GF110 mit 448 ALUs

Test: Geforce GTX 560 Ti mit 448 Shader-Einheiten von Nvidia [Test des Tages]

Test der GTX 560 Ti 448 Cores: Mit einem neuen GF110-Ableger schließt Nvidia die Lücke zwischen der teureren GTX 570 und der 200-Euro-Karte GTX 560 Ti und will gleichzeitig AMDs günstiger Radeon HD 6950 die Stirn bieten. Wir testen anhand der Partnerkarte von Gigabyte, ob diese Vorhaben umgesetzt werden können und ob die Geforce GTX 560 Ti 448 Cores eine Kaufempfehlung wert ist. (Spille, Vötter, Sauter, 29.11.2011)
 

Geforce GTX 560 Ti 448 Cores im Test
 
Geforce GTX 560 Ti 448 Cores im Test [Quelle: siehe Bildergalerie]
Die Geforce GTX 560 Ti 448 Cores, wie das neue Geforce-Modell offiziell heißt, soll auf Basis von Nvidias derzeitigem High-End-Chip GF110 auf Kundenfang gehen. Im Vergleich zu den teureren Karten GTX 570, GTX 580 und GTX 590 werden Einschnitte bei den aktiven Funktionseinheiten gemacht: Namensgemäß verfügen die Karten über 448 aktive Shader-ALUs ("Cuda-Cores" im Nvidia-Jargon) und 56 Textureinheiten, entsprechen ansonsten aber in Sachen Taktrate und Speicherausbau sowie -schnittstelle der GTX 570. Damit erben sie die architekturbedingten Vorteile sowohl gegenüber der Radeon (Geometrieverarbeitung) als auch der hauseigenen Konkurrenz in Form des GF114-Chips, welcher auf dem Namensstifter GTX 560 Ti zum Einsatz kommt.

Gigabyte Geforce GTX 560 Ti 448 Cores mit Windforce-Kühlung
 
Gigabyte Geforce GTX 560 Ti 448 Cores mit Windforce-Kühlung [Quelle: siehe Bildergalerie]
MSI Geforce GTX 560 Ti 448 Cores mit Twin-Frozr-III-Kühlung
 
MSI Geforce GTX 560 Ti 448 Cores mit Twin-Frozr-III-Kühlung [Quelle: siehe Bildergalerie]
"Limited Edition" - so wird es auf vielen Packungen der neuen GTX 560 mit 448 Cuda-Kernen stehen, denn die Karte wird regional, zeitlich und nur von ausgewählten Partnern erhältlich sein. Nvidia rechnet damit, dass die Bestände an Chips für circa zwei Monate den Bedarf decken. Die Karten sollen "solange der Vorrat reicht", von Asus, Evga, Gainward, Gigabyte, Inno3D, MSI, Palit und Zotac in Nordamerika, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Skandinavien und Russland erhältlich sein. Mit dem kurzen Marktauftritt wird auch der Entschluss begründet, die Karte nicht "GTX 565" oder ähnlich zu nennen – wir tippen darauf, dass Nvidia nicht an die relativ erfolglose GTX 465 erinnern möchte.

Der Knackpunkt schlechthin für die GTX 560 Ti 448 Cores wird ihr Preis sein. Die unverbindliche Preisempfehlung von Nvidia lautet laut einer Mitteilung vom 24.11.2011 279 Euro. Normalerweise pendeln sich die Straßenpreise deutlich unter der UVP ein, sodass für rund 270 Euro bereits die günstigsten GTX 570-Modelle erhältlich sind, während die günstigsten GTX-560-Ti-Karten schon für circa 180 Euro über die virtuelle Ladentheke gehen (Stand: 28.11.2011, 17:00 Uhr). Auch die Radeon HD 6950 stellt in diesem Segment nicht nur preislich eine Alternative dar und ist mit 1 GiByte GDDR5 ab circa 190 Euro und mit 2 GiByte GDDR5 ab circa 220 Euro erhältlich. Realistisch dürften Preise um 230 bis 240, maximal 250 Euro sein, sobald sich Angebot und Nachfrage eingependelt haben.

Da Nvidia kein Referenzdesign der Ti-448 anbietet, fallen Leistungsaufnahme und Lautstärke je nach Implementierung der Partner unterschiedlich aus. Die von uns bisher getesteten MSI- und Gigabyte-Karten bewegen sich diesbezüglich grob im Rahmen dessen, was von der Leistungsfähigkeit her zu erwarten war und können inklusive der Serienstreuung auch die Werte der GTX 570 erreichen. Die Lautstärke unserer Twin-Frozr-III- respektive Windforce-gekühlten Karten fällt ebenfalls nicht aus dem Rahmen: Die MSI-Karte erreicht 0,4 Sone im 2D- und 1,8 Sone im 3D-Betrieb (mit dem Silence-BIOS), Gigabytes kühlere Windforce erzeugt 1,3 bis 2,8 Sone - ohne manuellen Eingriff definitiv nicht mehr Silent-tauglich.

Weitere Details, einen Retail-Kartentest sowie Benchmarks der GTX 560 Ti 448 Cores mit Battlefield 3 und Skyrim finden Sie auch in der ab 07. Dezember erhältlichen Printausgabe 01/2012 der PC Games Hardware.

