Nachdem der schwarze Peter zwischenzeitlich zu Activision Blizzard gewandert war und EA nicht mehr so scharf in der Kritik stand, hat man nun aber wieder wütenden Mob vor sich. Dieses Mal dreht es sich nicht mehr nur um das Ausschlachten von Marken und den gerne gebrachten Kapitalisten-Joker, sondern um das Projekt Origin. Der eigentlich clevere Schachzug: Man packt die bei den Spielern absehbar ungeliebte Software einfach zum Toptitel Battlefield 3 dazu, von dem ganz klar war, dass er wie warme Semmeln weggehen wird. Da Origin im Grunde nichts anderes wie Steam ist, hätte EA nach einigen Akzeptanzproblemen wohl die Kurve bekommen, doch schnell wurde klar, dass man gemäß EULA umfangreiche Datenschnüffelei zulässt, für die EA in die Kritik geriet (und später auch darauf reagierte durch EULA-Änderungen). Zudem fliegen die Origin-Spiele nach und nach bei Steam raus. Das Problem: EA verkauft DLCs nur über Origin und das gestattet Steam wiederum nicht. EA-PC-Spieler werden wohl um Origin nicht herumkommen: Der nächste Toptitel ist Mass Effect 3, der ohne Origin nicht laufen wird.

Doch all dies sind Nebenkriegsschauplätze. Wir wollen uns heute inhaltlich mit den EA-Spielen beschäftigen. Im Folgenden wollen wir Ihnen unserer Ansicht nach größten Tops und Flops vorstellen, die qualitativ zu ihrer Zeit herausragend waren oder bei denen man sich die Haare raufen konnte - von EA veröffentlicht oder entwickelt. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sollten Sie ein Spiel vermissen, nutzen Sie ausgiebig die Kommentarfunktion.

(Ansicht vergrößern für Quellenangaben)
     

Mehr in PCGH DVD 06 / 2012 - ab 02.05.2012 am Kiosk!
Diablo-3-Booklet plus PC kostenlos schneller – dank OC und anderer Tuning-Maßnahmen sind fast 30 Prozent mehr Leistung drin. PCGH zeigt, wie es geht! Oder doch neue Hardware? Im Heft finden Sie einen Test von Herstellerkarten mit den Chips Geforce GTX 680 und Radeon HD 7970. Zudem prüfen wir Intels neue Ivy-Bridge-CPUs, Z77-Mainboards, Gehäuse, Mäuse, Festplatten und Notebooks. Weitere Themen sind USB 3.0 und SSD-Caching. Die DVD bietet 150 Spiele, PCGH-Testdatenbank und ein GTX-680-Special.
 
 
News, Tests und Wissen zu allgemeinen Spielen-Themen finden Sie auf der Spiele-Übersichtsseite von PC Games Hardware Online.
 
 
 
 
 
 
Aktuelle Kommentare
Rated R Superstar
Sysprofile-User
22.01.2012 22:40
AW: Electronic Arts: Die besten und schlechtesten Spiele des Publishers bis heute

was hat eigentlich c&c renegade auf der liste der schlechten spielen zu suchen? ich fand das spiel und die story sehr gut... leider ging ja wegen generals der nachfolger unter...

The Nemesis
Komplett-PC-Aufrüster
21.01.2012 20:29
AW: Electronic Arts: Die besten und schlechtesten Spiele des Publishers bis heute

Hach, MoH auf der PS1, das war so toll damals

Ansonsten kann ich Rizar auch nur zustimmen.
Für uns wird alles schlechter und vielen ist es einfach egal.
Ich verzichte und ich kann verzichten, viele sind doch nur noch am konsumieren, egal was, egal wie, hauptsache neu.

smoGG
PCGH-Community-Veteran
18.01.2012 18:52
AW: Electronic Arts: Die besten und schlechtesten Spiele des Publishers bis heute

Mirrors Edge 2 Fest geplant?!

Das wäre ja mal cool!!

 
 
2008 User online
Anmelden & mitmachen
Benutzername:
Kennwort:
Angemeldet bleiben
Jetzt mitdiskutieren!
Jetzt bestellbar!
Alles zu Crysis 3
Die besten Deals
Komplett-PCs von PCGH
Komplett-PCs von PCGH
So unterstützen Sie PCGH
Folgen Sie PCGH
Aktuelle Heft-Ausgabe
Print: Wie hat euch das Diablo-3-Booklet gefallen?
Sehr gut (12.57%)
Gut (17.04%)
Nicht gut (3.91%)
Diablo 3 interessiert mich nicht (43.02%)
Bin Magazin-/Online-Leser (21.23%)
Sonstiges (siehe Kommentar) (2.23%)
358 Teilnehmer
PCGH-Webshops