Hebt Intel die TDPs einiger Ivy Bridge CPUs an?
Intel soll bei kommenden ultramobilen Prozessoren die Verbrauchsgrenzen von Stromsparzuständen angehoben haben.
Quelle: Golem.de
Ivy Bridge: Intel hat offensichtlich Probleme, CPUs für Ultrabooks in der benötigten Menge zu liefern und hebt deswegen die TDPs leicht an.
Wie VRzone ohne Angabe von Quellen berichtet, hat Intel die Spezifikationen einiger Ivy-Bridge-CPUs geändert, die im Frühjahr die aktuellen Sandy-Bridge-Modelle ablösen sollen. Betroffen sind Prozessoren der "U"-Serie, welche primär für den Einsatz in Ultrabooks und anderen Subnotebooks gedacht ist.
Für diese CPUs werden verschiedene TDP/Taktkombinationen spezifiziert, um den Notebookherstellern zusätzliche Freiheiten insbesondere bei der Konzeption von Kühllösungen zu bieten. Geändert haben sich die minimal konfigurierbare TDP (jetzt 14 W statt 13 W) und die TDP im low-power-Modus (jetzt 12,5 W statt 11 W), während die nominelle und die maximal konfigurierbare TDP unverändert bei 17 W respektive 25 W liegen.
Das Intel für derart kleine Unterschiede eine Spezifikationsänderung vornehmen muss, könnte auf ein äußert geringes Polster bei der Bemessung der TDPs hinweisen. Desktop-CPUs werden dagegen üblicherweise in grobe TDP-Klassen eingeteilt, deren Maximalwerte wenig Rückschlüsse auf die reale Verlustleistung zulassen, die je nach Modell 10 W und mehr darunter liegen kann. Bei hochmobilen Geräten würde diese Praxis jedoch zu unnötigen Konstruktionsproblemen führen, da Kühllösungen aus Garantiegründen für die spezifizierte TDP dimensioniert werden.
Unklar bleibt, was Intel zu den Änderungen zwingt. Möglich wäre zum einen, dass Intel aufgrund einer unerwartet schlechten Produktionsqualität keine ausreichende Anzahl an CPUs zur Verfügung hat, die die ursprünglich geplanten Spezifikationen einhalten können. Zum anderen kann das gleiche Problem aber auch aus einer unerwartet hohen Nachfrage resultieren.

Ganz einfach noch deutlich weniger TDP für die Mobilprozessoren: ULVs bis 10W, 25W als Standard für Dualcores und zumindest einige "LV" Quadcores mit 35W, die in Notebookklassen zum Einsatz kommen könnten, in denen es aktuell nur Dualcores gibt, vor allem Subnotebooks
Da scheinen die Kühler wirklich über keinerlei Reserven zu verfügen
So ist das nunmal bei genau passenden Lösungen
Aber Instabilität würde ich da keine befürchten (zumindest nicht aus Temperaturgründen - die vermutlich zu grundeliegenden Spannungsanhebungen müssen die OEMs natürlich umsetzen), denn die maximale TDP bleibt ja die gleiche. D.h. die Kühllösung muss so oder mehr Wärme abführen, als hier spezifiert wird. Aber ggf. werden sie dann lauter, als im Normalbetrieb gedacht. Zudem hat Intel ja oftmals 20+% Reserven in den Specs, wie OC&Co zeigen. Aber diese Reserven sind eben für Unvorhergesehenes gedacht, nicht für OEMs, die mit falschen Zahlen arbeiten müssen.