Geforce GTX 560 Ti 448 Cores im Test: Spezifikationen
Der GF110-Chip liefert das technische Fundament für die Geforce GTX 560 Ti 448 Cores. Damit stehen auch die architekturbedingten Merkmale wie die im Vergleich zur GF114 und Radeon-GPUs hohe Geometrieleistung bei Tessellationseinsatz zur Verfügung. Die Techniktabelle zur Ti-448 gibt Auskunft über Füllraten, Speichertransferraten und mehr.

Modell Geforce GTX 560 Geforce GTX 560 Ti Geforce GTX 560 Ti 448 Cores Geforce GTX 570 Radeon HD 6870 Radeon HD 5850 Radeon HD 6950
Circa-Preis (Euro) 150,- 180,- 240,- (geschätzt) 270,- 140,- Auslaufmodell 180/220,- (1G/2G)
Codename/Fertigung GF114/40 nm GF114/40 nm GF110/40 nm GF110/40 nm Barts XT/40 nm Cypress Pro/40 nm Cayman Pro/40 nm
Transistoren Grafikchip (in Millionen) 1.950 1.950 3.000 3.000 1.700 2.150 2.640
Rechenleistung GFLOPS, 32 Bit/Single-Prec. 1.089 1.263 1.311 1.405 2.016 2.088 2.253
Rechenleistung GFLOPS, 64 Bit/Double-Prec. 91 105 164 176 N. unterstützt 418 563
Polygondurchsatz (Mio. Dreiecke/Sekunde) 1.418 1.644 2.562 2.745 900 725 1.600
Durchsatz (Mrd. Pixel/Sekunde) 11,3 13,2 20,5 22 28,8 23,2 25,6
Durchsatz (Mrd. Texel/Sekunde) 45,4 52,6 41 43,9 50,4 52,5 70,4
Speichertransferrate (Gigabyte/Sekunde) 128,3 128,3 152 152 134 128 160
Takt Grafikchip/Shader (Megahertz) 810/1.620 822/1.644 732/1.464 732/1.464 900/900 725/725 800/800
Takt Grafikspeicher (Megahertz) 2.004 2.004 1.900 1.900 2.100 2.000 2.500
Anzahl SIMD-Einheiten 7 8 14 15 14 20 22
Anzahl Shader ("ALUs") 336 384 448 480 1.120 1.440 1.408
Anzahl Textureinheiten ("TMUs") 56 64 56 60 56 72 88
Anzahl Raster-Operatoren ("ROPs") 32 32 40 40 32 32 32
Speicheranbindung (parallele Bits) 256 256 320 320 256 256 256
Übliche Speichermenge (MiByte) 1.024 1.024 1.280 1.280 1.024 1.024 1.024/2.048
Leistungsaufnahme (TDP, Herstellerangabe) 150 Watt 170 Watt 210 Watt 219 Watt 151 Watt 170 Watt 200 Watt


Auf den Folgeseiten finden Sie alle Benchmarks und das Testsystem.

 


(Ansicht vergrößern für Quellenangaben)
     


 
 
Alle Artikel zu Grafikkarten von Nvidia und AMD/Ati finden Sie auf der Grafik-Themenseite. Eine aktuelle Grafikkarten-Kaufberatung finden Sie im Artikel Ati- und Nvidia-Grafikkarten: Test-Übersicht und aktuelle Kauf-Tipps. Mehr zum Geforce-Entwickler Nvidia und Radeon-Entwickler AMD erfahren Sie in unseren Themen-Specials.
 
 
 
 
 
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Aktuelle Kommentare
Olstyle
Moderator
04.01.2012 11:13
AW: Test: Geforce GTX 560 Ti mit 448 Shader-Einheiten von Nvidia

Quote: (Zitat von LucaGK)
Könnte man Karte die Karte mit einem GTX 570 Bios flashen wie von der 6950 auf die 6970?

Siehe hier:
extreme.pcgameshardware.d...
Bzw. vorher:
extreme.pcgameshardware.d...

LucaGK
Komplett-PC-Aufrüster
04.01.2012 11:09
AW: Test: Geforce GTX 560 Ti mit 448 Shader-Einheiten von Nvidia

Könnte man Karte die Karte mit einem GTX 570 Bios flashen wie von der 6950 auf die 6970?

ChrisMK72
Software-Overclocker
07.12.2011 22:14
AW: Test: Geforce GTX 560 Ti mit 448 Shader-Einheiten von Nvidia

Also bisher war das ja n Schuss in den Ofen mit den 448ern.

Die liegen immer noch um die 250 bis 280 €.

Ok ... die Karten sind ja im Grunde nicht so schlecht. Aber für 270-280 € gibt´s auch ne "echte" GTX 570.

Wenn die 448er nicht bald Richtung 220€ purzeln wird die "limitierte" Aktion wohl bis Weihnachten 2012 fortgesetzt.

Vor allem wenn man bedenkt dass aktuell immer noch ne GTX 460 vollkommen ausreicht ^^ Die kriegt man aktuell für 120-140 € und hat mit 140€ schon n supergutes Luxusmodell Was kosten die 448 ? 280€ ? Da nehm ich lieber 2 gute 460 OC

Für SLI ? Nö .... falls die alte 460 mal kaputt geht , hab ich eine als Ersatz.

 
 
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