UEFI Secure Boot: Alternative Umsetzung von Open-Source-Vertretern vorgeschlagen [Quelle: siehe Bildergalerie]
Nachdem die Free Software Foundation bereits eine Kampagne gegen die Implementierung von Windows 8 mit Secure Boot gestartet hatte (
PCGH berichtete), kommen nun Lösungsvorschläge unter anderem von der Linux Foundation selbst und Ubuntu-Sponsor Canonical. Die UEFI-Funktion Secure Boot würde bei installiertem Windows 8, wie es derzeit von Microsoft als Zertifizierung vorgesehen ist, aufgrund nicht vorhandener Schlüssel ein weiteres Betriebssystem nicht zu lassen. Eigentlich unter anderem zur Unterbindung von Computerviren und anderer schädlicher Software gedacht, würde dies die Computernutzung und somit den Anwender stark einschränken.
Secure Boot wird auch von den Gegnern der Implementierungsvariante mit Windows 8 als sinnvolle Neuerung gesehen, sollte jedoch unter anderem auch deaktivierbar sein. Ein weiterer Schritt wäre die Integration von Schlüsseln, die auch ein Linux-System erlauben und dadurch nicht die Umgebung als kompromittiert erachten. Hier sind vor allem auch OEM-Hersteller gefragt: Das installierte UEFI dürfe nicht ausschließlich mit dem auf dem PC vorinstallierten Windows 8 zusammenarbeiten und müsse mit Secure Boot entsprechend konfiguriert werden. Auch der Anwender selbst soll über einen so genannten "Setup-Mode" selbst Schlüssel nachinstallieren können und der Systemstart über nicht signierte Wechseldatenträger müsse ebenso ermöglicht werden.
Quelle: linuxfoundation.org,
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Schraubenverwechsler
30.10.2011 22:21
Die Option das der Key bei der Installation generiert wird finde ich da besser.
PC-Selbstbauer
30.10.2011 13:20
Genau das versteh' ich auch nicht - eben besonders die Sache mit dem manuellen Hinzufügen von Schlüsseln durch den Nutzer. Andere Quellen im Netz berichten aber auch wie selbstverständlich von dieser alternativen Umsetzung,
ohne dabei die Funktion von Secure Boot in der geforderten Form als obsolet einzuschätzen... Ich hab' jetzt aber auch nicht weiter recherchiert.
Moderator
30.10.2011 12:13
Kann mir mal einer erklären, wie Secure Boot mit frei verfügbaren Schlüsseln und Zugriff auf nicht lizensierte Datenträger irgend einen Nutzen haben soll? Es geht nun mal eben darum, das Booten von Software aus nonprofessioneller Quelle (nicht nur kleine Linux-Distris - sondern eben auch diverse Rootkits) bzw. von (infizierten) externen Medien zu verhindern. Abschalten des Systems sollte imho schon im Rahmen der Abwärtskompatibilität eine Selbstverständlichkeit sein (zugegeben: Noch lange nicht jeder Boardhersteller bietet alle Konfigurationsmöglichkeiten, die man sich wünschen würde