Intel: Neuer Umsatzrekord, positiver Ausblick, Probleme bei Atom
Intel hat bereits am Mittwoch die Zahlen für das dritte Quartal 2011 vorgelegt. Sowohl Umsatz (14,3 Mrd. US-Dollar) als auch Nettogewinn (3,5 Mrd. US-Dollar) stiegen im Vergleich zum Vorjahr, Intel schaffte damit erneut den höchsten Umsatz der Firmengeschichte. Problematisch bleibt der Atom-Markt.
Intel hat im dritten Quartal 2011 einen Umsatz von 14,233 Mrd. US-Dollar erreicht. Das entspricht einem Plus von 9,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal und einem Plus von 28,2 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal. Damit hat Intel zum ersten Mal den Sprung über die Marke von 14 Milliarden US-Dollar Umsatz und den höchsten Umsatz der Firmengeschichte geschafft. Interessant ist wie immer der Blick auf den Gewinn. Intel erzielte einen Nettogewinn von 3,468 Mrd. US-Dollar. Im vergleichbaren Vorjahresquartal erzielte Intel noch 2,995 Mrd. US-Dollar (17,4%), im Vorquartal waren es 2,954 Mrd. US-Dollar (+15,8%). Das operative Ergebnis beträgt 4,8 Mrd. US-Dollar. Beim Umsatz ist zu berücksichtigen, dass die Zukäufe von Infineon Wireless Solutions und McAfee bereits konsolidiert sind und rund 1,1 Mrd. US-Dollar Umsatz beitragen.
Der neue Umsatzrekord ist laut Intel-Chef Otellini vor allem auf Notebooks und Cloud Computing zurückzuführen. "Durch das zweistellige Wachstum nach Stückzahlen bei Notebook PCs hat Intel im dritten Quartal über 14 Milliarden Dollar Umsatz erzielt und damit erneut Rekordergebnisse präsentiert," so CEO Paul Otellini. "Durch das anhaltende Wachstum im Mobile und Cloud Computing war auch das Geschäft mit Rechenzentren wiederholt stark." Auch der Ausblick auf das kommende Quartal ist positiv, Intel will 14,7 Mrd. US-Dollar erzielen (Plus/Minus 0,5 Mrd. US-Dollar). Die Bruttogewinnmarge soll von 63,4 Prozent jetzt auf 65 Prozent steigen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg der Umsatz der PC Client Group beispielsweise um 22 Prozent, der Umsatz der Data Center Group um 15 Prozent. Der Umsatz der restlichen Intel Architecture Group legte um 68 Prozent zu. Bei Atoms (CPU und Chipsatz) musste Intel einen erneuten Rückgang gegenüber dem Vorjahr hinnehmen - waren es im letzten Quartal noch 15 Prozent, sind es nun schon 32 Prozent Minus. Doch Intel hat den Atom noch nicht aufgegeben, Anfang 2012 will man mit dem 32nm-SoC Medfield den Tablet-Markt angreifen.
Bei der Intel-Aktie gab es ein kurzfristiges Plus nach Vorlage der Zahlen, mittlerweile notiert die Aktie wieder wie vor Bekanntgabe.
Quelle: Intel Pressemitteilung
Wer sucht denn im Netbook hohe Grafikperformance. Oder generell Performance. Das Netbook wurde vor jahren für einen einzigen Zweck gedacht, nämlich Netservices also Internet &Co zu benutzen. Dafür reicht der Atom mehr als aus!
Daneben gibt es noch viele andere Anwendungsbereiche, aber wozu es absolut nie gedacht war, und ich auch nicht verstehe wozu man sonst starke Grafik brauchen würde: Spielen.
Der Grund warum die Umsätze in dem Bereich seit einiger Zeit rückläufig sind ist ganze einfach:
Marktsättigung.
Jeder der so ein billiges Internetsurfmaschinchen haben will, hat inzwischen eines.
Wer doch mehr erwartet hat und sich eins gekauft hat, schlägt woanders zu, sprich echten Notebooks. Lektion also gelernt.
Es ist durch die ganze Branche immer wieder dasselbe: dass Nischenprodukte irgendwann auch mal wieder zurückgehen(im Umsatz). So wars bei Netbooks, so wirds bei Tablets sein (die ihre Spitze halt erst noch erreichen müssen) und vielen anderen Geräten.
Man siehts an Apple: Ipod und Iphoneumsätze gehen schön langsam zurück, dafür verdient man jetzt wieder mit den Traditionellen Applegeräten (Macintosh) mehr. Diese Dinger sind ja auch immer ausgereifter, der Name Apple immer mehr Leuten Geläufig, dass die jetzt mehr Computer verkaufen statt ihren anderen Geräten ist also eine logische Folge.
Der Rückgang des ATOM ist nicht weiter verwunderlich; einerseits wird er als zur Zeit leider einzige CPU Klasse von Intel (abgesehen vom HPC und zum Teil dem Serverbereich) wirklich stark von der Konkurrenz unter Druck gesetzt, andererseits ist er einfach nichtmehr zeitgemäß